• Ein Wasserwerk zwischen Spaß und Trauer •

Blick zum Spaßbad Maya Mara

Die damaligen Dörfer Ammendorf und Beesen entwickelten sich schon vor vielen Jahrzehnten durch geschickte Schachzüge und Erbschaften der damaligen Landesherrn, sowie ansehnlichen Erträgen in Landwirtschaft, Fischerei und Perlenfischerei, zu wohlhabenden Dörfern. Auch noch heute kann man einige „Perlen“ im Süden unserer Stadt bewundern, nämlich alte und verlassene, wunderschöne Industriebauten! Zu ihnen gehört auch das alte Wasserwerk in Beesen. In einige Gebäude zog das Maya Mare ein, aber ein großer Teil dieses herrlichen Industriebaus mit gotisierenden und romanisierenden Stilelementen steht leer….


Friedrich Kuhn ließ das alte Wasserwerk im Jahr 1868 in Klinkerbauweise errichten. 

In den 1920er Jahren ergänzte man den Gebäudekomplex durch Bauten in expressionistischer Bauweise. Diese Erweiterung war notwendig geworden, weil sich das ehemalige Bauern/Fischerdorf Ammendorf zu einem profitablen Industriestandort entwickelt hatte und man im Jahr 1917 Beesen eingemeindete. Wegen des ständig steigenden Wasserbedarfs wurde es schließlich 1993 stillgelegt und gleich nebenan ein moderneres Werk eröffnet. 


Seit dieser Zeit sind die Fensterscheiben in den leerstehenden Gebäuden erblindet,

entzwei gegangen und eine dicke Staubschicht verhüllt die Innenräume und zurück gelassene Armaturen. Es ist bedauerlich, dass diese leer stehenden Gebäude langsam verfallen und man sie nicht einer zusätzlichen sportlichen Nutzung, wie z.B. Squash,Fußball, oder Bowling zuführt.

( Alles Handyaufnahmen!)

(Quelle: Stadtteilkatalog 2015 - Stadt Halle (Saale), Fachbereich Einwohnerwesen; 2018 und https://swh.de/15939; 2018; Seite 9)
0
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.