Brände, Obdachlose und schlechte Patientenversorgung - das war die Woche der MZ-Bürgerreporter

Udo Müller hat den Großbrand in der Brauerei festgehalten.
 
Verkehrtherum: Brunhilde Wielsch fragt sich, was man sich beim Aufstellen dieser Bank wohl gedacht habe.
 
Steckengeblieben im Schlamm: Marko Kruppe berichtet, wie schwierig es ist, mit den Uralmotorrädern voranzukommen.

Halles Brauerei ist den Flammen zum Opfer gefallen - ein Schrecken, der nicht nur die Hallenser beschäftigt hat. Dieses und andere Themen haben die Bürgerreporter in der vergangenen Woche bewegt. An dieser Stelle folgt wieder unsere Zusammenfassung der wichtigsten Beiträge.



Mehr als 200 Artikel haben die Bürgerreporter in der vergangenen Woche verfasst. Dabei interessierten vor allem die Blaulichtmeldungen die Leser des Forums.

Udo Müller berichtete über den Großeinsatz der Feuerwehr in Halle, die versuchte, das Schlimmste zu verhindern. "In den Abendstunden des 15.Juni gegen 21:30 Uhr war zunächst eine dicke Rauchsäule in der Nähe eines Supermarkts zu sehen. Auf dem Gelände der alten Brauerei lodern aus dem Gebäude an der Glauchaerstraße die Flammen lichterloh", schrieb Müller. Sein Beitrag ist der meistgelesene Artikel in dieser Woche.

Auch der Artikel auf Platz 2 der meistgelesenen Beiträge beschäftigt sich mit der Arbeit der Feuerwehr. In Bitterfeld ist ein Mann bei einem Unfall in sein Fahrzeug eingeklemmt worden. Patrick Quilitzsch schreibt über den schweren Verkehrsunfall mit einem Betonmischfahrzeug. "Durch die Kameraden wurde die Löschbereitschaft hergestellt, die Einsatzstellenabsicherung vorgenommen, mit dem Abklemmen der Batterie die Bordspannung deaktiviert und ausgelaufene Betriebsstoffe gebunden", schreibt Quilitzsch. Die Straße wurde gesperrt, der Verkehr umgeleitet.

Mehrere Stunden war auch die Feuerwehr bei Löberitz im Einsatz. Hier beschäftigte ein brennender Baum die Kameraden. "Feuerwehren aus Zörbig, Löberitz, Wadendorf und Salzfurtkapelle wurden alarmiert. Aufgrund der Ausmaße des Brandes und der Wasserknappheit wurde durch die Ortsfeuerwehr Zörbig ein Pendelverkehr zum Wasser holen eingerichtet. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden", schreibt Musche.

Aufreger

Lachen oder Weinen? Brunhilde Wielsch kann sich hier noch nicht entscheiden. Direkt am Süßen See wurde eine Bank aufgestellt. Eigentlich positiv, in einem Naherholungsgebiet. Doch statt Seeblick bleibt hier nur die Aussicht auf einen Fahrradständer. Verkehrtherum steht die Bank. "Was hat man sich hier nur gedacht ? Mit dem wunderschönen See im Rücken schau ich auf einen Hang", schreibt Wielsch.

Eine Diskussion um Obdachlose in Halle hat Yvonne Rollert mit ihrem Beitrag ausgelöst. "In einer Zeit, wo ständig über Menschenwürde geredet wird, wo ist die Würde und Unterstützung von Obdachlosen in Halle", fragt Rollert und schildert ihre Beobachtungen. Schon morgens sind sie unterwegs, um "in Abfallbehältern nach leeren Flaschen zu suchen". Dabei hat die Hallenserin auch Rentner schon beobachtet.

Um das Arzt-Patienten-Verhältnis geht es Kornelia Lück. Sie hatte erlebt, dass eine Praxis per Fax nicht mehr erreichbar war und eine andere Praxis umgezogen war, so dass sie diese zunächst nicht finden konnte. "Die medizinische und qualitative Patientenversorgung innerhalb des Burgenlandkreises bedarf aus meiner Sicht einer genaueren Überprüfung- Es sei denn, die Menschen sind hier weiterhin mit dieser schlechten Versorgung zufrieden. Ich vermisse öffentliche Beiträge zu diesem Thema. Aber vielleicht traut sich mit Beschwerden und Klagen nicht in die Öffentlichkeit zu gehen", schreibt Lück.


Auch aus weiter Ferne kommen keine guten Neuigkeiten. Die halleschen Motorradfahrer haben Mühe, auf ihrer Welreise zügig voranzukommen. Marko Kruppe berichtet über die Uralmotorräder und ihre Fahrer. "Fünfzehn Polizeikontrollen passiert die Crew auf dem Weg ins Unwegsame", schreibt Kruppe. Auch das fehlende Navigationssystem bereitet Probleme, weil auf den analogen Karten oft nicht ersichtlich wird, ob es nun eine Straße oder nur ein Sandweg ist. Schließlich, so ist zu lesen, bleibt ein Motorrad sogar mitten in einer Schlammpfütze liegen. Irgendwie geht es immer weiter. Unterwegs retten die Künstler sogar einen ausgesetzten Hundewelpen. Doch dann kommt der Moment, als eine Maschine mitten auf einer Straße liegenbleibt, auf der gerade eine große Militärparade probt. "Die militärische Generalprobe für den neunten, der bekannter Maßen in Russland der große Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus ist und als solcher noch größer zelebriert wird, steht. Panzer, Raketen beladene Lkws, alles aufgehalten von einer deutschen und ihrem russischen Motorrad", schreibt Kruppe, der natürlich auch verrät, wie das Abenteuer ausgeht. Immerhin haben die Abenteurer inzwischen Kasachstan erreicht.

Gute Nachrichten

Über ein erfolgreiches Reit- und Springturnier berichtet Steve Franke aus Weißenfels. "Zum 38. Reit- und Springturnier in Löbnitz konnte sich Carolin Winther (Spergau) mit ihrem Pferd Crazy Cora mit einem Nullfehlerritt in einer Springprüfung der Klasse L den 11. Platz sichern. Mit ihrem zweiten Pferd Question of Time konnte sie ebenfalls eine Nullrunde im M Springen hinlegen", schreibt Franke. Und er macht gleichzeitig auf die Ergebnisse aus Würchwitz aufmerksam.

Gina Lützler vom Gymnasium Jessen stellt das Comenius-Projekt vor. Hier waren Schüler zu einem Austausch vor zwei Jahren in den Niederlanden. Nun waren die damaligen Gastgeber nach Jessen gereist. "Wochenlang planten wir alles - Ratespiele, Tagesabläufe und Freizeitaktivitäten, damit sie eine genauso schöne Woche haben werden wie wir bei ihnen hatten", schreit Lützler. Dann war es so weit. Die Gäste waren da. Nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten flossen am Ende beim Abschied sogar tränen, so nah war man sich gekommen. "Doch ich sehe der Sache mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach. Vielleicht ist das Projekt vorbei, doch damit noch lange nicht der Kontakt zu den Schülern. Die Nummern sind ausgetauscht und schon längst wurde über WhatsApp geschrieben. Die wunderbaren Menschen die ich im Rahmen dieses Projektes kennenlernen durfte, werden mich hoffentlich noch lange Zeit begleiten", so Lützler.

"So ein Fest hat Wolfen-Nord verdient", schreibt Michael Hesselbarth, der begeistert ist, wie vor Ort das Jubiläum gefeiert wurde. 55 Jahre wurde der Stadtteil in der vergangenen Woche alt. "Das Fest, welches vom Ur-Wolfen-Nordler Stefan Merkel und vielen fleißigen Helfern organisiert worden ist, war ein gelungener Erfolg. Es gab leckere Grillsachen und für die Kinder jede Menge Unterhaltung", schreibt Hesselbarth. Dazu gibt es eine Bildergalerie.

Nennenswertes in Kürze

In Rotta gibt es den ersten zertifizierten Naturgarten der Aktion „Natur im Garten“. Carsten Passin stellt die Aktion aus Niederösterreich vor, die von der gARTenakademie Sachsen-Anhalt e.V. nun auch in unserem Bundesland umgesetzt wird. Es ist der erste zertifizierte Garten im Landkreis Wittenberg.

Von Moskau nach Paris fahren wieder Züge durch. Ihr Weg führt auch durch das Saaletal. "Immer sonntags und montags früh wird der neue Nachtzug aus Erfurt kommend in Richtung Berlin zu sehen sein", schreibt Wolfgang Krolop.

Das letzte Wort ...

... gehört in dieser Woche der Redaktion. An dieser Stelle möchten wir zwei Bitten loswerden. Zum einen wäre toll, wenn persönliche und privat Grüße auch solche bleiben würden. Wir sind eine Community - aber für Berichte aus der Nachbarschaft, aus Vereinen, aus den Ortschaften. Private Anschreiben sollen auch privat bleiben. So bitten wir alle, wenn Sie jemanden grüßen wollen, sich in den Urlaub verabschieben oder jemanden um eine Antwort bitten: Nutzen Sie das Mailsystem. Wir sind kein Tagebuchforum. Solche Mitteilungen gehören nicht hier her.
Wir behalten uns vor, künftig private Grußtexte einfach zu löschen.

Zum anderen an dieser Stelle noch einmal der Hinweis zur Erscheinungsweise: Niemand braucht seinen Artikel mehrfach anlegen, um an mehreren Orten zu erscheinen. Alle Beiträge werden innerhalb von ein bis zwei Werktagen von der Redaktion gelesen und in alle Orte der entsprechenden Lokalredaktionen veröffentlicht. Zusätzliche Beiträge werden deshalb ebenfalls gelöscht.

Damit wieder allen vielen Dank für Ihre Beiträge.
Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung.
Mit besten Grüßen
Kathleen Bendick
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