Mit Worten spielen...

Nicht immer kann man die deutsche Sprache ganz wörtlich nehmen und besonders dann nicht, wenn die Worte vereinbarte Inhalte besitzen, die von der eigentlichen Wortbedeutung abweichen.

Ein "Ladenhüter" ist also nicht immer nur eine Ware, die unbegehrt in den Regalen eines Geschäftsliegen bleibt, sondern das kann mitunter auch - ganz wörtlich genommen - jemanden meinen, der den Laden hütet, vor was auch immer.

Wer der deutschen Sprache mächtig ist, wechselt zwischen solchen Doppelbedeutungen mühelos hin und her, ohne ins sprachliche Abseits zu geraten. Kinder jedoch oder wer Deutsch als Fremdsprache erst noch lernt, muss sich den Sinn und den enthaltenen Witz der Doppelbedeutungen erst erschließen.

Es ist eine lustige Aufgabenstellung, in der Alltagssprache einmal für einen vereinbarten Zeitraum jeden Satz ganz ernst und genau wortwörtlich zu nehmen. Erst da geht uns auf, wie umfangreich sich diese kleinen abweichenden Vereinbarungen in der Umgangssprache etabliert haben.

Wir gebrauchen sie nämlich meistens schon, ohne sie noch als Abweichung zu registrieren.

Ein Ladenhüter


Der Hund liegt in der Eingangstür.
Er liegt bequem und bremst den Lauf,
schon ziemlich lange liegt er hier,
die Ware auch, die für den Kauf.
*
Der Wauzi hütet gut den Laden,
da kommt so leicht nicht einer rein,
nur der Besitzer hat den Schaden,
kein Kunde wird so bei ihm sein.
*
Ein Ladenhüter dieser Sorte
ist für's Geschäft von Übel nur,
ist Missverständnis klarer Worte.
Wir sind dem Lacher auf der Spur.
;-)
*********** MM **************
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Danilo Pockrandt aus Halle (Saale) | 04.09.2016 | 10:05   Melden
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