Neue Bürgerinitiative im Glauchaviertel

.....der Auftakt im Sommer !
 
Zahlreich erschienen die Anwohner und Interessierten
23. Oktober 2012

Begonnen hat alles am 26.06.2012 mit der Ankündigung von Bauarbeiten in der Kefersteinstraße und den damit wegfallenden Parkplätzen. Die ohnehin schon prekäre Situation im Viertel hätte sich dadurch nochmals verschärft . Das gemeinsame Anliegen, hier endlich ein Anwohner-Parkbereich zu schaffen , schweißt zusammen. Einen Aufruf zweier Anwohner folgend, traf man sich am 2.10.2012 auf der Strasse und bastelte Plakate um so auf die Situation aufmerksam zumachen. Ein Protest der Wirkung gezeigt hat. Die Stadtwerke als Auftraggeber und die Stadtverwaltung reagierten und schufen Interims- parkplätze auf einem Abrissgrundstück in der Glauchaer Straße.

Für einige Anwohner war das ein Zeichen - sie setzten sich zusammen, luden die damals zur OB-Wahl stehenden Herrn Dr. Wiegand und Bönisch zur 2. Bürgerversammlung am 10.10.2012 ein. Daraufhin gabs Gespräche mit den Beigeordneten Dr. Wiegand und Stäglin, um über weiterhin anstehende Probleme und Planungen im Viertel zu sprechen. Und weil es im Viertel noch viel zu tun gibt und man die Bürger mehr einbinden/informieren will, wurde am Mittwochabend, den 17.10.2012 die - Bürgerinitiative Kefersteinviertel - im Gemeindehaus der Georgenkirche gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Jan Wioland gewählt. Wioland erklärte - eine Bürgerinitiative ist kein Verein, es gibt keine Mitgliedsbeiträge, keinen Vertrag und keinerlei Verpflichtung.

Sein Stellvertreter Ronald Stahl begrüßte die zahlreich erschienenen Mitbürger und Gäste der Gründungsveranstaltung.
Anderthalb Stunden diskutierten die Anwohner über ihre Probleme. Gekommen waren auch Baudezernent Uwe Stäglin, CDU-Stadtrat Bernhard Bönisch sowie die SPD-Räte Karamba Diaby und Klaus Hopfgarten.

In wenigen Tagen werden die Arbeiten in der Kefersteinstraße – der ursprüngliche Auslöser – beendet sein. Dann stehen wieder 18 reguläre Stellplätze zur Verfügung. „18 Plätze für 70 Autos“, erklärte Wioland. Er plädierte dafür, die Interimsparkplätze noch eine Weile zu belassen , womit übrigens eine Anwohnerin der Glauchaer Straße nicht einverstanden ist, weil diese nun auf Parkplätze statt auf Grün gucken muß. Immerhin ist ein wenig Entspannung in Sicht. Denn ein privater Investor – der Vermieter einer Wohnanlage – will einen Teil der ehemaligen Fläche des abgerissenen Kegelparadieses kaufen und dort 25 weitere Stellflächen schaffen. Momentan fehlt aber noch ein konkret untersetztes Kaufangebot durch die Stadt. Unzufrieden sind die Bürger auch mit den Antworten der Stadt, was das Anwohnerparken angeht ,was direkt Herrn Stäglin, bzw. dessen Mitarbeitern zur Last gelegt wurde.
„Eine 1:1-Stellplatzversorgung werden wir hier nicht hinbekommen“, sagte Baudezernent Uwe Stäglin. Dafür fehle es an ausreichend Platz, meinte er zum Unmut einiger Besucher. „Dann hätten wir überall nur noch Blechlawinen statt Bäume“, so Stäglin. Eine Anwohnerparkzone wird nicht den gewünschten Erfolg bringen, denn 50 Prozent der Stellflächen müssten trotzdem weiterhin für alle zugänglich sein. Einen Wunsch, doch die Straße nur noch für Anwohner zuzulassen und damit „Fremdparker“ auszusperren, die hier derzeit kostenlos ihre Autos abstellen um in der Altstadt nicht zahlen zu müssen, erteilte Stäglin auch eine Abfuhr. „Wenn eine Straße für alle gewidmet ist, dürfen auch alle dort parken“, machte er klar. Es gebe keine Möglichkeit, Fremdparker auszuschließen. „Das ist eine Sackgasse. Da muss außer uns niemand hinein“, merkte ein Anwohner an. Doch auch das ist kein Argument. Es handele sich eben um eine öffentlich gewidmete Straße, für deren Unterhalt die Kommune aufkomme. Die Alternative wäre die Schaffung einer Privatstraße. Dann aber müssen die Anwohner 100 Prozent der Kosten tragen. Das will natürlich auch niemand.
Worin aber besteht der Unterschied zwischen den nördlichen Stadtteilen, wo Anwohnerparkbereiche seit Jahren bestehen und dem unseren im Süden ? - fragte Jens Oelgarte von der Initiative - welche vom Beigeordneten Stäglin beim nächsten Treffen beantwortet werden sollen !

Neben den Parkplätzen gab es aber auch noch andere Punkte. So wünschten sich mehrere Anwohner – darunter viele Mütter – einen Überweg oder eine Ampel über die Glauchaer Straße im Bereich Kefersteinstraße. Wegen der hohen Fahrzeugbelastung sei ein Überweg nicht möglich, so Baudezernent Stäglin. Und für eine Ampel gibt es kein Geld.

Diskussionen gab es auch um die Sicherheit. Mehreren Bürgern fehlte die Beleuchtung am Ratswerder. Gerade Frauen und Kinder fühlen sich dort unsicher. „Ich traue mich nicht, mein Kind allein da lang zu schicken“, sagte eine Mutti. Immerhin, so war zu erfahren, soll an der Ecke zur Kefersteinstraße eine Lampe aufgestellt werden. Die Dunkelheit am Ratswerder ziehe Kriminalität an, meinten mehrere Anwohner. In den letzten Monaten seien zahlreiche Fahrzeuge beschädigt worden, insbesondere wurden Spiegel abgetreten, beklagten Anwohner. Etwas gebessert habe sich die Lage, seit das Kegelparadies abgerissen worden sei und damit auch die Sprayer verschwunden sind.

Schon eingebunden ist die BI in die Planungen der Stadt, die am Ratswerder einen Bolz- und Bastketballplatz bauen will, um gleich zu Beginn Ärger zu vermeiden - denn auch hier haben die Anwohner Angst vor Randalierern und Lärm. . „Wenn jeder in seinem Quartier solche Angebote nicht will finden wir nie eine Lösung“, bat Stäglin um Verständnis. Erneuert wird aber auch der Spielplatz. Der Sand wurde schon ausgetauscht, zwei Wipptiere aufgestellt. Die Anwohner wünschen sich noch Schaukel und Tischtennisplatte und werden sich dafür weiter einsetzen.

Wieder eine Bürgerinitiative mehr in unserer Stadt, die hoffentlich weiterhin so gut zusammenhält und kämpferisch bleibt.

Info unter ; https://www.facebook.com/BurgerinitiativeKeferstei...
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