Armenische Austausch-Schüler an der Reilschule auf Luthers Spuren

Eine Darstellung der Thesen Martin Luthers durch die Schüler
Halle (Saale): Reilschule | Seit 2009 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Sekundarschule „Johann Christian Reil“ in Halle und der Mittelschule in Sardarapat/Armenien. Durch die Förderung des Landes Sachsen-Anhalt war es in den vergangenen Jahren möglich, im Wechsel Delegationen auszutauschen. Nachdem im vergangenen Schuljahr eine Abordnung der Reilschule in Armenien geweilt hatte, kamen diesmal neun Schüler unter Leitung ihrer Deutschlehrerin Goran Amirjanyan nach Halle. Die Gäste aus Armenien nahmen am Schulleben teil und arbeiteten zusammen mit deutschen Schülern an einem Projekt zum 500.Jahrestag der Reformation. Exkursionen führten sie nach Wittenberg und auf die Wartburg, aber auch durch die Altstadt von Halle (Saale).Während einer Stadtführung auf den Spuren Martin Luthers zeigte ihnen Hans-Joachim Kress die wichtigsten Stätten, die in der Saalestadt an den Reformator erinnern.

Das Projekt zum Reformationsjubiläum wurde von Jasmin Koroll und Cornelia Arnold geleitet. Sie bildeten vier Gruppen, bestehend aus deutschen und armenischen Schülern. Diese befassten sich mit historischen Ereignissen jener Zeit und stellten aktuelle Bezüge her.

Während sich die erste Gruppe mittels einer Talkshow mit dem Leben Martin Luthers befasste, wurde durch die Schüler der zweiten Gruppe in einem Rollenspiel Luthers Bekehrungserlebnis dargestellt. Die Schüler der dritten Gruppe setzten sich mit Luthers Thesen auseinander, und die vierte Gruppe versuchte, daraus 20 Thesen zum Leben in der Gegenwart abzuleiten.

Die Ergebnisse der Projektarbeit wurden am Mittwoch auf einer abschließenden Präsentation vor Eltern, Schülern, Lehrern und Gästen in der Reilschule vorgestellt.

Der Aufenthalt in der Saalestadt war wieder ein Erlebnis für alle Beteiligten.

Die Grundlage dafür hatten die Mitglieder der Steuergruppe „Europa“ an der Reilschule gelegt, die für die Planung und Organisation des Austausches verantwortlich waren. Daran haben aber auch die Gastfamilien großen Anteil, bei denen die armenischen Schüler wohnten sowie die Pädagogen, die das Projekt begleiteten und die Schüler betreuten. Nicht zuletzt ist auch den Pädagogen zu danken, die Vertretungen übernahmen, um den reibungslosen Ablauf des Schüleraustausches zu gewährleisten.


Manfred Drobny

Fotos: M. Drobny
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