Lkw-Unfall, Erinnerungen an den Mauerbau und Abschied aus Israel - das war die Woche der Bürgerreporter

Den verunglückten Lkw fotografierte Bürgerreporter Tom Musche an der Autobahn 9.
 
Gleich zwei Sternschnuppen hat Heiko Scharf im Bild festgehalten.
 
Siegfried Behrens erinnert an den Beginn des Mauerbaus 1961.

Es war die Woche, in der Wünsche wahr werden sollten. Die Sternschnuppennacht hat viele Bürgerreporter beschäftigt. Aber auch die Erinnerung an den Mauerbau vor 54 Jahren spielte in der vergangenen Woche eine Rolle. An dieser Stelle folgt wieder unsere Zusammenfassung zu Wochenbeginn.



Ein Verkehrsunfall hat in der vergangenen Woche einen kilometerlangen Stau verursacht. Ein Lkw verlor auf der Autobahn 9 zwischen den Anschlusstellen Brehna und Bitterfeld die Kontrolle über das Fahrzeug und prallte gegen die Leitplanke. Viele Autofahrer mussten viel Geduld aufbringen, um ans Ziel zu kommen. Tom Musche berichtet über den Unfall und hat mit 331 Lesern wieder die meisten Aufrufe eines Beitrags in der vergangenen Woche.

Auf Platz zwei der meist aufgerufenen Beiträge steht ein Schnappschuss von Heiko Scharf. Der Bernburger hatte - anders als die meisten im Verbreitungsgebiet - in der Nacht der Perseiden gute Sicht auf den Sternenhimmel und hat gleich zwei Sternschnuppen auf einmal festgehalten.

Der Beginn des Mauerbaus im Jahr 1961 hat sich am 13. August zum 54. Mal gejährt. Siegfried Behrens hat mit seinem Beitrag an dieses historische Ereignis erinnert. Mit mehr als 100 Lesern belegt der Artikel des Halberstädters damit den dritten Platz der meistgelesenen Beiträge. "Zwischen 1949 und 1961 verließen 2,7 Millionen Menschen die DDR, so gab der Ministerrat der DDR am 12. August bekannt, dass ein Antifaschistischer Schutzwall errichtet wird. Die Mauer sorgte für die nächsten 28 Jahre für die Spaltung Deutschlands. Über eine Generation wurden die Deutschen Ost von einer Betonmauer, Stacheldraht und Selbstschussanlagen eingesperrt", schreibt Behrens.

Krieg und Flucht


Über Grenzen und Krieg schreibt auch Anna Lauche in ihrem letzten Beitrag aus dem Kibbuz. Die 19-Jährige hat ein Jahr einen Freiwilligen Dienst in Israel absolviert. Nun ist sie nach Hause gekehrt. Der Abschied fiel schwer, wie sie berichtet. "Dennoch ist meine Angst auf die alte Heimat zutreffen unbescheiblich. Ich habe Israel von oben bis unten auf den Kopf gestellt. Bis an die syrische Grenze. Ich habe durch ungünstigen Wind den Krieg gehört. An der falschen Stelle hätte ich ihn beobachten dürfen, mit Cola Dose und Fernglas. So etwas vergisst man nie", schreibt sie.

Auch Ulrich Kruggel blickt zurück in Zeiten der Flucht. Vor 70 Jahren zum Ende des zweiten Weltkrieges musste der Bürgerreporter aus Pommern fliehen. In regelmäßigen Abständen zitiert er nun aus dem Tagebuch seines Onkels, der damals ebenfalls zum Flüchtling wurde. Für den 10. Juli heißt es darin: "Auch in der Stolpe kann man wieder baden. Do und auch Liesel gingen mit mir an die Eisenbahnbrücke an der Klärstation. Wir haben zwei Stunden im lauwarmen Wasser geplanscht und hörten erst auf, als eine Pferdeleiche den Fluss herabtrieb."

Die Hitze hat Mensch und Natur in der vergangenen Woche ebenfalls mächtig zu schaffen gemacht. Martin Beitz aus Teutschenthal machte auf die dramatische Situation am See auf der Rohrwiese bei Langenbogen aufmerksam: "Während in den vergangenen Jahren die Austrocknung sehr moderat war, sich die Wasserfläche lediglich etwas reduzierte, ist der See in diesem Jahr fast gänzlich verschwunden", schreibt Beitz. Im Vorjahr hatten sich hier sogar Kraniche angesiedelt. Nun ist der See fast verschwunden.

Von einer verirrten Fledermaus berichtete Christine Schwarzer. "Eine kleine Fledermaus geriet zwischen zwei Fenster in der Wohnung meines Sohnes. Der Fledermausnachwuchs verlässt jetzt die Eltern und hat noch wenig Orientierung. Mein Sohn setzte sie in eine dunkle Kiste auf den Balkon, damit sie in der Dunkelheit wieder sicher davonfliegen kann", so Schwarzer. Meldungen wie diese hat es in der Vergangenheit immer häufiger gegeben.

Eine "seltsame Überraschung" hat auch Peter Pannicke aus Wittenberg erlebt. Bei einem Spaziergang an der Elbe entdeckte er so manches, was nicht in den Fluss gehört. Untergegangenes war durch die Trockenheit zum Vorschein gekommen. "Ich staunte nicht schlecht, was man alles zu sehen bekam. Da ein Moped, dort ein Fahrrad mit Klappstuhl oder ein einzelnes Hinterrad und und und", schreibt Pannicke.

Plädoyer für Sachsen-Anhalt

Dass Sachsen-Anhalt eine Wirtschaftsregion mit Zukunft ist, davon ist Peter Schmidt überzeugt. Der Colbitzer schreibt ein Plädoyer für das Bundesland und zählt auf, warum es sich lohnt, hier als Unternehmen zu investieren. "Konzerne wie Bayer in Bitterfeld oder der US-amerikanische Flachglashersteller Guardian Industries machen es seit Jahren vor. Und die Statistiken sprechen für sich: Die Zahl internationaler Investoren ist im Vergleich zu anderen Bundesländern gerade in diesem Bundesland besonders hoch", schreibt Schmidt.

Ebenfalls ein Aushängeschild für Sachsen-Anhalt ist die Francke-Geste, die derzeit um die Welt geht. "Die von nun fast 4000 Bürgern augenommene Francke-Geste kann auf der Seite francke-halle.de unter der Rubrik-Weltkulturerbe-von jedermann angesehen werden", schreibt Frank Motzki. Der hallesche Bürgerreporter zeigt auch gleich noch einmal das Original und meint: "Ich hoffe, dass noch viele die Francke-Geste bei entsprechenden Anlässen wie dem Laternenfest nachahmen und sich für die Aufnahme in die Weltkulturerbeliste engagieren."

Aus den Vereinen berichten in dieser Woche wieder ebenfalls viele Bürgerreporter. Gern Horenburg erzählt von einer Wanderung zum Hüttenröder Grasedanz. Jens Schwarz war dabei, als der Aschersleber Rotary Club das Golfen lernte.

Damit allen Bürgerreportern wieder vielen Dank für ihre vielen Berichte - auch die, die hier unerwähnt blieben.


Zum Schluss ...

... möchten wir Sie noch einmal alle herzlich zu unserem Tag der offenen Tür einladen. Neben dem bunten Programm, das wieder auf dem Gelände auf Sie wartet, haben wir auch in diesem Jahr für die Bürgerreporter wieder einiges organisiert. Hier besteht auch die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge und Wünsche einmal persönlich vorzutragen.

Damit allen eine schöne Woche.
Ich freue mich auf spannende Berichte
Kathleen Bendick
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