ⒽⓂ Im Feuer geboren

Leuchtender Weihnachtsschmuck auf dem Weihnachtsmarkt in Halle

 

Kalte Schönheit mit Weihnachtsschmuck :-)

Dank eines vielseitig einsetzbaren Materials, das aus glutflüssiger Schmelze entsteht und zahlreiche nützliche Eigenschaften in sich vereint, ist es mir nun möglich meinen kleinen Beitrag über Glasfaserkabel ins Netz zu schicken, um über einen wandelbaren Werkstoff berichten zu können, der uns täglich im Leben begleitet. Dieser Werkstoff ist wahrscheinlich genauso so alt wie unsere Erde und der Mensch nennt ihn Glas. Seit vielen hundert Jahren hat diese „ Unterkühlte Flüssigkeit „ als Weihnachtsschmuck den Weg in unzählige Stuben gefunden.

Steine, Felsen, Berge und Kontinente bestehen aus Silizium (Silicium) und die Natur lässt dieses Element immer Verbindungen mit anderen Elementen eingehen, meistens mit Sauerstoff. So entsteht Siliziumdioxid, welches auch Quarz genannt wird. Wird dieser Quarzsand unter großer Hitze geschmolzen, zum Beispiel durch Vulkane oder Blitzeinschläge über sandigen Gebieten, entsteht Glas. Millionen von Jahren, bevor die Autoindustrie Silizium für die Akkus ihrer Elektroautos entdeckte, produzierte die Natur mit Hilfe von Silizium den Werkstoff Glas. Unsere Vorfahren in der Jungsteinzeit nutzten das Glas, um daraus Pfeil- und Speerspitzen zu fertigen.

Im alten Ägypten schmückte man sich schon 3500 v.Chr. mit Glasperlen. Es wird angenommen, dass Glas zufällig beim Brennen von Töpferwaren entstand. Cirka 2000 vor Christus fing der Mensch an, Glas in größeren Mengen zu produzieren. Den Römern gelang später die Verbesserung der Brennöfen, so dass eine gute Glasqualität in Form von dünnwandigem Glas mit einer extravaganten Färbung erzielt wurde.

Im 10. Jahrhundert waren die venezianischen Glaswaren berühmt und begehrt und ihr Besitz das Privileg reicher Leute. Damit die Rezeptur von einem reinen Kristallglas mit unnachahmlichen Glanz geheim gehalten werden konnte, verlegten die Venezianer ihre Glashütten nach Murano und wer die Geheimnisse der Glaskunst verriet, wurde mit dem Tode bestraft. Die Glasmacherkunst gewann immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung und die Meister genossen großes Ansehen. Oft wurden sie sogar in den Adelsstand erhoben. Am Ende des 16. Jahrhunderts arbeiteten zirka 3.000 von den 7.000 Einwohnern Muranos in der Glasindustrie.

Deutsche Glasmacher ließen sich meist in den Waldgebieten der Mittelgebirge nieder. Im Spessart, im Thüringer Wald, im Schwarzwald, im Bayerischen Wald, im Fichtelgebirge, Böhmerwald, Erzgebirge und Riesengebirge. Dort fanden sie auch genügend Brennholz für die Schmelzöfen.

Die Glasbläser aus Thüringen lernten von böhmischen Einwanderern, einen Glaskörper von innen zu versilbern. So zierte im Jahr 1870 zum ersten Mal eine Christbaumkugel den Weihnachtsbaum, den man sonst mit Äpfeln und Nüssen behängte.
Es gibt aber auch noch andere Theorien. Im Thüringer Wald stellten die Glasbläser Halsketten aus wachsgefüllten, kleinen Perlen her, die aber irgendwann aus der Mode gekommen waren. Da sie sich deshalb etwas Neues einfallen lassen mussten, um ihren Lebensunterhalt absichern zu können, schufen sie Glaskugeln in der Größe der üblichen Äpfel als Baumschmuck. Die Produktion siedelte sich um das Glaszentrum Lauscha herum an, welches bis heute noch für seinen Christbaumschmuck berühmt ist. So wird angenommen, dass die Christbaumkugel eine deutsche Erfindung ist.

Es wird aber auch das Jahr 1858 als Geburtsjahr der Christbaumkugel angegeben. Nach einer Dürre und schlechten Ernte in den Nordvogesen, gab es zum Schmücken der Weihnachtsbäume nicht mehr genügend Äpfel. Aus dieser Not heraus fertigten die Glasbläser nun die ersten Glaskugeln als Baumschmuck an.

Die Christbaumkugel übernahm nun die Symbolik des Apfels und stand für das Paradies und Fruchtbarkeit. In Form des Reichsapfels symbolisierte sie Macht. Ein alter Volksglaube besagt:“ Wenn ein Mädchen am ersten Weihnachtsfeiertag in der Tür stehend einen Apfel isst, der nächste vorbeigehende Jüngling ihr Freier ist.“ Die Kugel soll auch noch andere Bedeutungen haben. Ihre perfekte, runde Form steht für Göttlichkeit und Vollkommenheit. Ohne Anfang und Ende steht sie daher auch für die Ewigkeit.


Quelle:

planet-wissen.de/technik/werkstoffe

www.roedentaler.de/geschichte
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