Über uns - Wer sind die Bürgerreporter? Teil 7: Lothar Wobst

Ein Dresdener in Wolfen - Lothar Wobst berichtet regelmäßig im Portal. Foto: MZ/André Kehrer

Die besten Geschichten schreibt das Leben. Hier im Portal werden sie erzählt. Rund 4600 Hobby-Autoren berichten im Mitmachportal der Mitteldeutschen Zeitung regelmäßig, darüber, was sie bewegt. An dieser Stelle stellen wir einige Bürgerreporter vor. Lothar Wobst wollte etwas Sinnvolles machen.



Drei Jahre war Lothar Wobst arbeitslos. Dann entdeckte er das Online-Portal www.mz-buergerreporter.de. Seit knapp zwei Jahren ist der Wolfener nun angemeldet und berichtet regelmäßig über Ereignisse aus der Region. Mit seinen vielen Beiträgen und Fotos gehört er sogar zu den zwanzig aktivsten Bürgerreportern des ganzen Bundeslandes und bringt die Berichte aus Wolfen in die Welt.

Eigentlich stammt Wobst aus Dresden. Die Liebe war es, die ihn nach Wolfen brachte. "Ich war als Soldat an der Ostsee", verrät er. Bei einem Ausgang hat Wobst damals seine Ehefrau am Strand kennengelernt. Das ist nun mehr als 40 Jahre her. Er folgte ihr nach Wolfen, fand eine Anstellung als Feuerwehrmann im Chemiekombinat. Nach der Wende fuhr er Lkw, bis 2009 die Arbeitslosigkeit kam. "Das Portal hat mir geholfen, die Lethargie zu beenden", sagt Wobst.


Schon immer gern fotografiert

Berichte über das Wasserturmfest in Bobbau, Bilder von der Fuhne, Schnappschüsse aus dem Garten, Ausflüge nach Heidelberg - all das sind Beiträge, die der Bürgerreporter im MZ-Portal verfasst. Fotografiert habe der 62-Jährige ohnehin immer gern: "Mein Vater schenkte mir einen Fotoapparat, als ich acht Jahre alt war", erinnert sich Wobst. Schon damals habe er Klassenausflüge fotografiert, und noch heute sei er für die Familienfotos zuständig. "Manches Mal sind auch alle genervt, wenn ich ständig ein Bild machen will", sagt er, "aber hinterher freuen sich alle doch, diese Fotos zu haben."

Wenn er abends Zeit hat, schaltet er dann den Computer ein und liest nach, was es im Portal Neues gibt. Auch über andere Regionen informiert sich der Bürgerreporter und steht mit Gleichgesinnten regelmäßig im Kontakt. "Ich bin einigen Gruppen beigetreten, wo wir unsere Bilder austauschen", sagt Wobst, der dort zum Beispiel regelmäßig ein Sonntagsbild aus dem früheren Kinderzimmer zeigt. Wobst' Ehefrau störe das Hobby ihres Mannes übrigens nicht. "Im Gegenteil, sie ist selbst kreativ am Computer und gestaltet an ihrem eigenen Laptop dann ein paar Karten", sagt er. Manches Mal aber bleibt der Computer auch aus. Dann ist Zeit für die Enkelin. "Die ist jetzt dreieinhalb Jahre alt und hat immer viele Ideen", meint Wobst. Auch darüber tauschen sich die Bürgerreporter dann im Netz aus.

Text: Kathleen Bendick

Aus der Reihe: Über uns - Wer sind die Bürgerreporter?

Teil 12: Karin Lehmann
Teil 11: Peter Losch
Teil 10: Liane Griedel
Teil 9: Jacqueline Koch
Teil 8: Heiko Scharf
Teil 7: Lothar Wobst
Teil 6: Hildegard Stelzig
Teil 5: Steffen Flaischlen
Teil 4: Martina I. Müller
Teil 3: Dieter Roßmann
Teil 2: Steffi Hosemann
Teil 1:Patrick Quilitzsch

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Nicht für alle Themen gibt es ausreichend Platz in der Zeitung und auch die MZ-Redakteure können nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb hat die MZ die Online-Plattform ins Leben gerufen. Das Online-Portal www.mz-buergerreporter.de erreicht inzwischen mehr als 46 000 Leser im Monat. Ob als Verein, Feuerwehrmann oder Hobby-Autor - im Leserportal kann jeder über Ereignisse der Region berichten. Selbst Bürgerreporter zu werden, ist nicht schwer und kostenlos:Einfach mit Namen, E-Mail-Adresse und Postleitzahl registrieren. Es dauert keine fünf Minuten, schon kann es losgehen. Tipps zum Schreiben gibt es hier.
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2 Kommentare
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Gerd Born aus Dessau-Roßlau | 18.11.2014 | 16:52   Melden
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 21.11.2014 | 19:58   Melden
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