Nebenjob im Studium – Worauf geachtet werden sollte

Halle (Saale): Martin-Luther-Universität | Zu Beginn des Sommersemesters 2013 findet an der Martin-Luther-Universität in Halle Anfang April ein Orientierungstag für die neuen Studierenden statt. Dadurch soll den Erstsemstern der Start ins Studentenleben erleichtert werden. Die künftigen Studenten stehen vor einem spannenden Lebensabschnitt. Nicht wenige von ihnen haben ihr Elternhaus verlassen, um für ein Studium nach Halle zu ziehen. Dort werden sie nicht nur den universitären Verpflichtungen nachgehen, sondern können auch die zahlreichen Kultur- und Freizeitangebote sowie das besondere Flair der Saalestadt genießen.

Ein solches Studium muss jedoch auch finanziert werden können. Da nur in den seltensten Fällen die Eltern für die Studienfinanzierung ihrer Kinder aufkommen können, müssen viele Studierende einer Nebentätigkeit nachgehen. Hierbei sollten ein paar Kriterien berücksichtigt werden, um keine böse Überraschung bezüglich der Kindergeldzahlung, des BAföG-Zuschusses oder der Sozialversicherungspflicht zu erleben.

Beeinträchtigung der Kindergeldzahlung


Bis einschließlich 24 Jahre können Studierende Kindergeld von der Bundesagentur für Arbeit beziehen. Es muss jedoch darauf geachtet werden, den jährlichen Freibetrag in Höhe von 8.130 Euro nicht zu überschreiten, da sonst die Zahlung des Kindergeldes eingestellt wird. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass neben den Einnahmen aus einer Beschäftigung auch Einnahmen aus Stipendien und Renten sowie BAföG-Zuschüsse mit in diesen Freibetrag inkludiert werden. Darüber hinaus dürfen die Studenten nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten.

Beeinträchtigung des BAföG-Zuschusses


Mit Beginn dieses Jahres griffen Änderungen hinsichtlich sogenannter Minijobs. Die Verdienstgrenze ist auf 450 Euro angehoben und eine Rentenversicherungspflicht eingeführt worden.

Auf die BAföG-Regelungen hat diese Anhebung der Verdienstgrenze allerdings keine Auswirkung. Dementsprechend dürfen Studierende nach wie vor maximal 400 Euro monatlich dazu verdienen. Fällt der Nebenverdienst höher aus, muss eine Kürzung des BAföG-Zuschusses in Kauf genommen werden.

Beeinträchtigung der Sozialversicherungspflicht


Bis zum 25. Lebensjahr können Studierende beitragsfrei in der Familienversicherung ihrer Eltern versichert werden. Dies gilt allerdings nur, wenn sie nicht mehr als 450 Euro Bruttolohn pro Monat erhalten.

Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden in der Regel fällig, sobald Studenten dauerhaft mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten. Wird die Nebentätigkeit jedoch überwiegend abends oder an den Wochenenden ausgeübt, können Studenten auch weiterhin als „ordentliche Studierende“ gelten. In diesem Fall entfällt die Beitragspflicht.

Wird die Arbeitszeit von maximal 20 Stunden pro Woche zwar eingehalten, aber mehr als 850 Euro brutto im Monat verdient, müssen bei der Rentenversicherung höhere Beträge (derzeit 9,45%) gezahlt werden. Wenn Studierende mehr als 20 Stunden wöchentlich einer Nebentätigkeit nachgehen, dabei aber unter 850 Euro verdienen, müssen sie einen reduzierten Arbeitnehmeranteil bei der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung entrichten. Nur wenn über 20 Stunden die Woche gearbeitet und dadurch mehr als 850 Euro pro Monat verdient werden, müssen Studenten den vollen Beitrag zur Sozialversicherung leisten.
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