Mobbing unter Enten, Trickbetrüger und eine Reise in die Kulturhauptstadt – Das war die Woche der MZ-BürgerReporter

Die Askanische Straße in Dessau. (Foto: Christine Schwarzer)
 
Mit der Kutsche durch Breslaus Innenstadt (Foto: Ralf Springer)
Die Bürgerreporter verfassen täglich zahlreiche Beiträge über Themen und Veranstaltungen, die oftmals keinen Platz in der Zeitung finden. Wir haben die meistgelesenen Artikel der vergangenen Woche noch einmal zusammengefasst.

Das Thema Hundekot ist wohl in jeder Region Sachsen-Anhalts ein vieldiskutiertes. Oftmals müssen die Anwohner ihren Unmut erst sehr deutlich kundtun, um Entscheidungen im stadtpolitischen Geschehen zu bewirken. So hat sich auch Andy Mallack direkt an die Pressestelle der Stadt Sangerhausen gewandt und nachgefragt, ob ein Teil der eingenommenen Hundesteuer in der Stadt bald für die Errichtung von Hundewiesen verwendet wird. Einerseits um den Tieren mehr Aufmerksamkeit zu schenken, andererseits würde dies eventuell auch das Kotproblem entschärfen. Was ihm ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung antwortete, lesen Sie hier.

Daran anlehnend ein kleiner Bericht: Wie sich kürzlich wieder bestätigte, können auch Bürgerreporter mit ihrer Stimme viel bewegen. Christine Schwarzer berichtete im März 2015 im Forum der MZ-BürgerReporter über ein Müllproblem im Dessauer Stadtteil Ziebigk und wendete sich damit sogar an die Stadtverwaltung. Bereits im Juni gab es erste kleine Erfolge bei der Müllentsorgung. Nachdem nun einige Zeit vergangen ist, hat man sich offenbar dem Problem angenommen und der Müll ist verschwunden! Die Besitzerin des Geländes der alten Gärtnerei wurde aufgefordert, das Grundstück zu räumen. Der Zustand war so schlimm, dass er bereits zur Gefahrenquelle deklariert wurde. Nun ist der Müll restlos beseitigt und das Naturschutzgebiet ist wieder Naturschutzgebiet.
Weiter so! Setzen Sie sich für die gute Sache ein und nutzen Sie unser Forum als Sprachrohr.

Seit dem 1. Januar 2016 zählt das polnische Breslau zu den Kulturhauptstädten Europas. Grund genug für Ralf Springer, seine Reise in die Stadt mit einem Bericht im Forum zu krönen. Auch die Kultur-Redakteure der Mitteldeutschen Zeitung haben sich dem Thema gewidmet. Wäre das nicht der Fall, hätte sein umfangreicher Bericht höchstwahrscheinlich ebenfalls große Beachtung im Reiseteil der MZ erfahren. Interessant zu lesen ist auch, dass Breslau mit seiner neu gewonnenen Aufmerksamkeit eine Schlüsselrolle in der Diskussion um die Wahrung der Demokratie in Polen spielt. Mehrere Gesetzesentwürfe der Regierung sind derzeit international stark umstritten und widersprechen dem Bild der Kulturhauptstadt, das die „Quintessenz der Multikulturalität“ symbolisieren soll.
Lesen Sie was man unbedingt gesehen haben muss, im Bericht gibt es viele weitere tolle Bilder.

Wolfgang Erler
begeisterte mit seinem bisher fünfteiligen Bericht über seine Erkundung des Salegaster Forstes ebenfalls zahlreiche Mitglieder. Sei es die Wanderlust oder einfach das Interesse an der Natur und der Region: Die fleißig dokumentierten Beiträge sind sowohl lesens- als auch sehenswert und machen Lust auf einen Ausflug. Im Rahmen dessen ist auch schön zu lesen, dass sich die Bürgerreporter nicht nur virtuell begegnen, sondern im Frühjahr eine gemeinsame Wanderung planen.

Der Titel genügt, um Fans von Christine Schwarzer oder der Stadt Dessau zum Lesen zu bringen: „Dessauer Winterimpressionen“nennt sie ihren Beitrag und zeigt die schönsten Ecken ihrer Heimat in winterlichem Glanz. Von der Askanischen Straße über die liebevoll „Eierschneider“ genannte Brücke über die Mulde bis hin zum Johannbau. Neben dem Bauverlauf der Muldebrücke beobachtet sie auch das Verhalten der Wildenten. Eine unter ihnen, eine Mandarinente, ist anders und wird wegen ihrer Andersartigkeit „gemobbt“, wie Christine Schwarzer bemerkt haben will.

Yvonne Rollert erregte mit ihrem Hinweis zu möglichen Trickbetrügern in Sachsen-Anhalt die Aufmerksamkeit der Leser. Wie die MZ ebenfalls berichtete, gab es von der Polizei bestätigte Anzeigen über Betrüger, die sich mithilfe eines Tricks Zugang zu Wohnungen im Raum Sachsen-Anhalt verschaffen wollten. Wie Yvonne Rollert vermeldete, war das auch in Halle der Fall. Die Täter gaben vor, die seit 2016 in deutschen Mietwohnungen verpflichtend anzubringenden Rauchmelder überprüfen zu wollen. Die Feuerwehr warnte vergangene Woche vor dieser Masche, bis in Dessau der erste tatsächlich gemeldete Fall angezeigt wurde. Dort agierten zwei Männer sogar mit gefälschten Ausweisen der Dessauer Wohnungsbaugesellschaft DWG.

Wieder dabei unter den meistgelesenen Beiträgen war auch wieder der aktuelle Spielbericht vom Handballverein TuS Dieskau-Zwintschöna e.V. und dem erfolgreichen Jahresstart am vergangenen Wochenende.

Ein Hinweis:
An alle Bürgerreporter, die ihren TiM-Ticket-Gutschein aus dem Adventskalender-Gewinnspiel bereits eingelöst haben: Vergessen Sie nicht, einen kleinen Beitrag über ihr Erlebnis zu schreiben. Das wäre eine schöne Geste.

Ich möchte Sie an dieser Stelle auch noch einmal darauf hinweisen, was Ihre Beiträge enthalten sollten, um sie ideal nutzen zu können:

1. Ein Thema, das viele Menschen betrifft
2. Mindestens ein Bild - macht den Beitrag besser auffindbar im Internet und ist für die Printseiten interesssanter
3. Bilder sollten auf jeden Fall den Urheber und die Bildunterschrift enthalten (Wer oder Was ist zu sehen?) und in hoher Auflösung im Originalzustand hochgeladen werden
4. Artikel mit fremdem Inhalt müssen eine genaue Quellenangabe haben, besonders bei Zitaten

Ich freue mich über die Vielzahl an Bildern, würde allerdings auch gerne wieder mehr ausführliche Berichte erhalten, um die Printseiten der Lokalausgaben mit bedeutenden Themen der Region zu ergänzen. Gehen Sie Ihrer Reporterleidenschaft nach.

Vielen Dank für Ihre Beiträge und eine schöne Woche für alle Leser.
Jeder ist eingeladen, mitzumachen. Schreiben Sie uns, was Ihnen in Ihrer Region auffällt, Sie stört, Ihnen Freude bereitet.

Ihre Diana Serbe
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