Armenische Austausch-Schüler an der Reilschule

Die armenische Delegation an der Reilschule. Die Deutsch-Lehrerin Gohar Amirjanyan 2.v.on links. Im Hintergrund der Projektkoordinator Jörg Piontek.
Halle (Saale): Reilschule | Seit dem Jahre 2009 gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen der Sekundarschule „Johann Christian Reil“ in Halle und der Mittelschule in Sardarapat/ Armenien. Gefördert vom Land Sachsen-Anhalt war es in den vergangenen Jahren möglich, im Wechsel Schülerdelegationen auszutauschen, um das jeweils andere Land kennenzulernen. Nachdem im vergangenen Schuljahr eine Abordnung der Reilschule in Armenien geweilt hatte, war diesmal eine Delegation unter Leitung der Deutschlehrerin Goran Amirjanyan für 10 Tage in Halle. Untergebracht in Gastfamilien beteiligten sich die Schüler und Lehrer aus Sardarapat am Schulleben, besuchten die armenische Gemeinde in Halle, fuhren mit der Hallunken- Schunkel durch die Saalestadt, besichtigten das Halloren- und Salinemuseum. Exkursionen führten sie u.a. auch nach Leipzig und in den Harz. Dort stand der Besuch der UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg, insbesondere dem Schlossberg mit der tausendjährigen Stiftskirche, im Mittelpunkt.

Am Freitagnachmittag fand die abschließende Projektpräsentation in der Reilschule vor Eltern, Schülern , Lehrern sowie Gästen der armenischen Gemeinde statt. Die Deutschlehrerin aus Sardarapat, die schon mehrfach in Halle zu Gast war, dankte den Eltern und Lehrern für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit und die interessanten Tage in Deutschland. Anschließend präsentierten die armenischen Schüler teilweise sehr emotional vorgetragene Lieder und Texte. Diese befassten sich mit der Geschichte ihres Landes, dem Genozid am armenischen Volk vor 100 Jahren sowie der Frage, in welchen Ländern heute Armenier leben. Fotos und Videos vermittelten noch einmal die schönsten Momente der vergangenen Tage.
Nach der Präsentation zog es die Anwesenden zu einem kleinen Konzert der Schülerband der Reilschule im Schulhaus. Insbesondere der Song „Über sieben Brücken musst du gehn“ fand großen Anklang. Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Grillabend.

Dass der Aufenthalt in der Saalestadt wieder ein großer Erfolg war, ist den Eltern , Schülern und Lehrern der Reilschule zu verdanken, die sich als Gastfamilien und bei der Unterstützung von Projekten zur Verfügung gestellt hatten - und vor allem dem Organisationstalent von Jörg Piontek, dem die Projektkoordination seitens der Schule oblag.


Manfred Drobny
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