Halle wird zur Großbaustelle

(Foto: MZ)

Warum wird Halle zur Großbaustelle?

Der Oberbürgermeister hat unlängst bekundet, dass daran kein Weg vorbeiführt.
Steintorplatz, Böllberger Weg, Hochstraße und Gimritzer Damm/Heideallee. An diesen Orten soll demnächst Baubeginn sein.


Ursachenfindung

Aber weshalb soll an so vielen Plätzen gleichzeitig gebuddelt werden?
Es allein mit bereitstehenden Fördermitteln zu begründen, reicht nicht.
Auch die Umsetzung des "Stadtbahnprogramms" ist als Begründung zweifelhaft.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass wegen der Straßenbahn die halbe Stadt umgestaltet wird. Zum einen haben die Stadtwerke im vergangenem Jahr für das Jahr 2014 rückläufige Fahrgastzahlen vermeldet. Zum anderen, da wo gebaut wird, fährt die Bahn oft lange Zeit nicht. Hinzu kommt, dass es nach mancher Baumaßnahme nicht unbedingt besser wird.

Probleme verschärft anstatt gelöst

Der Rannische Platz ist ein Beispiel dafür, dass die Stadtplaner oft genug Probleme nicht lösen, sondern für viel Geld verschärfen.
Der Rannische Platz sollte für 4,7 Millionen € übersichtlicher gestaltet werden.
Über das miserable Ergebnis wurde ja oft genug berichtet. Wer diesen Platz täglich passiert, weiß, worüber hier gesprochen wird. Wer hier auf Besserung hofft, kennt Halle nicht..


Im Zusammenhang mit den geplanten Baumaßnahmen sollte die für 1. März geplante Maßnahme zur Senkung der Feinstaubwerte (bestimmte Fahrzeuge dürfen nicht in die Innenstadt) überdacht bzw. auf den 1. April 2016 verschoben werden. Dann könnte man diesen vorauseilenden Gehorsam als Aprilscherz abtun! Denn planerisch und damit gewollt, haben wir bald hohe Feinstaubwerte wegen des zu erwartenden Verkehrschaos.

Ausweg Nahverkehr?

Der Rat des Oberbürgermeisters, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen ist irgendwie eine Posse. Der Böllberger Weg als auch der Gimritzer Damm werden u. a. straßenbahntechnisch umgebaut, sodass Schienenersatzvekehr eingerichtet wird. Die Busse dürfen sich dann im Stau einreihen.
Der S-Bahn Verkehr von Trotha ist derzeit auch alles andere als optimal zu bezeichnen.

Für mich ist das alles ein Planungsdesaster. Warum ist es nicht möglich, die Dinge gestaffelt anzugehen und aus einer Sanierung nicht gleich eine Umgestaltung zu machen? Warum werden statt der teuren Umgestaltungen die Gelder nicht für die Sanierung der vielen maroden Straßen und Gehwege genutzt?
Benötigt die Tram am Gimritzer Damm nur ein eigenes Gleisbett, weil sonst keine Gelder vom Staat zur Verfügung gestellt werden? Wird die Nutzung der Tram dadurch preiswerter und kommen dann mehr Fahrgäste? Viele Fragen und kaum eine Antwort. .

Sanierungen und Instandhaltung der Verkehrswege sind dringend notwendig. Allerdings in der gesamten Stadt und nicht nur da, wo eine Tram fährt.
Man schaue sich doch den Zustand der Straßen, Gehwege und Radwege mal an.
Vermutlich verpufft alle Kritik und der Irrsinn wird genau so durchgezogen, denn die "Planung" ist ja abgeschlossen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die zuständigen Behörden ein gutes Verkehrskonzept erarbeitet haben und danach alles besser wird.
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