Mein erster Freiwilligentag in Halle

 


Der 13. Freiwilligentag, der unter dem Motto „Sei ein Engel für einen Tag!“stand, war von Beginn an sehr abwechslungsreich, informativ und voller Emotionen. Mit unfassbaren 60 Mitmachprojekten konnte jeder Interessierte mitmachen.
Auch ich war dabei.

Eröffnung auf dem Markt

Es war ein hin und her der Freiwilligen. Die Mitarbeiterinnen der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. und ihre Helfer haben durch ihre freundliche und ruhige Art jede Frage beantwortet und Hinweise gegeben. Mein Eindruck war, dass etwa ein Drittel der Teilnehmer aus allen Herren Länder kamen. Mit Dolmetschern und diesen Engeln der Freiwilligen Agentur fand jeder seinen Anlaufpunkt.
Die Eröffnung um 9.30 Uhr auf dem Marktplatz war ein bewegender erster Eindruck. Die Mehrheit der Freiwilligen versäumte leider die Eröffnungsveranstaltung, denn sie trafen sich bereits an ihren Arbeitsorten.

Projekt Stolpersteine

Die Freiwilligen des Projektes R5 -Erinnerung bewahren- sammelten sich um Frau Marlies Splett. Die Aufgabe bestand darin, dass STOLPERSTEINE geputzt werden, damit sie im Gedächtnis bleiben. Gemeinsam liefen wir zu dem Ort, an dem früher die Synagoge stand. Als sachkundiges Mitglied im Verein für erlebte Geschichte sprach sie über ihre Forschungsarbeit. Hier erfuhr ich wichtige Details über die Geschichte und die Leiden der halleschen Juden in Nazideutschland. Ich erfuhr auch, für mich, neue Fakten über das schwere Leben der Juden in der damaligen DDR. Natürlich bin ich nun neugierig geworden, noch mehr darüber zu erfahren!

Erlebnisse während der Putzarbeiten

Ich putzte die Stolpersteine, vor Häusern der Turmstraße, Schlosserstraße, drei Straßen in der Nähe des Rannischen Platzes sowie sechs Straßen im Süden. Das Wetter und mein Fahrrad waren die größte Hilfe an diesem Tag. Es war sehr interessant zu sehen, wie sich Bürger unserer Stadt verhielten. Die meisten Bürger schauten neugierig, beim Vorbeigehen oder vom Fenster aus, auf meine Arbeit. In der Benkendorfer Straße erzählte mir ein Anwohner, dass er es gut findet, dass wieder einmal etwas gemacht wird. Er erzählte mir, dass im Mai 2015 einmal eine Schulklasse einen Blumenstrauß an den Steinen niederlegte.
Als ich die Stolpersteine der Familie Nussbaum in der Bernhardystraße reinigte, sprach mich eine junge Frau an. Sie wollte wissen, an wen sie sich wenden kann, um an solchen Aktionen teilzunehmen. Im Gespräch erfuhr ich, dass sie Kinder in der Jüdischen Gemeinde in Halle betreut. Sie teilte mir zum Abschluss mit, dass sie die Steine in der Bernhardystraße weiter sauber halten will.

Abschlussveranstaltung

Der Abend war ein vollendeter Abschluss des Tages. Zufrieden mit dem Tag unterhielten sich die Freiwilligen ausgelassen und ließen sich die Leckereien des Büfetts schmecken.
Ich bin beindruckt über die Organisationsleistung und Einsatz der Mitarbeiterinnen der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. und deren Helfer. Ich werde natürlich auch im kommenden Jahr am 14. Freiwilligentag teilnehmen und sage nur noch, Danke!
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