Minimusical

Die Crew
Ich mag Musicals, wenn ich sie sehe und höre. Besonders den "Fiedler auf dem Dach". Doch etwas anderes ist es Regie in einem Musical zu führen. Erschwerend kommt nocht hinzu, wenn Schüler von drei verschiedenen Bildungseinrichtungen mit spielen und mit singen. Wobei erschwerend nicht das richtige Wort ist. Immerhin war es eine Herausforderung innerhalb einer Woche das komplete Minimusical "Jorinde und Joringel" nach den Gebrüdern Grimm auf die Beine zu stellen. Projektort war die Heinrich-Heine-Sekundarschule, die auch über ein großartiges Tonstudio samt Tontechniker verfügt. Schüler vom Christian-Wolff-Gymnasium, der Helen-Keller- Lebensschule und besagter Sekundarschule nahmen den Vorschlag auf und die Herausforderung an. Die Requisiten entstanden in der Helen-Keller-Schule. So wurde eine Woche gebastelt, geprobt, beraten, wieder und wieder geprobt, ob Chor oder Schauspieler und allmählich begann das Musical und auch die Schüler zu wachsen, manche gar über sich hinaus. Schlussendlich kam es zur Aufführung am Christian-Wolff-Gymnasium und schon war nach 20 Minuten alles vorbei, nur die "farbigenfrohe" Bühne stand nach dem Beifall des Publikums noch da. Eigentlich schade, hatte doch das Musical Potenzial für mehr. Für mich bedeutete es eine jener Bereicherungen, die man einfach nicht mehr missen möchte und auch die Schüler hatten ihren Spaß, gerade weil sie von verschiedensten Bildungsstandards kommen. Und das war jetzt auch das einzige Wort, dass so gar nicht in dieses Projekt passte.
Bildungsstandards! Fast ein Hohn, wo Wärme und Märchen viel mehr passt.
Manche Märchen sind doch mehr Wirklichkeit, als wir glauben, zumindestens an diesem Tag. Aber dank Videotechnik bleibt der Eindruck erhalten und man hat Spuren hinterlassen.

Film:
3
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1 Kommentar
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Ralf Springer aus Aschersleben | 03.04.2016 | 11:20   Melden
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