Die Reilschule lädt ein zum Tag der offenen Tür am 4. Dezember 2015

Das Gebäude der Reilschule in der Ernst-Schneller-Straße 1
 
Blick über den Schulhof auf das Gebäude der Reilschule
Halle (Saale): Reilschule | Es ist eine schöne Tradition, dass Anfang Dezember die Sekundarschule „Johann Christian Reil“ in Halle (Saale) zum „Tag der offenen Tür“ einlädt. An diesem Tag präsentiert sich die Schule in der Ernst-Schneller-Straße 1 den Eltern und Kindern der zukünftigen Schüler, gibt aber auch Interessenten und ehemaligen Schülern die Möglichkeit, sich über den Schulalltag an der Ganztagesschule und Europaschule am Reileck zu informieren. In diesem Jahr findet die Veranstaltung am 4.Dezember 2015 von 16 bis 19 Uhr statt. Um 17 Uhr wird der Schulleiter Michael Götz in der Aula der Schule die Anwesenden begrüßen. Anschließend werden Schüler der Reilschule mit ihren kulturellen Beiträgen die Veranstaltung in der Aula umrahmen. Außerdem ist dabei auch die Übergabe des ersten druckfrischen Bandes der Schulchronik („Unser Schulgebäude erzählt Geschichte(n) - Teil I: Von den Anfängen bis 1945/46“) an den Schulleiter vorgesehen.
An diesem Spätnachmittag wird es ab 16 Uhr im Schulhaus, vom Keller bis zum Turm, sehr lebhaft zugehen. Naturwissenschaftliche Experimente, Auftritte der Schulband, Führungen auf den Turm mit seiner wunderbaren Aussicht über Halle, die Vorstellung der zahlreichen Schulprojekte ….überall wird der Besucher etwas Interessantes finden. Lehrer und Schüler, aber auch Mitglieder des Fördervereins haben in den letzten Tagen dafür viel zusätzliche Arbeit geleistet. Außerdem werden neben vielen Informationen über Schulleben, Schulgeschichte und den Förderverein der Reilschule natürlich auch Naschereien an den verschiedensten Ständen angeboten. Und ein Blick in die modern eingerichteten Fach-und Computerräume lohnt sich ohnehin in jedem Falle.
Gerade die Projekte zeigen, wie vielfältig das Leben an dieser Sekundarschule ist: Eine Sprachreise führt Schüler jährlich nach England, Skifahrer tummeln sich in Österreich im Ski-Lager, historisch interessierte Schüler besuchen im Rahmen des Holocaust-Projekts das KZ Auschwitz. Im Medienlager

werden diese Erlebnisse und Erfahrungen von Schülern ausgewertet und in Präsentationen sowie einem Schuljahrbuch dargestellt. Auch die Zusammenarbeit der Reilschule mit Schulen in England, Polen und Armenien trägt dazu bei, den Blick der Schüler zu erweitern. Erwähnt werden müssen an dieser Stelle auch die Internationalen Klassen, in denen Schüler aus den verschiedensten Ländern die deutsche Sprache erlernen und auf den regulären Schulbesuch vorbereitet werden.
Das Schulgebäude, in den Jahren 1905 bis 1908 für die Städtische Oberrealschule errichtet, wurde 2012/2013 umfassend rekonstruiert. In den Gemäuern waren im Laufe der Zeit verschiedene Bildungseinrichtungen untergebracht. Bis Ende 1945 die Städtische Oberrealschule, die dann schnell in Thomas-Münzer-Schule umbenannt wurde. Zwischen 1946 und 1948 wurde das Gebäude durch die Roten Armee genutzt, u.a. als Schule für die Kinder der Offiziere. Ab 1949 Arbeiter-und Bauernfakultät (ABF), ab 1990 Gymnasium am Reileck, seit 2001/2002 Wittekindschule. Sie wurde aufgrund der Schulfusionierungen in der Stadt mehrfach umbenannt und trägt seit 2008 den Namen Sekundarschule „Johann Christian Reil“. Das wechselvolle Leben in den Mauern des imposanten Gebäudes zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist ein wichtiges Anliegen der Chronik, dokumentiert sich in ihm doch auch ein Stück Stadtgeschichte. Nicht zuletzt waren bedeutende Wissenschaftler und Pädagogen, wie Dr. Heinrich Schotten -Mitglied der Leopoldina -oft über Jahrzehnte- an der Oberrealschule tätig. Die Zeitspanne von den Anfängen bis 1945/1946 wird nun in einer ersten Broschüre dokumentiert, die im Verlaufe des Programms in der Aula der Schule (ab 17 Uhr) dem Schulleiter Michael Götz überreicht wird. Eine Fortsetzung dieser Schulchronik bis zur Gegenwart ist schon in Arbeit.
Es wird wieder viel los sein am „Tag der offenen Tür“ – alle Interessenten sind herzlich willkommen!

Manfred Drobny
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