Zum 20.Male - Schulchronisten aus Sachsen-Anhalt unterwegs

Schulchronisten aus Sachsen-Anhalt bei der Eröffnungsveranstaltung im LISA in Halle (Saale)
 
Eine Auswahl der gezeigten Jahrbücher und Schulchroniken aus Sachsen-Anhalt
Halle (Saale): LISA | Sie erteilen Unterricht, sind Klassenleiter, organisieren Projekte und Klassenfahrten – und sie befassen sich in ihrer Freizeit mit dem geschichtlichen Erbe …

Unter dem Titel „Identität suchen und finden – Lehrerinnen und Lehrer als Regionalgeschichtsschreiber und Schulchronisten“ trafen sich zum 20.Male vor Ostern die Schulchronisten des Landes-Sachsen zu einem Erfahrungs-und Meinungsaustausch über den aktuellen Stand bei der Erforschung der Vergangenheit ihrer Bildungseinrichtungen oder auch Ortschaften. Vertreten waren Pädagogen u.a. aus Aschersleben, Burg, Egeln, Gardelegen, Genthin, Halberstadt, Halle (Saale), Jessen, Mieste, Sanne (Arendsee), Tangermünde, Zörbig und Zöschen.

In den vergangenen Jahren fanden die Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten in Sachsen-Anhalt statt, u.a. in Halle, Magdeburg, Naumburg, Wittenberg, Thale, Huysburg. Dieser Ortswechsel trug dazu bei, dass die Teilnehmer vor Ort einen Überblick über die Vielfalt des Landes und seiner Regionalgeschichte vermittelt bekamen. Im Mittelpunkt der Weiterbildungstage 2016 , wieder vortrefflich organisiert von Ralf Langer vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA), standen diesmal Exkursionen in Halle und Leipzig. Viel Interessantes erfuhren die Teilnehmer auf einer Stadtführung durch die Saalestadt. Außerdem besichtigten sie das Bahnmuseum der DB sowie das Rechenwerk (Computer-und Technikmuseum). Groß war die Überraschung über den umfangreichen Technikbestand im Rechenwerk, der anhand vieler Einzelexponate eindrucksvoll die Entwicklung der Schreibmaschine oder auch des Computers dokumentiert.

Im benachbarten Leipzig besuchten die Pädagogen das dortige Schulmuseum sowie das Zeitgeschichtliche Forum. Im Sächsischen Apothekenmuseum ging es vor allem um die Frage, wie Geschichte präsentiert und inszeniert werden kann. Vorträge vermittelten eigene Erfahrungen im Umgang mit Geschichte. Die Themenpalette war breit gefächert: Sie reichte von der Gestaltung einer Chronik bis hin zur Gewinnung und Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Forschungstätigkeit.

Bernd Hofestädt , 1.Vorsitzender des Vereins Hallischer Familienforscher „Ekkehard“ e. V. referierte vor den Schulhistorikern zum Thema „Regionale Spurensuche einmal anders - Händels Wurzeln im südöstlichen Saalkreis“.

Während des Treffens wurden zahlreiche Chroniken und Jahresberichte der Schulen des Landes Sachsen-Anhalt ausgestellt und begutachtet. Diese Schriften geben einen Überblick über die historische Entwicklung der jeweiligen Einrichtung, zeigen aber auch oft den derzeitigen Stand. Sie sind somit ein untrennbarer Bestandteil der Erinnerungskultur an der jeweiligen Schule, im betreffenden Ort und unseres Landes. Es ist daher wichtig, dass die Pädagogen in dieser ehrenamtlichen Tätigkeit eine rege Unterstützung und auch Wertschätzung erfahren.

Selbstverständlich werden sich die geschichtsbesessenen Lehrerinnen und Lehrer unter Leitung von Ralf Langer auch im kommenden Jahr wieder zu einem Meinungs-und Erfahrungsaustausch treffen.

Manfred Drobny
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 07.04.2016
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 06.04.2016 | 15:47   Melden
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