ⒽⓂ Was vereint Stonehenge, Santiago de Compostella und Halle-Radewell?

St Wenzel blickt hinüber zum Burgholz, einem kleinen, aber artenreichen Auenwald im Süden von Halle inmitten der Elsterwiesen.


Wer es nun wissen will, muss weiterlesen.


Unsere Stadt Halle untergliedert sich in fünf Stadtbezirke (Nord, Ost, Süd, West und Mitte), die sich wiederum in 43 Stadtteile untergliedern und in einem davon steht eine alte kleine und hübsche Kirche, die mit den genannten überregionalen Kultstätten auf ewig verbandelt, und das älteste erhaltene Gebäude im Stadtteil Radewell ist.

Ammendorf , Osendorf und Radewell durchlebten eine bewegte Geschichte, ihr dörflicher Charakter ist dennoch teilweise erhalten geblieben. Radewell wird 973 erstmals urkundlich als „Rodibile“ erwähnt und gehörte damals zu den bedeutendsten Siedlungen von Halle. Dieses Dorf war um1400 herum das größte im Saalkreis. Denn Viehzucht und Fischerei in der Elsteraue entwickelten sich zu einem einträglichen Geschäft. Außerdem führte durch Radewell und Osendorf im Mittelalter eine der wichtigsten halleschen Salzstraßen, die nach Kursachsen und über Zeitz, Gera bis nach Nürnberg und Regensburg weiterführte.

Schon im 12. Jahrhundert errichtete man in Radewell eine hölzerne Kirche als Zugeständnis an die slawische Bevölkerung und die regional gewachsenen slawischen Struktur, ein Ergebnis der Ostexpansion und der Christianisierung. Das Einzugsgebiet der Urgemeinde reichte von Wörmlitz bis Lochau und Wesenitz. Es ist möglich, dass der heutige Kirchenbau ein Nachfolger des damaligen Kirchenbaues ist, der mit seiner hölzernen Balkendecke der Dieskauer Kirche sehr ähnelt. Aber eines hat St Wenzel der Kirche in Dieskau voraus: Sie befindet sich im südlichen Teil an einer der Sternstraßen! Was sind Sternstraßen, werden nun einige Leser sich fragen.

Wer es wissen will, muss weiterlesen

Heraus gefunden hat es Professor Heinz Kaminski. Seine Forschungen belegen, dass überregionale Kultstätten wie z.B. Stonehenge und Santiago de Compostella durch West/Ost und Nord/Süd Linien verbunden sind, den sogenannten Sternstraßen die auch als Pilgerstraßen bezeichnet werden. Der Professor - Leiter der Bochumer Sternwarte - beschäftigte sich am Institut für Umwelt- und Zukunftsforschung auch mit dem frühgeschichtlichen Kultraum in Deutschland und Europa.

Die Tatsache, dass sich im Mauerwerk der Südwand von St Wenzel eine Muschel befindet, lässt auch nach Auskunft der Franziskanermönche aus Halle darauf schließen, dass St Wenzel am alten christlichen Pilgerweg des Mittelalters nach Santiago de Compostella liegt. Das dortige Jakobusgrab war/ist das beliebteste Ziel von Wallfahrern. Als einer der zwölf Jünger Jesu wurde Jakob der ältere als Heiliger der Wallfahrer verehrt und in Reisekleidung, Pilgerhut und Jakobsmuschel dargestellt.

So, ich bin dann mal weg… Möchte aber noch erwähnen, hätte Hape Kerkeling das alles gewusst, dann wäre St. Wenzel sicher ein Filmstar geworden!

Gelesen und schlau[gemeiert] auf den Ammendorfer Heimatseiten und auf der Halle Seite "Halle (Saale) Händelstadt" von Monika Habermann
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 08.12.2016 | 12:20   Melden
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Yvonne Rollert aus Halle (Saale) | 08.12.2016 | 14:42   Melden
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Monika Habermann aus Halle (Saale) | 08.12.2016 | 16:35   Melden
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Dieter Gantz aus Querfurt | 08.12.2016 | 19:11   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 08.12.2016 | 19:28   Melden
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Monika Habermann aus Halle (Saale) | 08.12.2016 | 19:45   Melden
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