Katja Vesting als neue Polizeiseelsorgerin für die PD Süd feierlich eingeführt

„Es ist für mich eine Freude und eine Ehre, diese Stelle antreten zu können!“, so beendete Katja Vesting ihre erste Predigt als neu eingeführte Polizeiseelsorgerin in der Polizeidirektion Süd des Landes Sachsen-Anhalt. Um 14 Uhr startete in der Trothaer St. Briccius-Kirche der Gottesdienst. Stellvertretend für die fünf beteiligten Kirchenkreise und unterstützt von der Landespolizeiseelsorgerin Thea Ilse führte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis, Hans-Jürgen Kant, die 34jährige Pfarrerin offiziell in ihr Amt ein. Für Vesting ist nach ihrer Vikariatszeit in Bitterfeld und der dreijährigen Entsendung in den Bereich Alsleben-Könnern, die jetzige Aufgabe nicht nur eine spannende Herausforderung, sondern auch eine enorme Bereicherung.

Im anschließenden Festakt ergriff als erster Gast Propst Dr. Johann Schneider das Wort. Im Rahmen seines Grußwortes dankte der Regionalbischof dem Land Sachsen-Anhalt und würdigte ausdrücklich die kirchenkreisübergreifende Zusammenarbeit, die dieses Projekt erst ermöglichte und auch so einzigartig macht. Die kooperierenden Kirchenkreise Halle-Saalkreis, Merseburg, Naumburg-Zeitz, Wittenberg sowie Eisleben-Sömmerda finanzieren die 50-Prozent-Stelle der Polizeiseelsorgerin gemeinsam.

Auch die Polizeipräsidentin der PD Süd, Christiane Bergmann, wendete sich mit einem Grußwort an die Anwesenden. Für die Behördenleiterin besitzt diese Form der Sonderseelsorge, seid ihrer Etablierung im Jahr 1994, bei den Beamten einen hohen Stellenwert und entsprechende Akzeptanz: „Die Polizeiseelsorge ist nicht mehr hinweg zu denken.“ Welch großer Bedarf und Notwendigkeit an solch einer Einrichtung existiert, skizzierte die Behördenleiterin in eindrücklicher Weise in ihren Ausführungen. Wie kaum ein anderer Tätigkeitsbereich, sind insbesondere Polizistinnen und Polizisten mit Tod und Extremsituationen konfrontiert. Der sich dabei aufbauende emotionale Ballast kann erdrückend sein. Im Gegensatz zum Hilferuf aus der Bevölkerung, werden „Notrufe“ der Beamten im Tagesgeschäft schnell übersehen. „Hier braucht es daher umso mehr seelsorgerische Unterstützung und auch andere Blickwinkel auf die Dinge.“, so Polizeipräsidentin Bergmann.

Vom neuen Schwung und Elan, mit dem Katja Vesting seit Oktober 2014 bis heute ihren Dienst versieht, zeigte sich die Behördenleiterin schon jetzt begeistert. Die Polizeipräsidentin prognostizierte, dass mit dem Ende der fünfjährigen Befristung die Seelsorgerin in der PD Süd nicht mehr hinwegzudenken sein wird. „Die tolle und unvoreingenommene Art der Zusammenarbeit bereitet einfach Freude.“ Katja Vesting bedankte sich abschließend für die offene Aufnahme in der PD Süd und das wertschätzende Miteinander. Vesting: „Ich möchte Sie begleiten und mich von Ihnen mitreißen lassen und hoffe, dass auch Sie sich von mir mitreißen lassen.“
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