Das "besondere" Schulfest an der Sekundarschule Heinrich Heine

Wer hat schon eine Bühne?
 
Hüpfburg
Donnerstag, 19.05.2016, ab 14:00 Uhr, blau blaut der Himmel... Ein normaler Tag. Ach tatsächlich, ein normaler? Was wäre, wenn Lehrer auf dem Schulhof auf einer Kehrmaschine ihre Runden drehen, die Chefin der Schule mit einer pinken Perücke posiert, eine Feuerwehr mit Sirene sich lautstark hören lässt und die Polizei Schüler in schweren Sicherheitsanzüge steckt? Was gerade nach einer crazy Fantasie klingt und unmöglich erscheint, ist schlichtweg ein crazy Schulfest. Und das war mehr als gut besucht. Wer den Besuchern dann noch zuhörte, hat in den allermeisten Fällen auch nur Gutes zu hören bekommen. Einige Ignoranten fallen da wenig ins Gewicht. Für das Gewicht wurde auch einiges geboten in Form von leckeren Steacks, Roastbratwürsten und selbstgebackenen Kuchen. In einer Ecke drang Motorenlärm, wo Mopeds laut knatternd einen großen Ball übers Pflaster schoben. Etwas weiter hüpfte das Herz mitsamt Kind in der Hüpfburg. Die Eisbude in der Nähe kam ins Schwitzen, weil der Andrang groß und die Wärme enorm war. In einer schattigen Ecke stand dann auch der Crazy Fotostand, der mit seinem Equipment besagte Perücke auf den Kopf der Schulleiterein zauberte. Die nahm es gelassen, war doch der Tag mehr als rund , was ihr auch ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zauberte.
Es wurde so viel von Schülern und Lehreren für Schüler und Lehrer geboten, das man doch ein wenig ins Staunen kam. Schule einmal anders. Schule als Reflexion ihres Könnens. Und gekonnt wurde einiges, ob es der Zirkus war oder die Musikgruppen auf der Bühne. Das war dann auch das absolute HIghlight. Es wurde nach allen Regeln der Kunst gecovert, gerappt, gesungen über Leidenschaft, Liebe und Lebenslust. Natürlich gebührt allen Lehrern der volle Respekt, haben sie sich doch beim Fußballspiel, Eierlaufen, Malstrasse, Glücksrad, Seilziehen, Töpfern nicht nur ihre Brötchen verdient, sondern vielfach ihren Spaß gehabt. So manch altes Gesicht, in die Jahre gekommen, mit Kind und Kegel, entpuppte sich als ehemaliger Schüler. Diesmal mit staunendem Gesicht: "Das könnt ihr auch?" Einen besonderen Part hatte der Musiklehrer der Schule, Herr Hinze, der die gesamte Musik auf der Bühne von seinem Mischpult aus steuerte. Kilometerlange Kabel, viele, sehr laute Lausprecher, Drums und Gitarren, Licht und andere Technik beherrschte er souverän und steuerte nicht nur die gesamten Musik und Tanztruppen 5 Stunden von einem Event zum anderen. Er dirigierte, spielte Gitarre mit, sang mit, wiegte sich im Takt und liess auch den einen oder anderen Brüller los, was seine Techniker hoch und die Sänger auf die Bühne scheuchte. Das ganze bei Sonnenflut unter einem zu kleinen Sonnenschirm, was schon wieder niedlich war. Die Zuschauer dankten es mit Applaus und jugendlichen Geschrei, das einem Erwachsen wenig geläufig, aber dennoch einfach nur fröhlich klang. Es geschah etwas, wonach Politiker verzweifelt suchen: Integration und Spaß ohne Alkohol und Mariuhana. Zwar wurden Pflanzen gezüchtet und verkauft, aber das ging auch gesittet zu. Fünf Stunden Schule können manchmal ewig dauern, fünf Stunden Schulfest ging einfach nur zu schnell rum. Nur beim Aufräumen hätten wir noch ein wenig mehr Hände gebraucht. Da liefen zu viele zu schnell weg. Das hat das Fest zwar in keinem Fall gemindert, aber ein wenig verlängert. Ein gelungener Tag, eine gelungene Idee, eine gelungene Schule. Wie sagte ein Besucher doch: "So schön war es hier noch nie." Chapeau!
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 23.05.2016
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