Jumelages- Mitglieder in der Provence unterwegs

Alle Teilnehmer der Sektionen Grenoble und Halle der Jumelages PTT e.V.
 
Im Ort L`Isle sur la Sorgue
Freundschaftstreffen Halle-Grenoble

Jumelages- Mitglieder in der Provence unterwegs

Vor 20 Jahren wurde die Partnerschaft zwischen den Postorganisationen
Jumelages PTT e.V. in Grenoble und Halle begründet. Seitdem treffen sich die Mitglieder regelmäßig in den Partnerländern.

Vom 9.-13.Mai 2013 trafen sich Jumeleure der Sektionen Grenoble und Halle in Frankreich.
Die Hallenser reisten per Flugzeug via Lyon, mit dem Auto oder Wohnmobil an. Ziel war die Stadt L´Isle sur la Sorgue in der Nähe von Avignon in Südfrankreich. Von hier aus wurden die von den französischen Freunden geplanten und organisierten Touren unternommen. Die Stadt L´ Isle sur la Sorgue ist vor allem bekannt für ihre zahlreichen Wasserräder, die an die verschiedensten Mühlen im Ort in der Vergangenheit erinnern. Der Fluss Sorgue ist dadurch in zahlreiche Kanäle geleitet worden, sodass die Stadt ein bisschen an Venedig erinnert.
Am 10.Mai unternahmen die 35 Teilnehmer aus Frankreich und Deutschland Erkundungstouren in die Dörfer Bonnieux, Lacoste, Menerbes sowie zur berühmten antiken Brücke Pont Julien. Diese etwa 188 Meter lange römische Steinbogenbrücke wurde im 3.Jahrhundert vor Christus errichtet- eine Meisterleistung der Architektur.
Der 11.Mai stand im Zeichen einer Wanderung über den Ockerpfad bei dem Dorf Roussillon sowie der Besichtigung des dazugehörigen Ausstellungsgeländes mit Ockerfabrik und Museum Hier wurden beispielsweise im Jahre 1929 in 20 Fabriken von 1000 Arbeitern
40 000 Tonnen Ocker gewonnen. Aus 1 Quadratmeter Ockersand wurden etwa 150-200 Kilogramm Ocker gewonnen, wofür umfangreiche Arbeiten und über 40 Wäschen notwendig waren. Am Schluss dieses Prozesses wurde die Qualität der Farbe durch Verkostung durch die Arbeiter geprüft! Es ist kaum zu glauben, wie aufwendig die Herstellung dieser Farbe war. Jährlich erfreut sich heute etwa eine Millionen Besucher an dem Wanderweg, der durch das ehemalige Abbaugelände führt – ein Naturwunder. Außerdem ging es am selben Tag über Gordes zur Abbey de Senanque, einem Zisterzienserkloster aus dem 12.Jahrhundert und in das village des Bories, das Dorf der Steinhütten.
Am 12.Mai führte eine Wanderung zur Fontaine de Vaucluse, einem Naturwunder besonderer Art. Vor einer über 230 Meter hohen Felswand steigt das Wasser der Sorgue aus einer unterirdischen Quelle auf und ergießt sich in das Tal. Mit einer Führung durch das Lavendelmuseum in Coustellet endete die Erkundung im Süden Frankreichs. Nach der Rückfahrt nach Grenoble verblieben nur noch wenige Stunden im Kreise der Gastfamilien, bis es am 13.Mai wieder zurück nach Halle ging.
An den Abenden trafen sich alle Teilnehmer, um gemeinsam zu speisen und über die Tätigkeit in den Sektionen zu sprechen. Geschenke wurden ausgetauscht, Vorsitzende und Ehrenvorsitzende sowie verdienstvolle Mitglieder geehrt, Erinnerungen an vergangene Treffen in Halle oder im Elsass ausgetauscht.
Das diesjährige Treffen war wieder sehr gelungen. Die Organisation durch die Sektion Grenoble, vor allem durch Claudine Tatarenko und Elisabeth Dechenaux realisiert, klappte hervorragend. Das Ehepaar Tatarenko empfing alle 35 Teilnehmer zu einem vorzüglichen Mittagsmahl auf dem eigenen Grundstück in Le Thor. Ein Dank gilt auch allen Mitgliedern der Sektion Grenoble für den reibungslosen Transport zwischen den Orten, die Picknicks … die Gastfreundschaft insgesamt.
Auch im nächsten Jahr wollen sich beide Sektionen wieder treffen- diesmal in Deutschland, organisiert durch die Hallenser.

Manfred Drobny
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1 Kommentar
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 02.06.2013 | 19:08   Melden
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