Die kleine Schwester – Das Finale!

Halle (Saale): Riebeckplatz | Das Wetter an diesem Morgen passt zum Ereignis. Es ist eben ein trüber Herbsttag, noch dunkel um diese Uhrzeit. Heute e der Abriss der Fußgängerbrücke am Riebeckplatz. Wieder verschwindet ein Stück Bausubstanz aus der Zeit, als der verkehrsreiche Platz in Halle noch „Thälmann-Platz“ hieß.
Ich muss einräumen, als ich meinen Artikel vor 4 Jahren am 27. Oktober 2013 [www.mz-buergerreporter.de/halle-saale/lokales/die-kleine-schwester-d8986.html] schrieb, war ich optimistisch und gab der Brücke noch ein paar Wochen.
So kann man sich irren. Mittlerweile ist viel Zeit vergangen und die „Kleine Schwester“ stand bis heute. Mehr als vierzig Jahre hat die Brücke ihre Arbeit verrichtet und für eine sichere Überquerung der intensiv befahrenen Straße gesorgt.
Die Bauweise mit den Betonfertigteilschalen aus den siebziger Jahren war nicht nur geeignet für die Überdachung von Turnhallen und anderen Zweckbauwerken.
Es ist unser „Blaues Wunder“, die „Kleine Schwester“ der Brücke in Dresdens Landeshauptstadt. Der Vergleich ist nicht ganz korrekt, aber wenigstens die Farbgebung hat einigermaßen gestimmt.
Die Fußgänger, die täglich die Merseburger Straße an dieser Stelle überqueren müssen, haben sich mittlerweile an die Ampelregelung gewöhnt und schauen nur noch gelegentlich zur schon nicht mehr ansehenswerten Fußgängerbrücke, die schon seit Jahren für ihren eigentlichen Zweck gesperrt ist.
Trotz umfangreicher Vorbereitungen durch die Firma, die mit dem Abriss der Brücke beauftragt wurde, kam es beim Trennen des zweiten Brückenelements zu einem kleinen Zwischenfall. Nach dem Lösen der Verbindungen zwischen den Brückenpfeilern neiget sich das Schalenelement mit großem Getöse seitlich nach unten und verkeilte sich zeitweilig zwischen den Pfeilern und wurde nur durch den Kran fixiert. Glück im Unglück, es gab keine Verletzten.
Es war wie ein letztes Aufbäumen – aber alles hat einmal ein Ende.
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