Gespräche über Angst und Toleranz - das Wochenende der Bürgerreporter

Peter Losch hat den Nachtwächter von Quedlinburg getroffen.
 
Jacqueline Koch war in den Passendorfer Wiesen bei Halle spazieren.

Bedrohungen, Beschimpfungen und die Grenzen von Politik und Bildung - vor allem die Situation in Annaburg hat die Bürgerreporter an diesem Wochenende beschäftigt. Worüber sonst noch berichtet und diskutiert wurde, folgt nun hier in unserer Zusammenfassung vom Wochenende.



Es geht um Integration. In Annaburg leben derzeit rund 130 Migranten, vornehmlich aus Bosnien-Herzegowina und Bulgarien. Nach vielen Pöbeleien, Bedrohungen und Beschimpfungen durch Minderjährige haben die Bewohner der Stadt am Wochenende demonstriert. Sie wollen ein Zeichen setzen. Hoffen auf Integration und Hilfe von Politik und Bildung. Kornelia Lück hat das Thema aufgriffen und eine Diskussion über Angst, dem Wunsch nach Integration, Verständnis für Kulturen und die Hilflosigkeit ausgelöst. Damit war dieser Beitrag auch der meistgelesene Text an diesem Wochenende: mehr als 400 Mal wurde der Text angeklickt.

Ebenfalls um Angst vor Gewalt ging es im aktuellen Bericht von Anna Lauche aus Israel. Sie schreibt über ihre Gefühle, wenn Sie Berichte über Anschläge in Tel Aviv liest. "Ja, ich habe Angst! Die Anschläge fanden teilweise in Tel Aviv statt. Nicht nur, dass ein Attentäter in eine Menschenmenge fährt, nein einige Attentäter gingen auch mit Messern auf Juden los. Wahllos. Unkontrolliert. Natürlich ist das alles weit weg von Megiddo. Aber ich möchte auch mal mit dem Bus fahren, mal nach Jerusalem. Meine Eltern wollen mich besuchen kommen. Letzte Woche demonstrierten Frauen in Jerusalem mit Aussagen wie: „Wir wollen als Märtyrerinnen sterben!“

Ermittlungen nach Brandstiftung


Schlimmeres verhindern konnten unterdes die Feuerwehren aus Thalheim und Wolfen. Wie Tom Musche aus Zörbig berichtet, hat es in Wolfen am Wochenende gleich mehrfach gebrannt. "Durch die Leitstelle wurden die Wehren aus Thalheim und Wolfen-Altstadt alarmiert. Diese konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Schäden an anderen Objekten blieben aus", schreibt Musche. Auf einem Hotelgelände sah es dann schlimmer aus: "Hier brannten mehrere Mülltonnen, ein Carport und ein Holzschuppen. Die Flammen hatten leichtes Spiel und so breite sich der Brand rasant aus, das Angrenzende Restaurant wurde beschädigt."

Natur statt Konsum

Abseits der Demonstrationen und Brände gab es an diesem Wochenende aber auch Zeit für angenehme Dinge. Die Ruderer aus dem Weißenfelser Ruderverein 1884 trafen sich am Wochenende zum Frühjahrsputz. Katja Züger schreibt: "Dem Aufruf des Vereins waren 16 Mitglieder aus dem Bereich der Freizeit-Ruderer gefolgt. Mit den nötigen Werkzeugen ging es nach kurzer Absprache frisch ans Werk. Altes Laub wurde entfernt, Wildwuchs geschnitten, geharkt und gekehrt."

Auch Jacqueline Koch hat das schöne Wetter genutzt, um in den Passendorfer Wiesen zu spazieren. Und sie meint: "In Elektromärkten großer Marken stehen erwachsene Kinder in den Reihen, hypnotisiert wirkend, vor dem heiß ersehnten Spielzeug für Erwachsene. Ein „Könnte ich bitte mal durch!“, kommt leider nicht an! Umrahmt von vorweihnachtlichen Rocksongs wird die Einkaufstour zum Marathon. Da ich nicht blöd bin, entziehe ich mich ganz schnell dieser Maschinerie und weiß genau, an welchem Ort ich jetzt schnell Ruhe finde: Nahe der B 80, am Kanal, bei den Passendorfer Wiesen in Halle genehmige ich mir eine ausdauernde Pause an."

Lothar Wobst war in der Fuhenaue in Wolfen spazieren. " Weil wir nicht weit weg wollten war die Fuhneaue genau richtig. Eine gute Stunde verbrachten wir dort. Wir haben die gute Luft genossen und gingen entspannt nach Hause."

Aus Hessen schreibt Anika Gilewski. Sie nimmt die Leser mit auf einen virtuellen Spaziergang durch Büdingen, "eine verträumte und romantische kleine Stadt in Hessen".

Zeit für Glühwein

Mit den sinkenden Temperaturen wird sich der ein oder andere nun auch mal das alkoholische Heißgetränk erlauben. Martina I. Müller hat gleich eine Glühwein-Fahrt mit der MS Händel II auf der Saale unternommen. "Der Glühwein und die Fettbemmchen, die serviert wurden, fanden ihre willigen Abnehmer und die Stimmung an Bord war famos. Nix da mit alt und langweilig..., ganz im Gegenteil", schreibt Müller. Von Bord gelangen ihr auch viele Schnappschüsse entlang der Saale.

Über eine Spendenveranstaltung eines Geldinstituts berichtet Christine Schwarzer. Neben verteiltem Geld ging es an dem Abend auch um ein Festprogramm. Dazu schreibt Schwarzer: "Obwohl öffentlich gemacht wurde, dass Dessau die drittälteste Stadt bezogen auf das Alter der Einwohner ist, gibt es hier etwas ganz Besonderes: die Jugendbigband Anhalt mit der Sängerin Pascal von Wroblewsky. Durch ihre herausragenden Leistungen ist die Band deutschlandweit bekannt."

Außerdem gab es in diesem Portal am Wochenende wieder jede Menge Schnappschüsse. Vor allem Gerd Born hat an diesem Wochenende jede Menge einzelne Bilder eingestellt. Helmut Kohl zeigte die meisten Bilder zu Swinemünde(73). Peter Pannicke zeigte mehr als 50 Bilder zur Stadt aus Eisen - Ferropolis.

Das letzte Wort ...


... bekommt in dieser Woche Peter Losch aus Quedlinburg. Er schreibt über den Nachtwächter von Quedlinburg. "Seine letzte Amtshandlung vor der illusteren Schar, ist sein Handy heraus zu holen, um seine Frau anzurufen damit diese ihn mit dem Auto abholen kommt." Es geht also den Menschen wie den Leuten. Auch ein "alter Nachtwächter" geht nicht gern zu Fuß im Dunkeln nach Hause. Und um dieses Jahreszeit bricht die Nacht schon früh herein. Kommen Sie also gut nach Hause.

In diesem Sinne allen eine angenehme Woche.
Ich freue mich aus spannende Berichte, Bilder und Diskussionen
Kathleen Bendick
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