BI Umbau Knoten Rosengarten informiert

Stadtrat entscheidet sich für Vierspurigkeit in Merseburger Straße


Der Stadtrat hat am Mittwoch, dem 30.04.2014 mit den Stimmen der CDU, SPD und FDP beschlossen, dass die Merseburger Straße auch nach Neubau der Brücke Rosengarten vierspurig bleiben soll. Jetzt ist die Stadtverwaltung gefordert, diesen Beschluss der Deutschen Bahn AG zeitnah mitzuteilen, damit die Bahn ihre Planungen für einen erweiterten Neubau unverzüglich aufnehmen kann.
Damit wird die Grundlage gelegt, dass die Stadt Halle auch in Zukunft ein leistungsfähiges Straßennetz mit optimalen Entwicklungschancen vorweisen kann.

Deutsche Bahn AG investiert Millionen in Brückenneubau


Die Deutsche Bahn AG hat in einer Zusammenkunft am 14.04.2014 mit den Anwohnern deutlich gemacht, dass der geplante Neubau eine Bestandskraft für die kommenden 80-100 Jahre haben wird. Zugleich wurde erklärt, dass die beiden anderen Brücken in den 70 er Jahren bei ihrer Erneuerung bereits breiter angelegt wurden, um ein gleichberechtigtes Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer- ÖPNV, Kfz., Radfahrer und Fußgänger- zu gewährleisten.
Diese Weitsichtigkeit wollte nun die Stadtverwaltung dem Halleschen Todschlagargument- Wir haben nie Geld- opfern. Unterstützt wurde sie dabei von den Stadtratsfraktionen der Grünen, Die Linke und Teile der Mitbürger.
Dabei wurden Gründe angeführt, die wir als Bürgerinitiative zum großen Teil widerlegen konnten:

Stadtverwaltung will Einspurigkeit durchsetzen


Von der Verwaltung wurden Zahlen angeführt, die belegen sollen, dass sich in der Merseburger Straße die Verkehrszahlen seit 1996 halbiert hätten. Auf Nachfrage wurde deutlich, dass lediglich im Jahr 2013 an einem Tag gezählt wurde. Dies sollte nun die Grundlage für eine Entscheidung für die nächsten 50 Jahre herhalten. Um diese Zahlen für uns zu bekräftigen, führte die Stadtverwaltung am 08.04.2014 eine erneute Zählung an der Bunastraße durch- zugleich war an diesem Tag die Merseburger Straße stadteinwärts voll gesperrt.
Dann wird immer wieder angeführt, dass die Osttangente einmal die Merseburger Straße spürbar entlasten wird. Auch das bezweifeln wir stark, denn wer nach Halle oder Halle-Neustadt will, wird wohl kaum Halle so umfahren. Und weiß schon jemand, wann das Jahrhundertbauwerk wirklich fertig wird?
Was scheinbar immer hilft, um anstehende Entscheidungen in einer bestimmten Richtung zu beeinflussen, sind hohe Zahlen zu den zu erwartenden Kosten. Von vielen Millionen ist die Rede, die die Stadt natürlich nicht hat. Jede Woche in der seit Anfang des Jahres laufenden Auseinandersetzung mit der Stadtverwaltung wurden es immer mehr Millionen. Nicht erwähnt wurde, dass die anstehenden Kosten durch einige Fördertöpfe (EntflechtG, Stadtbahnprogramm, Schnittstellenprogramm des Landes) auf ein Minimum reduzierbar sind. So bezifferte der Baudezernent am 11.02.2014 in einer Stellungnahme auf eine Anfrage der SPD € die Eigenkosten der Stadt auf 0,5 Millionen .

Grüne wollen keine "Schnellstraße"



Im letzten Amtsblatt war dann von den Grünen zu lesen, eine einspurige Merseburger Straße würde zu weniger Lärm und Schadstoffen führen. Genau das Gegenteil wird eintreten, wenn die Bundesstraße 91 als Nord-Süd-Verbindung zurück gebaut wird. Heute schon ist in diesem Abschnitt durch Staus, Anfahren-Anhalten-Anfahren bei der roten Ampelwelle (15 Ampelanlagen plus 10 Straßenbahnampeln zwischen Ammendorf und Riebeckplatz) und den ständigen Behinderungen beim Be- und Entladen der ansässigen Betriebe und Autohäuser sowie einem Tempolimit von 50 KM/H kein Schnellstraßencharakter gegeben.
Aber ein Vertreter der Grünen hat es in der Stadtratssitzung auf den Punkt gebracht: man wolle endlich das Autofahren in Halle unattraktiv machen. In die Stadt geht es zukünftig nur noch mit dem Rad oder der Straßenbahn.
Und eine einspurige Merseburger würde die Ansiedlung von Betrieben und Kleingewerbe befördern. Wir haben nicht umsonst in unserer Bürgerinitiative Mitglieder der heute ansässigen Betriebe, die dann um ihre Existenz fürchten.

Halles Straßen bald auf Kleinstadtniveau?


Wir verfolgen schon seit längerem die zum Teil schon umgesetzte Strategie, dass alle größeren Straßen auf Einspurigkeit minimiert werden. Neben der Merseburger ist auch schon der Südstadtring in den Fokus der Stadtplaner geraten.

Die Folgen für die Kommunalwahl



Wir aber, die Anwohnerinnen und Anwohner, organisiert in der Bürgerinitiative Umbau Knoten Rosengarten, werden uns auch weiterhin erfolgreich wehren und dafür kämpfen, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt nebeneinander existieren können. Wir wollen verhindern, dass Halle auf Kleinstadtniveau zurück fällt und unsere Straßen immer enger werden. Dies werden wir am 25. Mai bei der Kommunalwahl auch mit unserer Stimmenabgabe untermauern.
Unterstützt wurden wir von den Fraktionen der CDU, SPD und FDP, dem Landtagsabgeordneten Herrn Keindorf und dem Siedlerbund Rosengarten.

Wenn auch Sie uns unterstützen wollen, dann melden Sie sich bei der

Bürgerinitiative Umbau Knoten Rosengarten

E-Mail-Adresse: bi.rosengarten2014@gmail.com


Wir sind uns bewusst, dass es noch weiterer Anstrengungen bedarf, ehe der Beschluss des Stadtrates auch durch die Verwaltung der Stadt Halle umgesetzt ist.
Aber wir sind optimistisch, dass es uns mit Ihrer Hilfe und Unterstützung gelingen wird.
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1 Kommentar
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Hans-Joachim Berkes aus Halle (Saale) | 02.05.2014 | 21:19   Melden
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