Ronald Lässig (DDR-Opfer-Hilfe): Fußball, Stasi, Mord - Fall Eigendorf aufklären

Ronald Lässig (DDR-Opfer-Hilfe e.V.) fordert Aufklärung, ob die Stasi den Fußballer Lutz Eigendorf ermordet hat. Der Tod des BFC-Spielers, der nach seiner Flucht in den Westen beim FCK Karriere machte, jährt sich am 7. März 2013 zum 30. Mal.
Vor 30 Jahren starb Lutz Eigendorf bei einem mysteriösen Autounfall. Indizien zufolge war die Stasi beteiligt. Ronald Lässig (DDR-Opfer-Hilfe) forderte anlässlich des Jahrestages, den Todesfall endlich aufzuklären. Das sei der Rechtsstaat auch den Angehörigen des DDR-Flüchtlings schuldig, sagte Lässig der Mitteldeutschen Zeitung. Eigendorfs Tod ist eines der größten Rätsel in der Ligageschichte. Die Stasi hatte einen Mordauftrag erteilt. Eigendorf, der 1979 nach dem Spiel seines BFC Dynamo in Kaiserslautern beim FCK erfolgreich um Hilfe gebeten hatte, sollte sein Leben im “Goldenen Westen” nicht länger genießen dürfen. Nach der Wende aufgefundene Akten lassen keinen Zweifel, dass Eigendorf im Visier der Stasi stand. Unter der Überschrift “Personengefährdung” wurden am 13. September 1983 im Zusammenhang mit Eigendorf Mordmethoden und deren Vertuschung aufgeführt. “Gifte, Gase? Welche, wie, wo?” Der Bundesnachrichtendienst stellte 1990 die Theorie auf, der Griff des Autos sei mit Kontaktgift besprüht worden, das über die Haut ins Blut gekommen sei und zu Atemlähmung geführt habe. Der Autor Herbert Schwan warf in seinem ARD-Film “Tod dem Verräter” auf Grundlage der Stasi-Dokumente eine andere Mordtheorie auf. Die Stasi habe Eigendorf in dessen Alfa Romeo gekidnappt, ihm mit dem Tod gedroht und mittels einer giftigen Substanz Alkohol eingeflößt.
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