Verlassene Orte und Fernweh - eine Woche der Bürgerreporter

Wie lange wird es solche Bilder noch geben? Walter Helbling berichtet vom Tag der offenen Tür im Wippertal.
 
Kein Platz in der Menge - Anne-Kirstin Berger schreibt über den brasilianischen Karneval.
 
Verlassene Orte - Michael Hesselbarth dokumentiert Relikte aus vergangenen Tagen.

Erste Anzeichen auf den nahenden Frühling und schillernde Kostüme bei den Karnevalsumzügen haben die Bürgerreporter in der achten Woche des Jahres beschäftigt. Und natürlich haben alle auch verfolgt, wie der Foto-Wettbewerb in diesem Jahr ausgeht. Was berichtet wurde und welche Themen besonders interessiert haben, folgt an dieser Stelle wieder in unserer Zusammenfassung der Woche.



Top-Themen

Die meisten Aufrufe erhielten in der vergangenen Woche sämtliche Beiträge rund um den Foto-Wettbewerb. Gut zwei Wochen lang konnte die Hobby-Fotografen der Region Bilder unter dem Motto "Tierliebe" für das Gewinnspiel einreichen. Schließlich wurde erstmals ein Publikumspreis vergeben. Und auch die Jury hat eine Entscheidung gefunden.

Ebenfalls viel Aufmerksamkeit erhielt der Starttext von Anne-Kirstin Berger aus Bad Lauchstädt. Die 21-Jährige ist nach Südamerika geflogen. Dort will sie studieren und ein Praktikum machen. Hier im Bürgerreporter-Forum wird sie von unterwegs berichten, was sie erlebt. Im ersten Teil ging es um den brasilianischen Karneval.

Auch Gottlob Philipps erreichte eine Menge Leser. Der Hallenser hat den Rosenmontagumszug in der Saalestadt und das Bühnenprogramm auf dem Markt dokumentiert.

Aus Sangerhausen berichtet seit vergangener Woche Sebastian Donnaven. Sein Beitrag über das MDR Wintermärchen in Harzgerode hat es auf Anhieb unter die meistgelesenen Beitrag geschafft: 244 Mal wurde der Bericht mit vielen Fotos aufgerufen.

Das besiegelte Aus für die Wipperliese wollen viele Anhänger nicht einfach so stehen lassen. Am Wochenende veranstalteten sie deshalb noch einmal einen Tag der offen Tür. Walter Helbling war wieder vor Ort und berichtete. Allein die Ankündigung dazu wurde mehr als 200 Mal gelesen. Der Bericht selbst schon mehr als 240 Mal.

Mit einer Fotoserie hat es Michael Hesselbarth aus Wolfen geschafft, viele Leser zu gewinnen. Er zeigt verlassen Orte "unserer ehemaligen Industrieregion" - von Magdeburg über Roßlau bis Bitterfeld und Muldenstein. "Man trifft auf Orte, wo die Zeit stehen geblieben ist und noch komplette Einrichtungen erhalten sind und teilweise alte Relikte aus vergangenen Tagen ihre Geschichte erzählen", schreibt Hesselbarth.


Aufreger und Gedanken

Der Ausbau der Merseburger Straße in Halle spaltet die Gemüter. Hans-Joachim Berkes - Befürworter des Ausbaus - schildert die Situation und kündigt ein Bürgerbegehren an.

Peter Pannicke hat in Wittenberg Baumfällarbeiten dokumentiert. Innerhalb der Wallanlage wurden Bäume "für eine bessere Sicht zur Schlosskirche entfernt", schreibt Pannicke - Bilder gibt es auch dazu.

Vorher-Nachher-Bilder von Baumfällarbeiten kommen auch aus Halle. Manfred Drobny hat die Bauarbeiten am S-Bahnhof Nietleben dokumentiert.

Kornelia Lück hat Fotos vom Tagebau Profen geschossen. Dazu schildert sie im Portal ihre Gedanken: "Beim Anblick der riesigen Maschinen kam mir plötzlich der Gedanke, ob die Erde wohl vor Schmerzen weint, wird sie von Menschen und Geräten aufgerissen und verletzt? Besonders unheimlich wirken die gewaltigen Stahlkonstruktionen auf mich in der Dämmerung."

Auf den besonderen Schutz von Schwalben macht Manfred Wittenberg aufmerksam. Er zeigt Schwalbennester an Nebraer Fassaden und zitiert das Bundesnaturschutzgesetz.

Reise und Ausflüge

Im Museum für Geschichte, Geologie und Bergbau hat sich Karin Lehmann aus Aschersleben einmal umgesehen. Und sie ruft auf: "Um das Ilfelder-Museum zu erhalten und fortzuführen, werden interessierte Personen gesucht, um eine " Interessengemeinschaft" zu gründen."

Tom Musche hat Impressionen vom Cösitzer Teich. Außerdem zeigt er Bilder vom Riesdorfer Kieswerk.

Von Geirangerfjord hat Roland Worch etwas zu erzählen. "Ich habe ihn bereits mehrfach besucht und aus verschiedenen Aufnahmestandorten aufgenommen.
Der Geirangerfjord ist einer der bekanntesten Fjorde Norwegens und gehört seit dem 14. Juli 2005 zum UNESCO-Weltnaturerbe."

Einen Geheimtipp mach Susanne Meier öffentlich: Der Köckernsee ist kaum bekannt und ein Naturparadies für viele Vogelarten und Insekten.

Annika Gilewski fragt: Wer hat auch sein Herz an die Ostsee verloren? "Für mich ist dieser Urlaub das perfekte Erlebnis für den Sommer sowie für Jung und Alt, ob Fahrrad fahren, Schwimmen, Spazieren, Bootfahren, in der Sonne entspannen oder andere Outdoor Aktivitäten, es gibt immer was zu erleben", schreibt die Alsleberin und hat natürlich gleich die passenden Fotos dazu.

Helmut Kohl erinnert an seinen Urlaub in Salzburg vor acht Jahren. Bilder gibt es auch dazu.

Natur und Gärten

In Zeitz kümmern sich die Bewohner selbst um die Pflege der Grünflächen. Reiner Eckel berichtet, dass 23 Pflegepaten sich in "18 bestehenden Pflegeverträgen um Gestaltung und Erhaltung der großartigen Rabatten und Themengärten im Gartentraum Schlosspark" bemühen. Inzwischen hat es der Schlosspark sogar in die Top 12 der schönsten Gärten des Landes geschafft. Die Stadt hat sich für das Engagement bedankt.

Bernd Müller hat auf die Tage der Winterlinge in Ostrau aufmerksam gemacht und gleich zu einem virtuellen Rundgang durch den Ostrauer Park eingeladen. Lothar Wobst hat die Tage dann besucht und darüber berichtet.

Viele Bürgerreporter zeigten auch Schnappschüsse von den ersten Frühblühern in und vorm Haus.

Ehrungen und Rekorde

Zu den erfolgreichsten Sportlern des Landes zählen auch acht Ruderer aus Weißenfels. Katja Züger hat die Veranstaltung in der Händelhalle begleitet.

Kostenfreie Stadtführungen gab es am Wochenende wieder zum Weltgästeführertag. In Halle wurde dann Rekord geschrieben. "Rund 300 Interessierte - so viele wie noch nie waren zu den Führungen gekommen", berichtet Gottlob Philipps.

Das letzte Wort ...

... bekommt in dieser Woche Wolfgang Erler. Er hat gezeigt, wo es sich sein Kater überall gemütlich macht. Omas Rolli gehört ebenso dazu wie frisches Bauholz oder ein Wäschekorb. Lieblingsplätze haben wir alle. Vielleicht hat ja jeder einmal Lust, diese vorzustellen?

Ich freue mich in jedem Fall wieder auf viele spannende Berichte - kurz oder lang - so wie es jeder kann.
Haben Sie eine gute Woche
Kathleen Bendick
9
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