Leistungsorientierter Laufsport in Halle verhagelt

Halle (Saale): Halle | Entwicklung des leistungsorienten Laufens in Halle/ Saale

Wer von den Laufenthusiasten kennt nicht noch Hans-Joachim Mogalle, Werner Schildhauer, Manfred Kuschmann oder Waldemar Cierpinski. Klangvolle Namen, die in den Vorwendejahren in der damaligen DDR durchaus in der internationalen Spitze mithielten und einige Titel vorweisen konnten. Nach der Wende gab es Läufer, die durchaus zum erweiterten nationalen Kreis zählten, aktuell ist es noch Falk Cierpinski. Woran liegt es, dass seit Jahren keine Läufer mehr nationales Niveau erreichen können. Es gibt viele Kriterien, die das verhindern, obwohl es eigentlich gute Voraussetzungen gibt, einen Landestrainer am halleschen Stützpunkt, einige Sportvereine, eine Sportschule und eine tolle Infrastruktur (Sportplätze und Leichtathletikhalle).
In Halle gibt es mindestens vier Vereine, in denen Kinder dem Leichtathletiktraining nachgehen, dazu zählen Buna Halle, SV Halle, Turbine Halle und der HLF. In den beiden letzteren genannten Vereinen wird das Laufen „großgeschrieben“, eigentlich. Bei Turbine Halle ist es Tradition, dass die Trainer und Übungsleiter bisher eine gute Nachwuchsarbeit geleistet haben, beim SV Halle existiert momentan keine Laufabteilung, bei Buna Halle ist es sehr überschaubar und beim HLF sollten die Talente aus dem Süden Sachsen- Anhalts im LLZ Halle trainieren. Dass es schon seit geraumer Zeit krankt, ist einer Entwicklung geschuldet, die vielseitig erscheint. Zu viele Vereine, wenige Übungsleiter, keinen Vollzeittrainer- wie in Magdeburg, Interessenkonflikte zwischen den Vereinen und Probleme am LLZ in Halle erschweren ein leistungsorientiertes Laufen. Nachwuchsläufer zu begeistern ist in der heutigen Zeit schwierig, gibt es doch viele Freizeitangebote, die nicht so einen Aufwand bedürfen. Es gab und gibt Bemühungen, dass der Laufsport seine Tradition fortsetzen könnte….. Hierzu ist es erforderlich alle Nachwuchsläufer unter professioneller Anleitung in einem Verein zu bündeln, das Training den persönlichen Bedürfnissen der Sportler anzupassen und gegeben falls das Laufen nur noch am Standort in Magdeburg zu fördern, wie es von einigen Verantwortlichen gewünscht wird.
Talentierte Läufer können in Halle die Sportschule besuchen, eigentlich gute Voraussetzungen. Leider müssen die Läufer einen erheblichen Zeitaufwand betreiben, um zum Training nach Kröllwitz zu kommen, da gehen schon mal bis zu zwei Stunden drauf, um am Morgen nach Kröllwitz zu fahren, danach in die Robert- Koch- Straße, am Nachmittag wieder nach Kröllwitz und dann nach Hause. Glücklich kann sich derjenige schätzen, der im Internat in Kröllwitz untergekommen ist. Für Schüler in der Stadt Halle ist dies nicht vorgesehen, die dürfen halt viel fahren, so hat der Schüler einen Arbeitstag, der mit dem Aufstehen um 05:15 Uhr beginnt und erst um 19:00 Uhr mit dem nach Hause kommen endet. Hier gäbe es eine einfache Lösung, das Training findet in der Robert- Koch- Straße statt, wie auch für andere Disziplinen in der Leichtathletik. Im Winter kann das Training in der Leichtathletikhalle an einigen Tagen verlegt werden. Der bauliche Zustand in der Robert- Koch- Straße ist mittlerweile in Teilen katastrophal, sogar gesundheitsgefährdend durch Nässe und Schimmel. Hier wurde in den letzten Jahren nicht genügend investiert, das kennt man ja schon von früher.
Die Infrastruktur ist eigentlich top, die Heide, Rabeninsel und auch andere Gegenden laden zum Laufen ein, sogar GPS vermessen und ins Netz gestellt. Ein Leichtathletikstadion und eine Leichtathletikhalle kann Halle vorweisen. Falls es einen leistungsorientierten Verein wie in Magdeburg geben könnte, was gäbe es für Synergien, die von Allen genutzt werden könnten. Die Bestrebungen gab es, leider scheiterte es meiner Meinung nach an persönlichen Interessen Einzelner. Es ist berechtigt zu fragen, ob es den Athleten zuzumuten ist unter diesen Bedingungen immer mit Freude und Aufopferung zu trainieren, wenn es woanders besser geht. Einzelne Athleten wollten sich nach Magdeburg orientieren, was erfolgreich verhindert wurde, ohne Kommentar….. In letzter Zeit hörten einige Athleten auf, weil ihnen auch der Ehrgeiz und Elan verhagelt wurde oder es keine Möglichkeit gibt, nach der schulischen Ausbildung, Berufsausbildung oder Studium mit dem Leistungssport zu koordinieren. Es wird schlichtweg dieses Problem negiert rechtzeitig Möglichkeiten zu erörtern, dass Beides im Einklang gebracht wird. Bemühungen Seitens einiger Eltern wurden ausgebremst. Es gab den Vorschlag ein Förderverein zu gründen, der sich all den Problemen annimmt, damit der Sportler beste Voraussetzungen erfährt. So sollten die Schulischen Belange mit dem Training optimiert, eine berufliche Perspektive erarbeitet, Hausaufgabenhilfen oder Fahrdienst organisiert, medizinische Betreuung und Physiotherapie bei Notwendigkeit professionell bereitgestellt, finanzielle Unterstützung bei Trainingslager, Wettkampf oder Ausrüstung gewährleistet werden, um nur einige Punkte zu nennen. Leider wurde das Konzept nicht akzeptiert, schlichtweg abgelehnt. Da man sich im Vorfeld um Sponsoren bemühte, wären die ersten fünf Jahre p.a. mindestens 15000,- Euro bereitgestellt worden, bei eingestellten Erfolgen hätte es noch einiges mehr sein können. Ein Pool aus Mittelständische Unternehmen und Privatpersonen hätten diese Summe bereitgestellt, sogar aus dem nördlichen Sachsen- Anhalt, dem nahen sächsischen Raum und ein Privatsponsor aus dem Ausland wollten helfen. Warum dieses Konzept nicht mal ansatzweise Beachtung fand, kann an dieser Stelle jeder vernünftig denkende Mensch selbst beantworten.
Eine Sportschülerin, im November 2013 noch in den D-Kader berufen gab entnervt auf, eine langzeitverletzte Sportlerin wird in den D- Kader berufen, hat aber seit längeren keine Wettkämpfe mehr bestritten, ein Sportler mit Potential wird nicht berufen, weil er nicht die Kriterien erfüllte, aber immerhin in der DLV- Bestenliste Viertschnellster über 5km 2013 ist. Nachwuchssportler verlassen das LLZ Lauf. Die Krönung gab es dann im März, als der besagte Sportler nicht mehr beim Landestrainer trainieren wollte, weil es unterschiedliche Auffassungen gab. In schöner DDR- Manier wurde der Sportler kaltgestellt, er musste das LLZ Lauf verlassen und damit verbunden musste er, obwohl noch Mitglied beim HLF, seinen Schrankschlüssel abgeben. Es sollte verhindert werden, dass der Sportler 2014 noch an weiteren Wettkämpfen teilnehmen darf. Erst auf Druck der Eltern und ein ärztliches Attest, das dem Sportler Wettkampffähigkeit bescheinigte, gab der Verein nach. In einem Schreiben des Vereins wurde dem Sportler nahegelegt, dass er sich im nächsten Jahr einen neuen Verein suchen soll, dabei liegt Seitens des Sportlers in keinster Weise ein Vergehen vor. Eine weitere Maßnahme war und ist, dass er nicht mehr Leistungssportler sein darf und Vormittags adäquate Trainingseinheiten nicht mehr stattfinden, es wurde sogar versucht, ihn von der Sportschule zu verweisen, aus rechtlichen Gründen war dies aber nicht möglich. Leider hat der DLV „keine Möglichkeiten“, dagegen einzuschreiten, der Präsident des LVSA duldet diese Vorgehensweise, weiter dazu äußern möchte sich der Autor nicht.
Wie man sich denken kann, kann nicht alles in Ordnung sein, aber auch 2014 ist nicht immer eine berechtigte eigene Meinung erwünscht und wird mit Maßnahmen geahndet, die kaum Vergleichbares finden. Auf der Strecke bleibt der Sportler, der auch schon weiß, wo der Fisch zu stinken beginnt.
Der junge Sportler möchte aber nicht aufgeben und versucht es nun mit Hilfe, durch engagierte Unterstützer, seinen Weg zu gehen.
Für Meinungen, Zuspruch und Unterstützung wendet Euch bitte an folgenden Link.Hier könnt ihr Kontakt aufnehmen.

SW
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