Verfolgungsjagd im Harz und WGT in Leipzig - die Woche der MZ-Bürgerreporter

Wave Gotik Treffen in Leipzig - Gabriele Degen hat sich auf dem 24. WGT einmal umgesehen.
 
Der Wilde Westen lebt - zumindest im Harz. Bernd Müller hat Bilder wie dieses aus Pullman-City mitgebracht.
 
Freude bei der SG HSC96 / TuS Dieskau: Doppelsieg.

Kaputte Uralmotorräder auf dem Weg nach Russland, Verfolgungsjagden im Wilden Westen im Harz, ein Besuch beim Wave-Gotic-Treffen in Leipzig und erfolgreiche Handballspieler - mehr als 250 Beiträge haben die Bürgerreporter in der 21. Woche des Jahres verfasst. An dieser Stelle fassen wir wieder die wichtigsten Beiträge zusammen.



Rund 20 000 Besucher hat die Stadt Leipzig am langen Pfingstwochenende gezählt. "Leipzig sieht schwarz", titelte auch Bürgerreporterin Gabriele Degen. Die Hobby-Autoren aus Halle hat sich beim sächsischen Nachbarn zum Wave-Gotic-Treffen(WGT) einmal umgesehen. "Auf der Wiese präsentiert sich eine bunte Stilmischung der verschiedensten Anhänger: dunkelbunt-schwarz, viktorianisch-romantisch, die erdigen Töne des Steampunks oder die neonfarbigen, futuristischen Cross-over-Outfits des Cybergothiks. Wer sich darauf einlässt, erlebt ein wahres Feuerwerk der Sinne", schreibt Degen.

Auch ein Gefecht zwischen Cowboys und Indianern im Wilden Westen des Harzes hat die Leser interessiert - Bernd Müller war im Erlebnispark Pullman-City. In drei Teilen schildert der Hallenser seine Erlebnisse in Wort und Bild. Hier wird die Geschichte Amerikas nachgespielt - von den ersten Siedlern bis hin zur Vertreibung der Indianer. Und er stellt die wichtigsten Akteure der nachgespielten Zeit vor. "William Frederick Cody, besser bekannt als Buffalo Bill, konnte dazu beitragen, dass diese dauerhafte Legende des Wilden Westens auch im Osten, in Europa und anderen Erdteilen, als eine dauerhafte Legende des Wilden Westens geschaffen wurde und bis heute teilweise erhalten bleibt", schreibt Müller. Außerdem verrät der Bürgerreporter, warum die Familie von George Mortimer Pullman, der der Stadt seinen Namen gab, nach dessen Tod den Sarg mit Asphalt und einer 18 Zoll starken Betonschicht übergießen ließ.

Große Freude herrschte in Landsberg nach einem Doppelsieg der SG HSC96/TuS Dieskau. "Doublesieger konnte man auch noch viele Minuten nach dem Abpfiff des Bezirkspokalendspiels aus der Kabine der SG HSC96/TuS Dieskau hören. Dass die Emotionen bei den Spieler und Verantwortlichen heraus mussten war wenig verwunderlich. Denn die beiden Endspiele um den Bezirkspokal Süd waren mehr als eng", heißt es in dem Spielbericht, der die Top-Drei der meistgelesenen Beiträge in der vergangenen Woche komplettiert.

Ebenfalls von Interesse war ein neuer Bericht über die halleschen Künstler, die versuchen auf dem Landweg mit Uralmotorrädern die Welt zu umrunden. "Aufatmen und auf Richtung Wladikawkas. Entlang der russischen Heeresstraße geht es durch die Schluchten des beeindruckenden Kaukasus. Ganz fremd ist unseren Freunden das Industrie- und Kulturzentrum mit seinen knapp 312000 Einwohnern nicht, waren sie doch im vergangenen Jahr schon einmal hier. Die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Nordossetien-Alanien heißt übersetzt so viel wie „beherrsche den Kaukasus“ und dieser Name lächelt sein Motto hämisch in die Zukunft. Geografisch überblicken und Routen planen können die Fünf nur noch analog, da kurz vor der Grenze das Navigationsgerät unbenutzbar wurde", schreibt Marko Kruppe und er erzählt, warum an der Grenze die Reise fast zu Ende gewesen wäre.



Stadtgeschichten


Zukunftslos. So nennt Klaus Okesson das Schicksal des ehemaligen Gernroder Rathauses. In seinem Beitrag beschreibt er, wie das historische Bauwerk entstand. Der Bürgerreporter fürchtet einen Verfall, da, so Okesson, das Haus nach der Eingemeindung Gernrodes das Rathaus als solches nicht mehr gebraucht werden. "Allen Gernroder liegt das Schicksal ihres Rathauses am Herzen. Leidvoll haben wir erfahren müssen, wie schnell der Leerstand zum Verfall der Gebäude führt, für die man keine Verwendung mehr hat. Welches Schicksal haben die Kommunalpolitiker der Region diesem Hause zugedacht, nachdem es für den Quedlinburger Ortsteil Gernrode funktionslos zu werden droht? Folgt der Jubiläumsfeier, die im Herbst dieses Jahres stattfinden soll, die Beerdigung eines weiteren Gernroder Wahrzeichens", schreibt Okesson.

Über die Entstehung einer Siedlung in Wolfen hat Ulrich Kruggel ein Buch verfasst. Als Bürgerreporter veröffentlichte er nun, zum 80-jährigen Bestehen der Siedlung, Auszüge daraus. "Am 29. Juni hat sie Geburtstag, die Siedlung Steinfurth, und zwar ihren achtzigsten. Denn am 29. Juni 1935 wurde der erste Bauabschnitt mit 150 Siedlungshäusern, der Schule und dem Lehrerhaus feierlich eingeweiht", schreibt Kruggel, der im fünften Teil seiner Serie über die Siedlung Steinfurth von seinem Schwager erzählt.

Wie im Jahr 1840 für städtische Sicherheit in der Nacht gesorgt wurde, verrät Helmut Zeitzmann aus Thale. Er hat einen Arbeitsvertrag eines Nachtwächters gefunden, den er im Forum vorstellt. Alkohol durfte nicht getrunken werden und mit 40 war ein Mann für diesen Job auch schon viel zu alt. Was sonst noch zu beachten war, lesen Sie hier.

Oldtimer, Flieger und Ausflugtipps

Zum elften Oldtimer- und Motorradtreffen in Bad Schmiedeberg hat sich Peter Pannicke aufgemacht. Der Wittenberg zeigt mehr als 60 Bilder von den historischen Zweirädern. "Organisiert wurde das Treffen vom Motorrad Club Bad Schmiedeberg. Er wurde im Sommer 2002 gegründet mit dem Ziel alte erhaltenswürdige Motorräder zu sammeln, restaurieren, und natürlich zu fahren. Das erfolgte auch heute mit einer Ausfahrt zum Schloss Reinharz. Weiter Programmpunkte waren die Benzingespräche und Präsentationen vor allem der zahlreichen englischen Oldtimer", schreibt Pannicke.

Auch das Dessauer Flugplatzfest hat viele Bürgerreporter angezogen. Wie Christine Schwarzer präsentierten etliche ihre Eindrücke aus Dessau-Kleinkühnau. "Mich hat aber ganz besonders die Transallmaschine der Bundeswehr interessiert. Oberstabsfeldwebel Köhler erklärte sehr anschaulich und mit viel Humor die vielen Möglichkeiten der Beförderung. Man kann den Innenraum des Flugzeuges ganz schnell umbauen. Es wird dann zur Passagier-, Gütertransport- oder Krankentransportmaschine. Oder sie wird für Fallschirmspringer eingerichtet", schreibt Christine Schwarzer. Weitere Beiträge zum Flugplatzfest gibt es unter anderem von Roland Horn, Wolfgang Freystadtl und Heiko Schumann auf der Flugplatzfest-Themenseite.

Peter Blei hat ein "Mini-Stonehenge" im Südharz entdeckt. Er stellt einen Rundgang durch Nordhausen vor. "Salzaquelle ist eine Karstquelle am Südrand des Harzes in Nordhausen in Nordthüringen. Sie ist Thüringens stärkste Quelle und der Ursprung des Flusses Salza", schreibt Blei, der viele Bilder dazu zeigt.

Von den Mittelsteinen der Teufelsmauer hat Roland Worch einige Eindrücke mitgebracht. "Die gesamte Teufelsmauer im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt verläuft sich zusammen auf etwa 20 km Länge von Ballenstedt über Rieder und Weddersleben bis nach Blankenburg", schreibt Worch.

Das letzte Wort ...


... bekommt in dieser Woche Manfred Boide. Er hat sich mit der Kamera an den Geiseltalsee begeben. Es erinnert den Hobby-Fotografen an die "Côte d'Azur". "s hat einige Jahre gedauert, bis zu dem Erscheinungsbild welches man heute vorfindet. Im Jahr 2006 begann mit der Grundsteinlegung des Standortes Hafen unterhalb der Stadt die touristische Erschließung des Sees", so Boide. Das Ergebnis aber können sich sehen lassen. So wie am Geiseltalsee haben sich viele Orte in der Region entwickelt. Was sind ihre Favoriten? Schreiben und zeigen auch Sie uns ihre schönsten Orte. Jeder ist eingeladen, mitzumachen.

Damit allen Bürgerreportern wieder vielen Dank.
Ich wünsche allen eine angenehme, kurze neue Arbeitswoche.
Kathleen Bendick
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