Verkehrsrowdys, Brände und Luftattacke - die Woche der Bürgerreporter

Werden die Gleise verweisen? Walter Helbling fragt, wie es nach der Stilllegung der Wipperliese weitergehen soll und zeigt Bilder wie dieses.
 
Die gute alte "Rennpappe" fuhr auch bei der Rallye in Wittenberg mit - gesehen und festgehalten von Peter Pannicke.
 
Über den Dachstuhlbrand in Großzöberitz hat Tom Musche berichtet. Er zeigt Bilder wie dieses.

Nicht alles, was für die Region wichtig ist, findet täglich einen Platz auf den gedruckten Zeitungsseiten. Deshalb hat die Mitteldeutsche Zeitung das Mitmachportal der Bürgerreporter gegründet. Hier kann jeder in Wort und Bild berichten, Veranstaltungen ankündigen oder Eindrücke als Schnappschuss zeigen. Ob als Verein, Gemeinde oder Hobby-Autor - im Leserforum ist Platz für die Geschichten aus der Region. In der vergangenen Woche haben die Bürgerreporter mehr als 200 Beiträge verfasst. An dieser Stelle folgt unsere Zusammenfassung der wichtigsten Themen.

Top-Themen

Ihr Zuhause hat eine Familie in Großzöberitz verloren. Ein Großbrand hat den Dachstuhl zerstört. Tom Musche war vor Ort und berichtet über die Arbeit der Feuerwehr. "Was die Flammen nicht zerstört haben, hat das Löschwasser erledigt. Das Haus ist erstmal nicht mehr bewohnbar", schreibt Musche. Dazu zeigt er mehr als 70 Bilder von den Löscharbeiten und ein Video. Sein Beitrag ist der meistgelesene Artikel der vergangenen Woche. Mehr als 600 Leser haben den Beitrag aufgerufen. Auch die MZ-Leser hat das Thema mehr als bewegt. Viele haben ihre Hilfsbereitschaft zugesagt.

Über rücksichtslose Motorradfahrer am Süßen See hat Helga Gebhardt berichtet. Die Mansfelderin hat erlebt, wie "Unzählige Motorräder mit überhöhter Geschwindigkeit und extrem lauter Geräuschkulisse um den See bis in den Schlosshof" fuhren und Fußgänger belästigten. Ihr Beitrag wurde rund 200 Mal aufgerufen.

An dritter Stelle der meistgelesenen Themen steht ein Beitrag von Walter Helbling. Ihm geht es um die Zukunft nach dem Aus für die Wipperliese. "Das Tauziehen um die Wipperliese kommt nun in die entscheidende Phase. Aktivismus und sich teilweise widersprechende Aussagen auf allen Seiten. In der Landtagsession vom 26./27 März müssen aller Voraussicht nach die Abgeordneten zu diesem Thema endgültig Stellung nehmen", schreibt Helbing, der noch einmal die wichtigen Fakten zu Fördergeldern und Passagierzahlen zusammenfasst. In einem weiteren Beitrag zeigt er Widersprüche auf.

Weltreisen und Rallye-Fahrt

Aus Georgien kommen neue Nachrichten von den fünf halleschen Künstlern, die über Land mit Ural-Motorrädern nach New York aufgebrochen sind. Sie haben die Winterpause beendet und starten nun gen Kasachstan. Zwei Fahrer haben übrigens aufgegeben. Aber das hält die Gruppe nicht auf: Sie haben einen neuen Mann samt Motorrad aufgenommen

Aus der Welt sind Rallye-Fahrer nach Wittenberg gekommen. Hier fand die 52.-ADMV-Rallye statt. Peter Pannicke war vor Ort und schreibt: "Rund 70 Teilnehmer gingen an den Start, darunter auch ein Fahrer aus Dubai. Neben vielen deutschen Teams gingen auch Motorsportler aus Finnland, Tschechien und Polen an den Start." Dazu zeigt der Wittenberger viele Fotos von dem Spektakel.

Jahrestage und Wiedersehen

In diesem Jahr jährt sich zum 70. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges. Viele Bürgerreporter greifen das Thema auf. Helmut Kohl aus Dessau hat die letzten Tage als kleiner Junge selbst in Stolp in Pommern erlebt. Er zitiert aus seinen alten Tagesbüchern. Am 17. März 1945 trug er ein: "Jeder muss sich bei der Kommandatura melden und sich einen Ausweis ausstellen lassen. Heute muss ich hingehen, obwohl mir sehr unwohl bei dem Gedanken ist. Die K. ist am Stephanplatz bei Giese und Stern."

Heiko Schilling hinterfragt hingegen, warum es in Zeitz kein Denkmal für die Befreier gibt und entfacht eine herbe Diskussion. Er möchte zudem Aufklärung darüber, wer in einem Gräberfeld in Zeitz-Ost tatsächlich begraben ist und hofft auf eine Neubewertung der Gedenkstelle.

Der ASB-Landesverband feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. In einem Beitrag wird auf die Entstehung zurückgeblickt. "Alles begann mit einem Lada", heißt es da.

Sie sind zusammen zur See gefahren. Dann haben sie sich wiedergetroffen: Udo Müller berichtet wie zwei Seemänner sich nach 50 Jahren bei einem Marinetreffen wiederfinden und allerhand zu erzählen haben.

Aus der Natur

Eine Naturgewalt hat Dieter Gantz fasziniert. Er entdeckte bei einem Spaziergang einen vom Blitz zerstörten Baum. "Welcher große Sturm muss das gewesen sein, um den dicken Stamm der Buche abzubrechen", schreibt Gantz, der noch einmal genau hingesehen hat: "Brandspuren vom Eintritt dieser gewaltigen Blitzentladung sind am Stamm zu finden."

Einen Kampf in der Luft hat Ellen Röder beobachtet und gleich mit der Kamera festgehalten. Im Flug hat eine Krähe einen Milan attackiert. 21 Bilder dokumentieren den Kampf der Lüfte.

Mehr Küsse, mehr Frösche und mehr Prinzen wird es künftig wohl in Wittenberg geben. Hier haben Mitarbeiter vom Augustinuswerk an der Belziger Chaussee Absperrungen zum Schutz von Kröten und Fröschen eingerichtet. Gabor Sellnau hat den Trupp begleitet und schreibt darüber im Online-Forum. Er verrät auch, warum Kröten für die Menschen so wichtig sind.

Buchmesse

Natürlich haben auch viele Bürgerreporter Lesungen zur Buchmesse besucht.
Mathias Hoppe aus Helbra hat mit einem Cosplayer, Männer und Frauen, die sich wie Mangafiguren verkleiden, mal ein Interview geführt. So hat er erfahren, dass vor allem das Nähen der Kostüme den Reiz der Verkleidung ausmache.

Für Peter Losch aus Quedlinburg sind die Cosplayer ebenso faszinierend wie die Bücher. Er schreibt: "Auf der Leipziger Buchmesse, gab es nicht nur Bücher, viele skurrile Figuren flanierten durch das Messegelände und bis zum Mittag wurden es immer mehr." Und so zeigt er auch mehr als 50 Bilder ausschließlich von Cosplayern.

Marion Lange aus Bitterfeld-Wolfen hat als Autorin an der Messe teilgenommen. Auch sie meint: "Die Leipziger Buchmesse ist für mich als Autorin immer wieder der Höhepunkt des Jahres."

Dazu gab es jede Menge Sportberichte und tagebuchartige Eintragungen von den Erlebnissen der Bürgerreporter. Vor allem der nahende Frühling beschäftigt die Bürgerreporter nach wie vor. Damit ist der


Frühling ...

... das Wort der Woche. Wolfgang Erler berichtet dazu, wie die Igel, die bei ihm im Garten überwintert haben, langsam aus ihrem Bau kriechen.

Damit allen Bürgerreportern wieder vielen Dank für Ihre Berichte.

In dieser Zusammenfassung lesen Sie Ausschnitte aus den Online-Berichten. Hier im Mitmachforum kann jeder mitschreiben. Was haben Sie in der Nachbarschaft beobachtet? Worüber ärgern Sie sich? Was ist positiv? Schreiben Sie es auf.

Ich freue mich auf viele spannende Berichte und wünschen allen Lesern und Schreibern eine angenehme Woche
Kathleen Bendick
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