Ferienspiele mit einem Zauberpferd

Am Anfang stand die Schubkarre
 
Gruppenstall ausmisten
Am Anfang standen eine Schubkarre, viel Werkzeug zum Saubermachen und Kinderaugen, die gespannt auf die junge Frau blickten. Die junge Frau, Elli mit Namen, verteilte flugs das Werkzeug an besagte Kinderaugen und schon standen die kleinen Mädchen im Gruppenstall und bemühten sich nach Kräften die Hinterlassenschaften der Pferde zu entsorgen. Ach du liebe Zeit, das sollen Ferien für Kinder sein? Nun, es sind Ferienspiele, die eigentlich eine ganze Woche dauern und Elli, ihres Zeichens Reitlehrerin am Reiterhof Schurig, hatte schon einen gewaltig, mächtigen Plan, um diese Ferienspiele interessant werden zu lassen. Dazu gehören Spiel und Spaß genauso, wie die ernsthafte Arbeit mit den Tieren. Wenn man den kleinen Geistern aber zuhörte, hatte man schon den Eindruck, dass ihnen selbst diese Arbeit Spaß machte.
Zu diesem gewaltig, mächtigen Plan zählte zum Beispiel Kirschenklauen. Das ist nichts Kriminelles, sondern gehörte zum Spiel Kirschkernspucken. In der nahegelegenen Gartenanlage, die wüst und leer steht, weil sie aufgelöst wurde, fand die Kindergruppe einen Kirschbaum und pflückte mit Begeisterung die Kirschen. Diese wiederum fanden wenig später Eingang in den Mündern und schon flogen die Kirschkerne mehr oder weniger weit. Elli markierte die Kirschkernsteine akribisch und am Ende konnte die Kirschkernspuckweltmeisterin bejubelt werden. Ein besonderer Clou neben Reiten und Pferde pflegen ist aber ein Theaterstück mit Pferden. Zusammen mit Elli entwickelten die Kinder ein Märchen rund um Feen, Prinzessinnen, einem Zauberpferd und verschiedenen Tieren, sowie einer bösen Hexe. Jeden Tag musste nun geübt, Requisiten besorgt und das Labyrinth auf dem Gummireitplatz gebaut werden.
Es war dann einfach schön zu sehen, wie Elli die Geschichte geschickt mit den Kindern entwickelte und die ließen ihrer Fantasie freien Lauf. Schließlich brauchen die Feen und Prinzessinnen auch Namen. Das hatte der Reiterhof noch nicht gesehen, aber Christian Schurig, Leiter des Reiterhofes, nickte wohlwollend. Ihm gefiel diese Idee also auch. Leider gab es auch traurige Kinderaugen, weil einige Kinder nur ein paar Tage an den Ferienspielen teilnehmen und so nicht an der Aufführung beteiligt werden konnten.
Fantasie und Lernen am Tier, das sind dann auch die Zutaten für eine Erinnerung. Wer, von den älteren Generationen, erinnert sich nicht gern an die Abenteuer aus seiner Kindheit oder den Ferienlagern. Die kleinen Mädchen haben dann auch viel den Eltern zu erzählen - vom Reiterhof Schurig in Lettin und seinen zauberhaften Pferden. Einige waren gleich so begeistert, dass sie sich am liebsten beim Reiten anmelden wollten. Elli lächelte, hat sie doch noch ein wenig Platz und viel Verständnis für die Wünsche der kleinen Geister.

Und dann war es soweit. Am Freitag, um 14:00 Uhr, versammelten sich ein paar Eltern und harrten gespannt der Dinge, die auf sie zukommen sollten. Ein Lachen riefen schon die beiden Hunde hervor. So lief Cocco in einem niedlichen Tütü herum und Siwa spielte eine dicke Hummel in einem entsprechenden gelb, weißen Kostüm. Und schon ging das Märchen vom Zauberpferd los und die Zuschauer wurden in eine Welt mit der Hexe Baba Jaga (Chadischa) entführt, die, um Freunde zu bekommen, kurzerhand die Lieblingstiere (Ciara, Lilo, Selma) einer Prinzessin (Luzie) entführte. Gott sei Dank gibt es auf dem Reiterhof eine gute Fee (Anna) mit einem Zauberpferd (Ron), die sich für die Prinzessin durch geheimnisvolle Labyrinthe und einem Fluss kämpfte, um die Tiere zu befreien. Das Zauberpferd war heute ein wenig aufgeregt, woran man erkennen kann, das auch Pferde Lampenfieber haben. Natürlich hatte das Märchen ein gutes Ende, schon allein weil die Märchenerzählerin Elli das Märchen in Reimen vorlas. Texterin war Steffi, die es einfach mal so flugs aufs Papier brachte.

So waren doch diese Ferienspiele aufregend für die Kinder. Auch die Eltern hatten etwas zu schauen. Es wurden Pferde, Hunde und Kinder bewegt. Selbst der Fotograf hatte beim Einfangen der Bilder seinen Spaß und hofft, dass auch das Anschauen der Bilder ein wenig die Atmosphäre einfängt. Lust auf mehr? Kein Problem! Elli und ihre Helferinnen, Lilly, Jana, Chiara, Fabian, haben noch einige Ideen und auf dem Reiterhof gibt es Platz für die nächsten Kinder. Die Ferien haben ja erst begonnen…
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 11.07.2016
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2 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 02.07.2016 | 08:01   Melden
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Dieter Gantz aus Querfurt | 03.07.2016 | 14:51   Melden
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