Mittelalterliches Spektakel im BWG Erlebnishaus

Wenn einer ins Erlebnishaus geht, kann er was erleben. Genau darum schaffte die BWG ein solches in Halle an. Rutschen, spielen, springen, Pommes und Cola sowie zeitungslesende Eltern, die sich entspannen können, natürlich immer mit einem wachsamen Auge auf die Kleinen. Da nun auch noch Ferien sind, hat die BWG eine besondere Woche gezaubert. Zum Beispiel ein mittelalterliches Spektakel am Dienstag, organisiert von der CMF Events & Beratung GbR.

Erasmus von Halberstadt, der schlitzohrige Salzhändler vom Hanse- und Salzfest einigen bekannt, trat mit seinen Mannen an und kämpfte erst mal mit dem Mikrofon. Da er ein rechter Schreihals ist, war das Mikrofon nicht kompatibel und gab ob Erasmus‘ Lautstärke klein bei. Die Truppe Quinta-X-Essentia, Theatergruppe des Hallischen Hansevereins e.V., bot den Kindern kleines Theater und mittelalterliche Spiele. So konnten die Kinder Ketlin die Hansemagd bestaunen, die Erasmus an der Nase herumführte. Nach dem Stück „Die Wette“ wurde kräftig am Tau gezogen, wobei die Mädchen gewannen. Kunststück, schummelten doch der Bürgermeister Bothe (hat 1489 wirklich gelebt!) und Erasmus nach Kräften und zogen mal an einem oder anderen Ende. Die Kinder nahmen es gelassen und mit viel Gelächter, bekam doch jeder ein paar Süßigkeiten. Gleich danach sahen sie wie Erasmus den blauen Drachen besiegte und die Geschichte gewaltig ausschmückte. War doch der vierköpfige Drache in Wirklichkeit eine blaue Schnecke (die es ebenfalls wirklich gibt). Doch nicht nur Erasmus kämpfte, sondern auch die anwesenden Kinder mit Holzschwert und –schild. Das war schon etwas schwierig die Regeln einzuhalten. Ketlin hatte ein kritisches Auge und kürte den Sieger zum Ritter. Natürlich floss kein Blut, sondern eher Schokolade aus dem Mund des Siegers, der in Schokotalern „bezahlt“ wurde.

Schon im nächsten Moment wurde ausgemalt, entweder ein Ritter, eine Prinzessin oder auch beide zusammen. Die besten Bilder stempelte Ketlin die Hansemagd mit einem großen Stempel ab und es gab kleine Sachgeschenke. Als letztes wurde den Kindern die Sage vom „Esel, der auf Rosen geht“ vorgeführt. Allerdings in einer ungewöhnlichen Form, bei dem Erasmus der eigentliche Esel war und von Ketlin, der Hansemagd auf Kreuz bzw. auf Rosen gelegt wurde. So waren drei Stunden schnell um und es gab zum Schluss die Hallische Bemme, ein sättigendes Rezept aus einer Zeit, wo jeder Rest seine Verwertung bedurfte.
Die Leiterin bedankte sich bei der Truppe und zog ein Wiederkommen in Betracht. Ketlin, die Hansemagd, lächelte.

Fotos:
Michael Fleischer
HalleLife (Andy)
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 20.04.2017
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3 Kommentare
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 13.04.2017 | 18:00   Melden
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marlit rendelmann aus Halle (Saale) | 17.04.2017 | 12:51   Melden
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 17.04.2017 | 16:02   Melden
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