~ Sei ein Engel für einen Tag! ~

Ohne den freiwilligen und ehrenamtlichen Einsatz der Bürger, würden viele Projekte und Bereiche des sozialen und öffentlichen Lebens kaum existieren können.

Ihre Arbeit macht unsere Gesellschaft um ein gewaltiges Stück menschliches 
Miteinander reicher und trägt ganz maßgeblich zur gesunden Entwicklung verschiedenster Lebensbereiche bei. Um für viele Menschen, trotz eines geschrumpften sozialstaatlichen Budgets, die größtmögliche gesellschaftliche Teilhabe absichern zu können, setzen sich tausende von freiwilligen Helfern und ehrenamtlich Tätigen mit großem Engagement ein. Aus diesem Grund gab es am 16. September 2017 in unserer Stadt eine helfende Mitmachaktion. Sie stand unter dem Motto "Sei ein Engel für einen Tag!“

Nach einer Auftaktveranstaltung auf dem Marktplatz fanden sich die unterschiedlichen "Mitmachgruppen" zusammen, um mit den ganztägigen Hilfsaktionen beginnen zu können. Ein Teil dieser freiwilligen Hilfeleistungen war auch das Putzen von ca 240 Stolpersteinen, die bisher an 111 verschiedenen Adressen in unserer Stadt verlegt worden sind. Schon im Jahr 2003 hat sich die Stadt Halle/Saale diesem Projekt angeschlossen.

Die Idee des Kölner Künstlers Gunter Deming stieß auf eine große Resonanz. So gibt es bereits Stolpersteine in mehr als 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Mit seinem Projekt möchte der Künstler erreichen, dass die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und Behinderten durch Deutsche im Nationalsozialismus wach gehalten wird. Der Verein Zeit-Geschichte(n) e.V. wurde in unserer Stadt mit der Gesamtleitung des Projektes beauftragt.

Die Finanzierung der Stolpersteine erfolgt ausschließlich durch Spendengelder, wobei die Kosten für einen Stein bei circa 120 € liegen. Auf einem Messingschild, welches auf Betonguss aufgebracht wird, stehen folgende Worte geschrieben: "Hier wohnte...", dann folgt der Name sowie biografische Daten der Person. Am letzten und selbstgewählten Wohnort dieses Menschen, werden sie dann in den Boden eingelassen.

Messing dunkelt mit der Zeit nach und weil sich die Steine weiterhin von der Farbe des übrigen Straßenpflasters abheben sollen, müssen sie ab und an gereinigt werden. Keine schwere, aber eine umfangreiche und "sportliche" Putzarbeit wartete damit auf die Freiwilligen.

Um den Tag für alle "Engel" mit einer Dankeschönfeier bei Musik und gutem Essen ausklingen zu lassen, trafen sich die fleißigen Helfer am Abend auf der Halleschen Peißnitzinsel.

Quellen für Faktenwissen sind wie immer als Link im Text hinterlegt!
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