Sonntagsbesuch im Verlag- und Druckzentrum der Mitteldeutschen Zeitung

Abschluss der kleinen Zumavorführung
 
Schnell haben die Kleinsten die Schritte drauf!
 
Mamis sind da eher verhaltener
Halle (Saale): Mitteldeutsche Zeitung | Schon lange hatte ich den heutigen Tag in meinem Handy markiert. Daran erinnern musste mich keiner. Viel zu groß war mein Interesse, zu erfahren, wie die Artikel rasend schnell und aktuell in meine Tageszeitung kommen, so dass ich schon morgens umfassend informiert bin. Aber auch die Gestaltung der Onlinemedien interessierte mich sehr.
Mit frisch geladenem Akku und leerer Speicherkarte fuhr ich nach einem ausgiebigen Frühstück, verbunden mit Informationen aus dem Netz, nach Halle in die Delitzscher Straße.
Dort angekommen sah ich, dass das bunte Treiben schon voll im Gange war. Das super Spätsommerwetter lud dazu ein. Schon die Parkplatzsuche gestaltete sich recht schwierig. Was ich nicht wusste war, dass Deutschlands größter Schokoladenhersteller, die Halloren-Fabrik, gleich gegenüber der Heimat des Verlags- und Druckhauses der Mitteldeutschen Zeitung gelegen, ebenfalls zum Tag der offenen Tür einlud.
Von dieser süßen Verlockung ließ ich mich nicht verführen und steuerte auf das große Gebäude der MZ zu. Bereits am Eingang wurde ich freundlich empfangen und erhielt einen Ablauf- und Lageplan, so dass einem gelungenen Tag nichts mehr im Wege stand.
Am Infostand, direkt hinter dem Eingang holte ich mir eine Eintrittskarte für einen geführten Rundgang durch das Verlagsgebäude.
Danach steuerte ich direkt auf das bunte Treiben im schön begrünten Innenhof des Verlag- und Druckzentrums zu. Viele blau überdachte Stände waren aufgebaut, an welchen ich umfangreiche Informationen über das Tun in der Redaktion sowie im Druckzentrum erhalten konnte. Besonders amüsiert war ich über die lange Schlange am Glücksrad für die Erwachsenen. Bei vielen schien hier der Spieltrieb aus der Kindheit wieder entflammt. An anderen Ständen konnte ich an vielfältigen Preisausschreiben über unsere mitteldeutsche Region mitmachen, Werbeartikel der Mitteldeutschen Zeitung sowie der integrierten Unternehmen, wie MZZ-Briefdienst, TIM-Ticket, TV-Halle und vielen anderen. Besonders interessant war das Angebot des Vorverkaufes der Broschüre „Wege aus der Vergangenheit“. Diese entstand in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und widmet sich den Geschehnissen im Ersten Weltkrieg, die eng mit unserer Region verbunden sind.
Besonders für die Kleinen sollte der heutige Tag ein erinnerungsträchtiger Sonntag werden. In einem Workshop konnten sie zusammen mit einer Zumba Trainerin eine kleine Choreografie einstudieren, nach dessen Aufführung die noch schüchternen Mamis selbst aktiv werden konnten.
Auf der großen Bühne wechselten sie die Highlights ab, so dass den Besuchern, welche auf den Bierzeltgarnituren Platz zum Verschnaufen gesucht hatten, ein kurzweiliges, interessantes Programm geboten wurde.
Alle Künstler vermochten es, ihre Energie von der Bühne bis hinein in das Publikum zu tragen und so die Besucher zum Mitmachen zu animieren. Sei es, dass Kinder, gemeinsam mit ihren Eltern auf dem Rasen vor der Bühne saßen und gemeinsam mit den Trommlern auf der Bühne afrikanische Klänge in den Sommerhimmel zauberten, oder aber die sich die Zumba Show auf bis vor die Bühne fortsetzte.
Für das leibliche Wohl aller war gut gesorgt, so dass keine großen Wartezeiten entstanden, um zu einem kühlen Getränk oder einer frisch gegrillten Wurst zu kommen.
Dann wurde es langsam Zeit, dass ich mich zum Sammelpunkt für die geführten Rundgänge durch das Verlagsgebäude begab. Diese Form der Organisation empfand ich als sehr entlastend, denn so verteilte sich der Besucherstrom recht gleichmäßig auf den gesamten Tag, denn oben in der ersten Etage erwarteten mich Redakteure, welche ohne Unterlass an der neuesten Ausgabe unserer Zeitung arbeiteten.
Vor der Tür der Redaktion empfing uns der stellvertretende Redaktionsleiter, um uns die Abläufe vom Finden der Ideen und Informationen, bis hin zum druckfertigen Beitrag zu erklären. Danach hatten wir die Möglichkeit, selbst ein Auge in das Großraumbüro des Verlagsherzes der Mitteldeutschen Zeitung zu werfen. Jeder der mochte, konnte Fragen an die einzelnen Redakteure stellen.
Danach ging es weiter in die kleinen Produktionsräume des Senders TV-Halle. Ich war erstaunt, wie auf solch kleinem Raum, unterhalten nur durch Spenden- und Sponsorengelder, eine informativ fundierte Sendung entstehen kann.
In den Räumen der MZ-Satz GmbH, welche den Abschluss des geführten Rundganges bildeten, konnten wir bereits am Eingang alte Druckplatten und Utensilien zur Herstellung einer Zeitung bestaunen, um im nächsten Augenblick den rasenden Fortschritt in der Gestaltung von Artikeln und Anzeigen zu erfahren.
Im Druckzentrum des Verlages, welchen wir allein durchforsten durften, ging das Staunen gleich weiter. Im Eingangsbereich waren alte Druckereimaschinen aufgebaut. Schmunzeln musste ich bei meiner Entdeckung der Raucherinseln für die Beschäftigten, welche Telefonzellen von früher ähnelten. Aber auch dafür ist gesorgt!
Die große Druckmaschine, welche sich hinter einer großen Glaswand verbarg stand leider still, weil die Redakteure noch fleißig an der Artikelerstellung für die morgige Ausgabe arbeiteten. Die Größe und Aufwendigkeit der Maschine ließ erahnen, mit welcher Geschwindigkeit und Kraft hier täglich nicht nur die Mitteldeutsche Zeitung entsteht.
Eine Halle weiter fuhren Laufbänder an der Decke entlang. An Maschinen wachten die Mitarbeiter über den reibungslosen Sortiervorgang. Ich muss ehrlich sagen, mir erschien es aussichtslos, hier ein System zu erkennen, aber es gab eins. Direkt über meinem Kopf fuhren in Klammern gehalten, die neuesten Ausgaben des Wochenspiegels, welcher neben anderen regionalen, aber auch überregionalen Zeitungen hier gedruckt und versendet wird.
Nach diesem Rundgang hätte ich eigentlich gar nicht auf meine Uhr schauen, um zu sehen, dass die Zeit schon sehr fortgeschritten war. Meine müden Füße verrieten es mir. So entschloss ich mich, voll im Informationen und fröhlichen Eindrücken, vielen Schnappschüssen im Kasten, zum Parkplatz zu schlendern. An der Halloren Fabrik ging ich vorbei, denn ich war einfach satt. Satt vom schönen Tag im Hause der Mitteldeutschen Zeitung.
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6 Kommentare
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Jacqueline Koch aus Eisleben | 07.09.2014 | 22:47   Melden
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Martina I. Müller aus Halle (Saale) | 07.09.2014 | 23:16   Melden
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Martina I. Müller aus Halle (Saale) | 08.09.2014 | 09:30   Melden
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Martina I. Müller aus Halle (Saale) | 08.09.2014 | 13:06   Melden
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 08.09.2014 | 20:19   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 16.09.2014 | 21:46   Melden
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