Das Bürgerhaus "alternativE" in Halle - Ein Treffpunkt für alle

Jochen und jüngste Schüler Friedrich
  Meine Beweggründe, einmal über das Bürgerhaus "alternativE" zu berichten, sind vor allem die engagierten Menschen, welche dort aktiv sind, anderen helfen und mit ihnen gemeinsam Schönes unternehmen.
Schon viele Jahre gibt es im Süden von Halle die Begegnungsstätte in der Gustav-Bachmann-Straße 33. Viele Anwohner aus diesem Viertel (Bunasiedlung) kennen es und nutzen es. Ursprünglich hatte es 1992 mit dem Projekt "Frauenkommunikationszentrum" begonnen und sich als Treffpunkt für Kinder- und Jugendliche erweitert.
Der Humanistische Regionalverband Halle-Saalkreis gründete dann im Jahr 2000 das Bürgerhaus "alternativE".

Begegnungen, Rat und Tat und Gespräche

Auch, wenn man sich im Vorruhestand befindet oder Rentner ist, möchte man seine Zeit sinnvoll und kreativ verbringen. Seine künstlerischen Fähigkeiten ausprobieren und den Alltag bunter gestalten. Die gewonnene Freizeit neu organisieren oder mit anderen etwas gemeinsam unternehmen. Man gewinnt an Lebenslust und Freude und möchte dies mit Gleichgesinnten teilen. Kontakte zu Menschen sind ein wichtiger Faktor, um nicht zu vereinsamen oder gar krank zu werden. Dafür ist dieses Bürgerhaus der richtige Ort. Hier eine kleine Auswahl der vielseitigen Freizeitangebote: Sport für Ältere, Encaustic-Malen mit Wachs, Mal- und Zeichenzirkel, Familientreffen, Gesangs- und Instrumentalunterricht, PC-Hilfe und Gruppe Pro 50.
Das Bürgerhaus "alternativE" ist auch Anlaufstelle für Menschen mit sozialen Problemen. Hier können sie sich beraten lassen und Unterstützung holen.

Mittagstisch von Montag bis Freitag

Von Montag bis Freitag gibt es ein frisch zubereitetes Mittagessen. Verantwortlich für die Begegnungsstätte und das leckere Mittagessen ist Heike Austermann. Sie kümmert sich besonders liebevoll auch um die älteren Bürger. Die älteste Besucherin ist 94 Jahre und kommt jeden Tag zum Mittagessen. Sie erzählte mir, dass sie von 1942 - 1982 in der Fabrikbuchhaltung, der Hollerith-Lochkartenstation, in den Bunawerken gearbeitet hat. Heike ermöglicht es auch, dass bei Krankheit von älteren Bürgern das Mittagessen angeliefert werden kann. Eine lebenswichtige Hilfe!!

Spielplatz für Kinder

Da es hier im Wohngebiet kein Spielplatz gibt, wird auch der Garten des Bürgerhauses gern von den Kindern angenommen. Die Eltern können mit ihren Kindern zum Spielen und Basteln kommen. So konnten sie z.B. in den Winterferien "Vogelhäuschen" bauen. Die Kinder waren mit einer großen Begeisterung dabei. Insgesamt fühlen sich die Besucher hier wohl und gut betreut und umsorgt.

Musikinstrumentenkabinett im Bürgerhaus

Das Musikkabinett ist etwas ganz "Besonderes". Seit 5 Jahren sammelt Jochen Sielaff Musikinstrumente aus der ganzen Welt. Inzwischen sind es ca. 200 Instrumente. Als ich das erste mal diesen Raum betrat, wurde ich von einem strahlenden freundlichen jungen Mann empfangen. Nach dem ersten Wortwechsel war sofort das "Eis" gebrochen. Mit einer ungeschminkten Begeisterung erzählte er mir von seinen Aufgaben als Musiklehrer und von Musik- Projekten, welche er gemeinsam mit Lehrern und Erziehern erarbeitet . Die Musiksozialpädagogischen Aktivitäten, seine Begeisterung und Begabung gibt Jochen Sielaff an seine Schüler weiter. Er unterstützt Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. Seine ruhige, freundliche und verständnisvolle Umgangsart mit Kindern und Jugendlichen baut schnell gegenseitiges Vertrauen auf.
Sein jüngster Schüler war 5 Jahre. Bei meinem Besuch lernte ich Friedrich, 7 Jahre alt, kennen. Er lernt Gitarre spielen. Am Schlagzeug probierte er sich ebenfalls aus.
Musiker, Klaus Rohde, unterrichtet Klavier und Keyboard. Sein ältester Schüler Helmut ist 69 Jahre alt und lernt Akkordeon.

Wichtigkeit und Bedeutung

Damit alles am "Laufen" bleibt, gibt es im Bürgerhaus viele ehrenamtliche Mitarbeiter. Hier bekommt die Aussage "Ehrenamtliche Arbeit" eine besondere Wichtigkeit und Bedeutung! Es begeistert mich und macht mir Spaß und Freude, wenn ich erlebe, wie uneigennützig Menschen für andere da sind. Dies wollte und möchte ich, als MZ-Bürgerreporterin" mit meinem Beitrag deutlich zeigen.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 16.03.2017
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2 Kommentare
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 28.02.2017 | 12:19   Melden
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Christine Schmidt aus Halle (Saale) | 05.03.2017 | 15:36   Melden
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