Eröffnung des Neubaus der St. Laurentius-KITA mündet in frühlingshaftes Familienfest

 

„Von dem Anspruch, was wir unseren Kindern mitgeben und vermitteln wollen, hat sich nichts geändert, es funktioniert hier nur besser, weil das Haus mehr Möglichkeiten bietet. Daher wünschen wir uns für die anstehende Zeit, dass die Kinder das Haus so nutzen können, wie es erdacht wurde.“, so Roman Ronneberg, Leiter der Kindertagesstätte St. Laurentius. Am Samstag, 29. März 2014 feierte die gleichnamige evangelische Kirchgemeinde im Zentrum Halles gemeinsam mit geladenen Gästen aus Kirche, Politik und Gemeinde die Einweihung der neu erbauten KITA.

Nach nunmehr zwei Jahren Bauzeit, wurde das ca. 700 Quadratmeter große Areal in der Breiten Straße 29 in Halle (Saale) seiner Bestimmung übergeben. Superintendent Hans-Jürgen Kant: „Ich freue mich darüber, dass dieser Kindergarten heute so weit fertig ist und dass wir hier einen gewissen Abschluss geschaffen haben. Das hier zu bauen war insbesondere für die Kirchengemeinde und für die Kirchenältesten, die das Projekt über Jahre hinweg mit viel Herzblut begleitet haben, ein anstrengender Prozess. Aber man kann heute sehen, dass sich der Einsatz gelohnt hat.“ Eine Einschätzung die allenthalben geteilt wurde. Andrea Köhler, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates der St. Laurentiusgemeinde und Erzieherin in der KITA resümiert über den zurückliegenden Weg: „Dass ein so großer Bau auch einige Schwierigkeiten mit sich bringen wird ahnt man vorher schon und trotzdem ist man mitunter überrascht, wenn man sieht, was alles auf einen zukommt. Andererseits sind dadurch aber auch ganz viele positive Kräfte in Gang gekommen und so wussten wir immer die Gemeinde hinter uns und erfuhren auch durch den Kirchenkreis und die Stadt Halle gute Unterstützung. Im Ergebnis ist es wirklich ein sehr schöner Kindergarten zum Wohlfühlen geworden und das trägt auch für die Zukunft.“

Die offizielle Einweihung mündete nahtlos in ein buntes Kinder- und Familienfest, bei dem u.a. Oberbürgermeister Bernd Wiegand, der Stadtratsvorsitzende und Marktkirchenpfarrer Harald Bartl, die Leiterin des Fachbereichs Bildung der Stadt Halle/S., Fr. Brederlow, sowie Superintendent Hans-Jürgen Kant und die Präses der Kreissynode Silke Boß es sich nicht nehmen ließen, die Kita und das Außengelände zu besichtigen sowie etwas über die fast 140jährige Geschichte der Kita in St. Laurentius zu erfahren. Abschließender Höhepunkt der Feier war das Frühlingskonzert mit Mitgliedern der Staatskapelle Halle (S.) in der St. Laurentiuskirche, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeisterte.

Zum Hintergrund:
Seit über 135 Jahren gibt es in der St. Laurentiusgemeinde einen Kindergarten. Die Gemeinde begann im Jahr 1875 mit dem Bau einer „Kinderbewahranstalt“ in der heutigen Georg-Cantor-Str. 34. Das Gebäude wird bis Ende Februar 2014 als Kita genutzt. Es entsprach allerdings nicht mehr den heutigen Vorschriften für den Brandschutz und konnte auch nicht entsprechend umgebaut werden. Eine ersatzlose Schließung stellte aber für die Gemeinde keine Alternative dar. Mit dem nun vollendeten Neubau schafft die Gemeinde die Grundlage für den Fortbestand des Kindergartens und wird ihrer Tradition des sozialen und gesellschaftlichen Engagements gerecht.

Die neue KITA hat 65 Plätze. Erstmalig können auch Krippenkinder ab einem Jahr aufgenommen werden. Damit schließt die Einrichtung eine Versorgungslücke im Innenstadtbereich, in dem Kita-und Krippen-Plätze stark nachgefragt werden. Den Kindern und dem pädagogischem Team stehen auf drei Stockwerken und 535 Quadratmetern jetzt fünf große Gruppenräume, ein Speiseraum, eine Küche, zwei Garderoben und zwei Bäder mit Toiletten zur Verfügung. Zudem verfügt die KITA über zwei Terrassen und ein 700 Quadratmeter großes Außengelände, das komplett neu gestaltet wurde. Hier gibt es ein eigens entwickeltes Kletter- und Spielge¬rät, einen großen Sandkasten sowie alte Bäume, Büsche und Sträucher, die zum Erkunden, Toben und Spielen einladen. In unmittelbarer Nachbarschaft finden sich auch Einrichtungen der Kirchengemeinde.

Der Bau wird aus Mitteln des Bundes über das Investitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung sowie von der Landeskirche und Kirchenkreis gefördert. Auch wenn die 1.300 Mitglieder zählende Gemeinde sehr viele Eigenmittel beisteuert, wird ein Großteil der Bausumme in Höhe von ca. 1,6 Millionen Euro über Kredite finanziert.
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