Park & Ride am Rosengarten

  Seit über einem Jahr ist das Abstellen von PKW ´s am S- Bahnhof Rosengarten in der Kasseler Straße gängige Praxis. Nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung- geduldet, denn für eine ordentliche Gestaltung hat die klamme Stadtkasse kein Geld. Wir möchten als Anwohner aber ein ordentliches Wohnumfeld und haben dies wiederholt gegenüber der Stadtverwaltung deutlich gemacht. Deshalb trafen wir uns am 16.11.2012 zu einem Vor Ort -Termin, bei dem es nicht nur um die Kindergartenruine in der Kasseler Straße ging. Dort wurde uns von den Vertretern mehrere Ämter der Verwaltung am nochmals bestätigt, dass die Stadtverwaltung keine finanziellen Spielräume hat und auf eine Umgestaltung des gesamten Areals im Zusammenhang der geplanten Erneuerung aller Gleisanlagen und Brücken am Rosengarten durch die Deutsche Bahn AG hoffe. Nur die lässt noch eine Weile auf sich warten- geplant für 2013/2014- mittlerweile schon mal geschoben auf 2015/2016 oder gar 2017.
Und ob die Deutsche Bahn AG schon etwas von den Hoffnungen und Erwartungen an sie durch die Stadtverwaltung weiß, konnte nicht bestätigt werden.
Auf die Anfrage, warum man aktuell diese Stück Fläche überhaupt durch die Stadt erworben habe, wo man doch sonst nie Geld hat, gab es bis heute keine befriedigende Antwort.
Nun stellt das Abstellen von einigen Autos von Pendlern dort noch kein Problem dar. Aber mittlerweile werden da nicht nur Autos, sondern von Freitagabend bis Montag früh auch Lastzüge mit Aufliegern und Hängern (parallel zur und direkt an der Fahrbahn) abgestellt. Sie haben den gesamten Boden zerfahren und große Löcher hervor gebracht. Da es in diesem Bereich keinen Fußweg und keine Entwässerung gibt ( auch kein Geld) und die Straße in diesem Bereich nur eine Breite von 4,50 Meter hat, können sich begegnende Fahrzeuge nicht aneinander vorbei fahren bzw. auf den unbefestigten Streifen ausweichen. Aber unsere Stadtverwaltung macht aus jedem Mangel eine Tugend. So würde der Verkehr auf natürliche Art und Weise beruhigt und es gebe doch gute Sichtverhältnisse beim Einbiegen in die Kasseler Straße?!?
Der Wunsch der Anwohner, den Platz zu befestigen und eine Entwässerung anzulegen, wäre zu teuer für dieses unbedeutende Stück halleschen Eigentums.
Laut Aussage der Unteren Verkehrsbehörde sei die Anordnung eines Verkehrszeichens (Parkverbot) nicht
möglich, da die Voraussetzungen dafür fehlten. Eine Kontrolle des Parkverbotes der abgestellten LKW ist nach eigener Aussage des Ordnungsamtes nicht möglich, weil man in den Abend- und Nachtstunden sowie an den Wochenenden nicht arbeite. Der Bürger solle sich selbst helfen und bei der Polizei Anzeige erstatten. Auf die Idee wie in vielen anderen Kommunen Deutschlands, die Arbeitszeiten des Ordnungsamtes flexibler zu gestalten und auch an Wochenenden und Feiertagen auszudehnen ist man leider in der Stadt Halle noch nicht gekommen, obwohl sich dadurch die Stadtkasse wieder mehr füllen ließe.
Diese Bankrotterklärung der Ämter wird nur dadurch abgemildert, dass der Vertreter des Eigenbetriebes für Arbeitsförderung sich bereit erklärte, die wiederholt auftretenden Vermüllungen je nach Möglichkeit wieder zu beseitigen. Auch wolle die Stadtverwaltung prüfen, ob das Befahren der Freifläche durch LKW ´s durch das Legen großer Baumstämme verhindert werden kann. Um dies zu erreichen, haben sich engagierte Anwohner bereit erklärt nach Möglichkeiten zu suchen, um mit privatem Engagement das Auffüllen der Löcher zu ermöglichen.
Die Lokalredaktion der MZ hat im Zeitraum September/Oktober 2012 auch von diesen Problemen berichtet. Bleibt zu hoffen, dass die Redakteure weiter dran bleiben.
Wir Anwohner bleiben auf jeden Fall dran- vor allem, was den längst überfälligen Lärmschutz durch den enorm gestiegen Personen- und vor allem Güterverkehr und die Möglichkeit des stadteinwärts in die Merseburger Straße einbiegenden Fahrzeugverkehrs betrifft. Hier gibt es noch viel ablehnende Haltung der Verwaltung zu überwinden und Geld für einen Ampelumsetzung aufzubringen. Aber hier hoffen wir als Anwohner auf das notwendige Verständnis und die daraus resultierende Hilfe und Unterstützung durch die Deutschen Bahn AG und dem Tiefbauamt Halle, wenn der große Knoten-umbau beginnt. Und wir nehmen unseren neuen Oberbürgermeister Herrn Dr. Wiegand bei der Lösungssuche beim Wort, der uns ja schon im Wahlkampf mehr Beachtung und Umsetzung des Bürgerwillens in den Wohnquartieren versprochen hat.
Bürger, die sich auch für die Erhaltung des Wohnumfeldes Rosengarten interessieren, können sich gern beim Autor melden.

Hans-Joachim Berkes
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