Musik und Lyrik für den Gänsebrunnen

Halle (Saale): Kröllwitz | Dank der MZ, die für den 04.06.2016 den ersten Kultur- und Konzerttermin am Kröllwitzer Gänsebrunnen ankündigte, konnte ich Romantik pur an einem wenig bekannten Ort genießen. Für mich ist das aber eine sehr vertraute Umgebung, erlebte ich doch die ersten 9 Kindheitsjahre in unmittelbarer Nähe. Um in meine alte Kröllwitzschule zu gehen, musste ich nur vom „Fuße des Kirchbergs“, Hausnummer 1, über die damals maroden Treppenstufen zum „Gipfel“ des Berges gelangen. In jeder Hofpause erwartete uns der Brunnen schon sehnsüchtig. Die Gänse standen längst am Rosa-Luxemburg-Platz vor dem Landesmuseum und waren dort hübsch anzusehen.

Da ich inzwischen leider nicht mehr in Kröllwitz, sondern einige Kilometer weiter weg im Saalekreis wohne, war ich zusammen mit meiner Schwester verkehrsbedingt etwas zu spät gekommen. Wie das Salonorchester Kaiserwalzer auf mich wirkte, als ich mit den Füßen im trockenen Brunnen saß, habe ich mir nicht nur „zusammengereimt.“
Zum Schluss hörten wir gern der Vereinsvorsitzenden der „Interessengemeinschaft Gänsebrunnen“ zu, als sie uns über ihre Arbeit und das nächste Vorhaben in der Umgebung von Brunnen und Kirche berichtete. Sie kann so begeistert und lebendig erzählen. Wir haben uns vorgenommen, am 22. Juli die Brunnenlyrik nicht zu verpassen. Ich treffe gern Gleichgesinnte. Das Lesen von Gedichten fühlt sich unter freiem Himmel besonders schön an. (Ich selbst habe bereits Lesungen im Dieskauer Park, Reichhardts Garten und in Quetzdölsdorf durchgeführt.) Als Dankeschön überreichte ich der Vereinsvorsitzenden zwei Bücher von mir, in denen der Eselsbrunnen in Halle (mit den wechselnden „Shrekeseln“) und meine Geschichte im Fischerhaus am Kirchberg 1 mit seinen zwei Räucherkammern, (falls ich mich richtig erinnere), in Gedichtform dargestellt werden. Wir wünschen dem Verein weiterhin viel Erfolg.

Kultur am Gänsebrunnen

Ingrid Ursula Stockmann

Schön war's beim „Salonorchester“
der „Kaiserwalzer-Truppe“,
das ist 'ne flotte Gruppe,
finden ich und meine Schwester.

Zum Gänsebrunnenfest
saß ich auf dem alten
Gänsebrunnenrest
mit anderen „Gestalten“,
die vom Gänsebrunnen was halten.

Es wurden die Instrumente
auch ohne unsere Gänse
zum Leben schier erweckt,
damit man ihn entdeckt.

Lebendig war es anzuschau'n,
das Konzert ohne Wände
von einem Raum,
durch rege Musikerhände.

Ich konnte beinah schwören,
das Wasser schon zu hören.
Klänge erfreuten unser Ohr,
das kam mir spritzig vor.

Romantisch wurde musiziert,
wirklich schön gelungen,
wurde der Brunnen besungen.
Bald läuft er wie geschmiert.

Neue Gänse wird er besitzen,
wenn noch mehr Leute flitzen,
um Konzerte zu erleben
und Spendengelder geben.

Zum nächsten Termin
gehe ich wieder hin.
Ein Buch wurde geschrieben,
Brunnengedichte zum Verlieben!

Das ist mir nicht einerlei,
im Juli bin ich mit dabei.
Schön wird es wieder sein.
Liebe Grüße an den Verein.
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1 Kommentar
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Christa Beau aus Halle (Saale) | 06.06.2016 | 12:23   Melden
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