Weselsky verhilft Frau zu einem Auto während Abiturienten sich auf das Ende der Schulzeit vorbereiten - die Woche der Bürgerreporter in der Zusammenfassung

Dreck, Schutt und Baustellen stoßen Helmut Scharmacher aus Eisleben sauer auf.
 
Stillstand an den Gleisen: Tom Musche hat sich zum Bahnstreik auf den hiesigen Bahnhöfen umgesehen.
 
Maulwürfe im Garten: Helmut Kohl geht auf "Jagd".

Wieviel Geld im Portemonnaie steckt und wie viel darin stecken sollte, darüber lässt sich immer wieder gern streiten. So hat auch der Bahnstreik in der vergangenen Woche vielerorts für Diskussionen gesorgt. Auch bei den Bürgerreportern gab es kontroverse Meinungen dazu. Mit diesem und anderen Themen haben sich die Bürgerreporter in der vergangenen Woche beschäftigt. 280 Beiträge aus der Nachbarschaft hat das System gezählt. An dieser Stelle folgt wieder die Zusammenfassung der wichtigsten Themen aus der Region.


Top-Themen

Das Top-Thema der vergangenen Woche war ohne Frage der Bahnstreik. Vor allem eine Hallenserin hat mit einem satirischen Text für Aufsehen gesorgt. Gabriele Degen hat einen Brief an den Bahnstreiker-Boss Weselsky geschrieben. Ganz nett, so nett, wie der dauernde Bahnstreiker wohl schon lange nichts mehr gehört und gelesen haben dürfte - nämlich: Dass sie ihm dankbar sei dafür, dass die Züge jüngst stillgestanden und sie fünf Stunden für den Weg von Halle nach Leipzig brauchte. Mehr als 5000 Mal wurde der Beitrag von Degen gelesen. Und auch ordentlich diskutiert. Mit Unverständnis reagierten vor allem Streik-Sympathisanten. Andere kritisierten Weselsky selbst. Mehr zum Thema.

Den letzten Schultag haben Sachsen-Anhalts Abiturienten am Freitag gefeiert. Peter Pannicke hat die Wittenberger Gymnasiasten begleitet und damit ebenfalls viele Leser erreicht. 260 Mal wurden die Bilder von den bunt gekleideten, fröhlichen Schülern aufgerufen.

Auf Platz drei der meistgelesenen Beiträge hat es in der vergangenen Woche ein Sportbericht geschafft. Mit einem Unentschieden endet die Handball-Meisterschaft in der Bezirksliga Süd. Damit reicht es nicht, "die Meisterschaft nach Halle und Dieskau zu holen", heißt es in dem Bericht, der mehr als 159 Mal gelesen wurde.

Für Diskussionen sorgte auch ein Bericht von Helga Ackermann. Ihr geht es um den historischen Markt in Burgliebenau. Hier herrscht Uneinigkeit über den Standort des Festes. Was genau in der Luft liegt, hat sie einmal aufgeschrieben.

Mit seinem Bericht über Maulwürfe im Garten hat auch Helmut Kohl für Aufsehen gesorgt. Bei der MZ gingen Hinweise ein: Der Maulwurf ist geschützt und darf nicht getötet werden. Der Dessauer hatte geschrieben: "Dann muss auch ich wohl bald vor dem Aufstehen auf Maulwurfs-Jagd gehen". Sicher nur als Ironie gemeint, hat die Redaktion ein Auge zugedrückt und den Beitrag zur Diskussion stehenlassen. Denn so niedlich und schützenswert ein Maulwurf ist - jeder Kleingärtner ist schon mal über einen solchen Hügel "gestolpert".


Müll und Schandflecken


Illegal entsorgten Müll hat Harald Thiele mitten in Geusa entdeckt. "Dieser Flecken Erde ist nicht besonders gepflegt, da es dort viele Eigentümer mit sehr unübersichtlichen Flurstücken gibt", schreibt Thiele. Deshalb, so seine Beobachtung, werfen auch immer mehr Umweltsünder hier ihren Müll einfach in die Hecke. "Hier scheint man ungestört alles abladen zu können", schreibt Thiele, der sich fragt, wann die Behörden endlich mal eingreifen.

Dreck, Schutt und Baustellen stoßen auch Helmut Scharmacher aus Eisleben sauer auf. Der Bürgerreporter berichtet über die Baustellen in der Lutherstadt im MZ-Online-Forum. Er fragt sich, warum bei diesem schönen Wetter überall Halden mit Bauschutt den Anblick auf die Umgebung verleiden. Am schlimmsten sei für ihn der Anblick auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes. „Es gibt keine Absperrung oder Beschilderung - nichts, nur Dreck“, schreibt Scharmacher. Mit der Kamera hat er seine Ärgernisse festgehalten.

Einen Schandfleck haben zwei Künstler in nur wenigen Tagen in Wittenberg beseitigt. Bürgerreporter Peter Pannicke hat Viktor Sobek und Hendryk von Busse von der Freiraumgalerie begleitet. Pannicke dokumentierte wie die beiden Künstler den Fußgängertunnel zur Dresdner Straße mit frischer Farbe vom alten Graffito befreit haben. „Ich schaute ihnen über die Schulter. Es war für mich sehr interessant, wie die Künstler mit Sprühdose und Farbpinsel die einzelnen Bilder entstehen ließen. Ihr selbst gestecktes Ziel, in vier Tagen das Wandbild zu erstellen, zwang sie auch bis spät in den Abend zu arbeiten“, schreibt Pannicke und zeigt viele Bilder von der Arbeit.

Mord im Garten


Einen „Mord“ im eigenen Garten hat Kornelia Lück beobachtet. Sie schreibt von dem „mörderischen Hausmeister“, der mit seinem „knatternden Rasenmäher“ kam. Nur noch Bilder kann Lück von den weißen und blauen Veilchen zeigen, die unter dem Schneidemesser verschwanden. „Nicht ein einziges Veilchen ließ der Hausmeister stehen“, schreibt Lück und fragt: „Wusste er denn nichts von den Sehnsüchten kleiner Veilchen, einmal so beliebt wie die schönsten Blumen der Natur zu sein?“ Dazu stellt sie ein Goethe-Gedicht.

Stadtbilder


Immer mehr Bürgerreporter berichten darüber, was in der Nachbarschaft so los ist. Manche zeigen auch, was sich im Lauf der Zeit verändert hat. Manfred Drobny hat den Zustand von Halles Franckeschen Stiftungen dokumentiert. Er zeigt einmal Franckes Wohnhaus im Jahr 1980. Ein trauriger Anblick ergibt sich, der Zahn der Zeit hatte Spuren an dem Bauwerk hinterlassen. 2015, saniert, können sich Besucher hier im neueingerichteten Informationszentrum einen Überblick über die Stiftungen verschaffen.

Mit dem persönlichen Älterwerden hat sich auch Helmut Kohl befasst. Der im Jahr 1938 geborene Dessauer hat das Buch "Die Jahre, die uns bleiben" von Sybil Gräfin Schönfeldt vorgesellt. Mit Zuspruch, wie viele Kommentare der Bürgerreporter zeigen.

Die große Eisleber Wiese kennt jeder. Warum sich aber auch ein Besuch der Frühlingswiese an diesem Wochenende in Eisleben lohnt, hat Jacqueline Koch aufgeschrieben. Nur so viel sei vorab verraten: "Ich denke, das Wochenende wird in unserer eher verschlafenen Stadt sehr aufregend", schreibt Koch.


Hobby und Freizeit

Stricktiere, auf die so mancher Teddy neidisch wird, gibt es zur Zeit in Merseburg zu sehen. Auf der Neumarktbrücke genießen Sie die beste Sicht. Ilse Martina Müller hat sich die Tierchen mal angesehen und verrät, worauf es beim Guerillastricken so ankommt

Dass Schule auch Spaß machen kann, schreiben Niklas Krösch und Luca Züchner von der Ganztagsschule Rosa Luxemburg. An zwei Projekttagen haben die Schüler dort ein Comic erstellt. „Es waren zwei tolle Tage und mit dem iPad zu arbeiten, war eine tolle Erfahrung“, schreibt Züchner.

Willgard Krause hat eine Rarität im Garten entdeckt: einen Eichelhäher. „Eigentlich ist der Eichelhäher eher ein scheuer Vogel. Er lebt vorwiegend im Wald und gilt dort als Polizei unter den Vögeln. Vielleicht hat er meine Erdnüsse am Baum erspäht und konnte nicht widerstehen“, schreibt Krause.

Rajko Schröter aus Dessau führt ein wenig Selfie-Action ein. Der Sportler berichtet von seinem Rennradtraining nach Feierabend an der Goitzsche. 80 Kilometer ist er gefahren. "Es ist immer wieder ein besonders schönes Erlebnis, den Goitzsche-See in all seinen Facetten zu betrachten und die Natur aufzusaugen", schreibt Schröter.

Von der Kunstausstellung in Helbra berichteten nicht nur Teilnehmer wie Mathias Hoppe und Helga Gebhardt. Günther Tröge hat Bilanz gezogen.

Das letzt Wort ...

... bekommt in dieser Woche Christine Schwarzer. Sie hat das THW in Dessau besucht.
Für das THW berichtet regelmäßig Florian Bittner über die Aktionen des Dessauer Ortsverbandes. In der vergangenen Woche war er selbst Gegenstand eines Berichts: Christine Schwarzer hat ihn an seiner Wirkungsstätte besucht. Über ihren "Besuch beim THW" schreibt Schwarzer schließlich im Forum.

Damit startet die MZ einen Aufruf an alle Bürgerreporter, die Lust haben, sich einmal vorzustellen. Erzählen Sie uns, warum Sie Bürgerreporter geworden sind.
Schreiben Sie eine E-Mail an mz-buergerreporter@mz-web.de und beantworten Sie folgende Fragen:
1. Wie sind Sie auf die Community www.mz-buergerreporter.de aufmerksam geworden?
2. Worüber berichten Sie gern und warum?
3. Was machen Sie, wenn Sie nicht als Bürgerreporter unterwegs sind? (Beruf, Familie, Hobbys etc.)
4. Erzählen Sie kurz von sich: Woher kommen Sie, wie alt sind Sie, wo leben Sie?

Ich freue mich auf viele spannende Berichte und wünsche allen einen guten Start in die neue Woche
Kathleen Bendick
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5 Kommentare
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 27.04.2015 | 17:29   Melden
MZ - BürgerReporter aus Halle (Saale) | 28.04.2015 | 09:52   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 28.04.2015 | 10:03   Melden
MZ - BürgerReporter aus Halle (Saale) | 28.04.2015 | 10:23   Melden
9.059
Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 28.04.2015 | 10:44   Melden
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