… ist der „Dicke Heinrich“ – eine misslungene Frühjahrsdiät - oder?

... die drei Türme der Burg Querfurt mit Südrondell ...


Am 23.02.2014 suchte ich den „Dicken Heinrich“ entlang der Straße der Romanik, die durch Sachsen-Anhalt verläuft.


Fundort:
Es ist die Burg romanischen Ursprungs in Querfurt in Sachsen-Anhalt im Saalekreis.
Markant sind die 3 Türme der Burg, umgeben mit 2 Ringmauern und mittelalterlichen Befestigungen. Die Querfurter Burg ist eine der ältesten und größten Feudalburgen Deutschlands.

Heinrich I
aus der Familie der Liudolfinger (von 876 bis 02.07.936 gest. in Memleben und bestattet in Quedlinburg), nach ihm wurde der romanische Rundturm „Dicker Heinrich“ benannt.

Seit dem 10. Jhd. Ist hier das Geschlecht der Edlen von Querfurt nachweisbar, die nach der Burgenordnung von König Heinrich I. angesiedelt wurden.

Interessant war die Lage der Burg, da sie in der damaligen Zeit im Grenzgebiet der Herrschaftsbereiche der Thüringer, Sachsen und Slawen lag.

Größe:
Sie gehört zu den größten mittelalterlichen Burgen in ganz Deutschland und nimmt eine Fläche ein, welche die Wartburg sieben Mal aufnehmen könnte. Die Anlage ist eine Station an der Straße der Romanik.

Eigentümer als Schlossherr: Die Burg ist Eigentum des Saalekreises.

Markantes der Burg:

Es sind ihre 3 Türme und 2 Ringmauern. Als Stammsitz der Edlen Herren von Querfurt diente sie seit Ende des 10. Jh. Die recht gut erhaltene Burganlage bildet ein unregelmäßiges Rechteck, ist durch einen im 14. Jh. angelegten Trockengraben geschützt. Reste einer romanischen Ringmauer sind erhalten.

- Im Westen der Kernburg der Rundturm "Dicker Heinrich“ der einzige romanische Turm auf der Burg. Erbaut anfangs des 12. Jhd., an der Westseite mit einer Höhe von 27,50 m, einer unteren Mauerstärke von 4,35 m und mit einem unteren Durchmesser von 14,5 m. Diente als reiner Wehrturm ohne Fenster und Kamin, er erhielt einen Kranz von Schießscharten.

- Südseite der Burganlage der "Marterturm" entstand als Wohnturm Anfang des 13. Jhd. diesen Namen erhielt er nach dem dem 30-jährigen Krieg. Er diente danach nur noch als Kornspeicher.

- Der 30 m hohe Pariser Turm entstand vermutlich in der 2. Hälfte des 14. Jhd. Und ist bis 1498 Hausmannsturm gewesen. 1659/60 bekam er eine barocke Haube.

- Die im Hof stehende Burgkapelle wurde erbaut im dritten Viertel des 12. Jhd. Vorangegangen war eine kleine Kapelle aus dem 10. Jhd. Die jetzigeBurgkirche ist eine kreuzförmige Kirche mit oktogonalem Vierungsturm.

- Im Korn- und Rüsthaus ist das Museum der Burg seit 1952 untergebracht. Über das Museum kann man den Pariser Turm besteigen.

- Erwähnenswert ist das Fürstenhaus mit der Fürstenstube und dem Fürstenkeller – als Gaststätte.

- Im Pächterwohnhaus ist derzeitig die Musikschule der Stadt Querfurt.

- Westlich hinter der äußeren Ringmauer befindet sich die Burgschäferei mit dem Freiluftmuseum.
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 28.02.2014 | 18:48   Melden
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 28.02.2014 | 19:20   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 28.02.2014 | 19:27   Melden
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Heiko Baumgarten aus Merseburg | 01.03.2014 | 09:24   Melden
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Gottlob Philipps aus Halle (Saale) | 01.03.2014 | 19:56   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 04.03.2014 | 21:46   Melden
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