Asylpolitik, Pestizide und Herbststimmung - das war die Woche der Bürgerreporter

Nachdem hier Sprühgeräte zum Einsatz kamen, ist das Gras abgestorben. Foto: Mallack
 
Zum ersten Sangerhauser Wandertag ging es zur Schachthalde. Foto: Kaps
 
Gabriele Degen hat sich mit dem Bahn-Bau-Maulwurf ablichten lassen.

Immer mehr Menschen suchen Zuflucht an einem sicheren Ort. Während immer mehr Flüchtlinge in unseren Regionen eintreffen, wird die Asylpolitik und Willkommenskultur in Deutschland auch hier im Forum diskutiert. Diese und andere Themen haben die Bürgerreporter in der vergangenen Woche beschäftigt. An dieser Stelle folgt wieder unsere Zusammenfassung zum Wochenbeginn.



Mehr als 2000 Leser an einem Tag hat Tilo Bach erreicht. Seinen Beitrag musste die Redaktion jedoch zur Bearbeitung zurückgeben. An dieser Stelle fällt deshalb der Link zum Original weg. Dafür weisen wir noch einmal auf unsere Nettiquette hin:

Gern können Sie über die Flüchtlingssituation berichten. Allerdings lehnen wir als Mitteldeutsche Zeitung tendenziöse und polarisierende Berichterstattung ab. Wir verantworten den Inhalt dieses Forums und stellen Beiträge, in denen unwahre Behauptungen oder Vermutungen veröffentlicht werden zurück. Fehlen Quellen oder Beweise werden Texte zur Bearbeitung zurückgegeben. Wir behalten uns vor, Nutzer zu sperren, die aufhetzen oder wiederholt tendenziös berichten oder Stammtischparolen veröffentlichen.

Um Pestizide ging es Andy Mallack aus Sangerhausen. Der Bürgerreporter hatte beobachtet, wie auf einer Grünfläche mit einem Sprühgerät gearbeitet wurde. Eine Woche später stellte er fest, "dass das Gras abgestorben ist. Somit wurde ein Mittel verwendet, das Gras vernichtet", schreibt Mallack. Er sorgt sich um die Gesundheit von Mensch und Tier und würde gern wissen, welches Mittel verwendet wurde. "Ebenso wurde das Schnittholz einfach an Ort und Stelle verbrannt.
Das Brandfeld wurde auch nicht richtig abgelöscht. Es wird für uns Bürger ein Rätsel bleiben." Mit 422 Aufrufen ist dieser Text der zweitmeistgelesene Beitrag der vergangenen Woche.

Auf Platz drei steht der Text von Christian Reinboth aus Wernigerode. Auch in diesem Beitrag geht es um Asylpolitik. Der Bürgerreporter hat die Bürgerversammlung zur Flüchtlingshilfe und Integration in Wernigerode besucht. Hier haben sich "am Abend des 7. Oktobers zur Gründung eines Netzwerks für die Unterstützung und Integration von Flüchtlingen im Ratssaal" knapp hundert Leute versammelt, wie Reinboth schreibt. Mit 332 Lesern fällt dieser Bericht auf Platz 3 der meistgelesenen Beiträge.

Schuften bis zum Umfallen


Mit steigendem Renteneinstiegsalter wird die Wahl eines Berufs immer wichtiger. Denn, wer gern mal bis zum "Umfallen schuften will", der muss auch Spaß an der Sache haben. Deshalb hat es in Höhnstedt eine Berufsmesse gegeben. Peter Franz berichtet über diese Chance im ländlichen Raum. "Die Initiative dazu ging von örtlichen Handwerkern und der Zappendorfer Bürgermeisterin Ina Zimmermann aus", schreibt Franz.

Ebenfalls gute Nachrichten für Kleingartenvereine kommen aus Halle. Klaus Tondera berichtet, wie leerstehende Parzellen einer neuen Nutzung zugeführt werden können: In Halle hat ein Kleingartenverein an einen Imker verpachtet. "Der Vorteil für die Gartenfreunde und auch für den Imker ist, dass es in Kleingärten keine Monokulturen gibt. Viele unserer Kulturpflanzen und eine unüberschaubare Anzahl wild vorkommender Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Honigbienen angewiesen. Zugleich sind in unserer Gegend günstige Voraussetzungen für die Bienenhaltung gegeben", schreibt Tondera.

Die Organe einer Hundertjährigen

Dass Organspende in unserer Zeit ein wichtiges und ernstes Thema ist, findet auch Günter Proske aus Salzmünde. Er berichtet von einer Einladung der Krankenkasse, sich einen Organspendeausweis auszustellen. "kleine Denkanstöße und Erinnerungen können durchaus nützlich sein. Sie können aber auch absolut schief gehen", schreibt Proske, denn die besagte Einladung der Krankenkasse ging an die Mutter der Bürgerreporters. Die erhielt zu ihrem 100. Geburtstag einen besonderen Brief: "Liebe Frau P. bitte nehmen sie sich doch ein paar Minuten Zeit, um über das Thema Organspende nachzudenken ...", hieß es darin.

Kühle Jahreszeiten

Einen Ausblick auf die kalte Jahreszeit schickte in dieser ersten Nacht der Woche nicht nur Väterchen Frost. Steve Franke berichtet vom Modellbauclub Braunsbedra, wo derzeit eine neue Winteranlage aufgebaut wird. "Schaut man sich weiter in den Vereinsräumen in der Braunsbedraer Goethestraße um, gibt es noch so viele Sachen zu entdecken. Angefangen von der großen Gartenbahnanlage, welche im Moment ein neues Gewand für die jährlichen Ausstellungen in Magdeburg (05. -07.11.2015) und Merseburg (06. – 14.12.2015) bekommt, über die dem Ort Eibenstock nachempfundene Anlage bis hin zu weiteren, staubsicher eingelagerten Anlagen", schreibt Franke. Übrigens werden hier auch noch Mitstreiter gesucht.

Die Schönheit des Herbstes wird hier im Forum auf verschiedenen Bildern deutlich. Matthias Günther hat den Herbst in Halle und Umgebung festgehalten. Tom Musche zeigt Bilder aus der Natur.

Geburtstagskind

Über den Geburtstag des halleschen Hauptbahnhofes berichtet Gabriele Degen. "Das Fest zum 125.Jubiläum des halleschen Hauptbahnhofs stand am Samstag ganz im Zeichen eines Tages für Kinder. Kinder von heute sind die Passagiere von morgen und diese kann man nicht früh genug von den Vorzügen einer Bahnreise überzeugen", schreibt Degen. Außerdem gab es Sonderstempel und jeder Gast konnte sich mit dem Bahn-Bau-Maulwurf fotografieren lassen.

Die Deutsche Bahn selbst hatte zu Testfahrten eingeladen. Ein Bürgerreporter ist dem Aufruf gefolgt. Auf den Bericht sind wir hier schon gespannt.

Aus den Vereinen ...


... kommen unter anderem Berichte von einer Wanderung zur Moltkewarte und Sangerhäuser Schachthalte. Gerhard Kaps aus Sangerhausen schreibt über den ersten Sangerhäuser Wandertag für den drei Strecken zur Wahl standen. Sieben, 19 und 30 Kilometer konnten zurückgelegt werden. Für alle Teilnehmer gab es auch Urkunden.

An der Havelregatta nahmen die Weißenfelser Ruderer teil. Katja Züger berichtet vom Wassersport zur Buga. "Die Regattastrecke lag direkt unter dem Dom auf der Havel. Ein toller Anblick und dazu Sonnenschein, was brauchen wir mehr", schreibt die Weißenfelserin.

Aus Aschersleben berichtet Manuela Rockmann von einem ganz besonderen Ausflug der Sternenfreunde: Sie haben zum Tag der Deutschen Einheit ihre Partner im Westen der Republik besucht.

Damit allen Bürgerreporter herzlichen Dank für Ihre vielen Berichte - auch denen, die hier in den Wochenberichten nicht erwähnt werden.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche und bin gespannt auf kommende Beiträge.
Kathleen Bendick
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