Vor 100 Jahren- Beschluss zur Anlage des Gertraudenfriedhofes steht

Gertraudenfriedhof in Halle - Blick auf Feierhalle und Krematorium
Halle (Saale): Gertraudenfriedhof | Blättert man in alten Adressbüchern, so findet man nicht nur die Namen der Einwohner, Übersichten über Straßen und Plätze sowie Firmen und Vereine.
Meistens wird auch ein kleiner Überblick über die Ereignisse des jeweils vergangenen Jahres gegeben.
Beim Durchblättern des Adressbuches der Stadt Halle von 1913 im Stadtarchiv Halle fielen mir die Nachrichten über den Gertraudenfriedhof auf.
Vor genau 100 Jahren, am 18.Dezember 1912, beschlossen die Stadtverordneten einstimmig den Bau einer neuen Friedhofsanlage an der Dessauer Straße. Die geplanten Gesamtkosten des Projekts, das der Stadtbaurat Wilhelm Jost ausgearbeitet hatte, beliefen sich auf 1 148 000 Mark. Gleichzeitig war der Bau eines Krematoriums auf diesem Gelände vorgesehen.
Erste Vorarbeiten im Umfang von 6000 Mark wurden ebenfalls bewilligt.

Am 21.April 1913 nahm die Stadtverordnetenversammlung den Hauptentwurf für den neuen Friedhof an. Der Kostenaufwand wurde mit 592 100 Mark angegeben.

Auf diese Weise entstand in den Jahren 1913/1914 eine weiträumig geplante und architektonisch gelungene Friedhofsanlage.

Der neue Friedhof war dringend notwendig. Die Kapazitäten von Stadtgottesacker, Nordfriedhof und Südfriedhof waren erschöpft.
Täglich zog es Arbeitskräfte in die Stadt, die in den zahlreichen
Betrieben arbeiten wollten. Allein von 1900 bis 1910 war die Zahl der
Einwohner um 24 000 gestiegen, ein Ende dieses Trends war nicht abzusehen. Durch den Ersten Weltkrieg wurde diese Entwicklung schließlich unterbrochen.
Die damit verbundenen Entwicklungen in der Stadt sind vielfältig: Neue Wohngebiete entstanden, beeindruckende Bauten wurden errichtet.


Manfred Drobny
0
 auf anderen WebseitenSendenMelden
1 Kommentar
11.501
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 18.12.2012 | 07:51   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.