König Fußball - Fluch und Segen für Halle

Was dem einem Freud, ist des anderen Leid!



Mein Arbeitsplatz befindet sich in Leipzig. Für die Heimfahrt von Leipzig bis zur Wohnung in der südlichen Innenstadt benötige ich im Normalfall knapp eine Stunde. So auch am heutigen Dienstag.

Mein Pech war, dass ich am Südstadtring noch etwas Dringendes zu erledigen hatte und von dort sage und schreibe für knapp drei Kilometer nochmals 50 Minuten benötigte, um in mein Wohnviertel zu gelangen.
Während die Fußballfans verständlicherweise voller Vorfreude in Richtung Stadion pilgerten, standen sehr viele Verkehrsteilnehmer mit ordentlich Wut im Bauch im Stau.
Als Hauptgründe für das Verkehrschaos im südlichen Halle sehe ich die Sperrungen der Max-Lademann-Straße und der Straße der Republik.
Beide Straßen sind als Umgehung für den gesperrten Böllberger Weg in Richtung Stadt zu betrachten.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg



Warum soll es nicht möglich sein, die Straße der Republik offen zu halten. Dem motorisiertem Verkehr kann man ja eine ordentliche Geschwindigkeitsbeschränkung verorden.
Fahrzeuge könnten mit langsamen Tempo passieren.
Es gibt vor Ort in der Regel genug Polizei, die auf das Tempo achten könnte. Die Polizei kann den Verkehr mal stoppen, um Stadionbesuchern den Weg über die Straße zum Stadion zu ermöglichen.
Aus Richtung Stadt können die Fußgänger über die gesperrte Max-Lademann-Straße geleitet werden.

Behördentag und Fußball?



Zu allem Unglück ist der Dienstag auch noch ein Tag, an dem Behörden und Ärzte oft bis 18 Uhr geöffnet haben. Spielanpfiff ist ebenfalls um 18 Uhr. Stadionbesucher im dicksten Berufsverkehr anreisen.
So etwas nenne ich Vorbereitung zum Supergau!

Muss das Stadion verkehrstechnisch derart abgeriegelt werden?



Es ist nicht nachvollziehbar, dass man wegen wenigen hundert Metern Sperrung sehr viel Zeit und Geduld aufbringen muss, um ans Ziel zu gelangen.
Die Tram kam in der Beesener Straße auch nicht so richtig vorwärts.
Als ich mein Ziel endlich erreicht hatte, war das ganze Viertel um die Wegscheiderstraße total zugeparkt.
Die Fußballfans fahren ab und die Bewohner bekommen dann die Knöllchen.
Dann hat die Stadt auch noch daran verdient!
Also ein ganz normaler Tag!
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