Birgit Neumann neue Stasi-Beauftragte - DDR-Opfer-Hilfe-Chef Ronald Lässig gratuliert

Birgit Neumann-Becker wurde heute zur neuen Stasi-Landesbeauftragten in Sachsen-Anhalt ernannt. Ronald Lässig, Vorsitzender der DDR-Opfer-Hilfe, wünschte der Theologin eine glückliche Hand. (Foto: Foto: Kirchenkreis Merseburg)
Magdeburg - Die Theologin Birgit Neumann-Becker ist neue Stasi-Landesbeauftragte in Sachsen-Anhalt. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) überreichte ihr heute die Ernennungsurkunde. Die vom Landtag mit Zwei-Drittel-Mehrheit gewählte Theologin war als evangelische Kreisschulpfarrerin im Kreis Merseburg tätig. Das Parlament hatte sich bereits im Juli vergangenen Jahres für sie entschieden. Doch Neumann-Becker konnte das Amt nicht antreten. Bodo Walther aus Weißenfels wollte auch gern Landesbeauftragter werden, aber seine Bewerbung wurde abgelehnt. Walther klagte und verlor. Daraufhin zog er vor das Bundesverfassungsgericht, das seine Beschwerde jedoch nichtmal zur Entscheidung annahm. Walther kündigte an, sich nun an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu wenden. Das beeindruckte die Verantwortlichen in Magdeburg offenbar nicht. Sie führten Birgit Neumann-Becker heute feierlich in der Staatskanzlei in ihr Amt ein, das sie fünf Jahre bekleiden wird. Ronald Lässig, Vorsitzender des DDR-Opfer-Hilfe e.V., gratulierte und wünschte der Theologin für die Aufgabe eine glückliche Hand. Sachsen-Anhalt hatte seit 2010 keinen Stasi-Beauftragten. Amtsinhaber Gerhard Ruden wurde entlassen, nachdem er eingestanden hatte, 1968 einen Freund bei der Stasi angeschwärzt zu haben.
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