Zum Sparen verpflichtet.

Bei der geplanten Erhöhung des Sitzungsgeldes für die hiesigen Stadträte von derzeit 12,78€ auf 25€ kann es sich doch nur um einen schlechten Scherz eines verkannten Komikers handeln.
Insbesondere dessen amüsante Begründung. So sei, laut SPD-Fraktionschef Johannes Krause, die Erhöhung angemessen. Schließlich sei das Sitzungsgeld seit 1994 nicht mehr erhöht worden.
Genaugenommen handelt es sich aber bei dieser „Anpassung“ nicht nur um eine banale Erhöhung, wie Herr Krause glaubhaft machen will, sondern um eine Verdoppelung dieser Zulage.
Erfreulicherweise erwägt man dagegen im gleichen Atemzuge die Reduzierung der zusätzlichen Aufwandspauschale der Führungsspitze um 20 Prozent. Eine bemerkenswerte Relation: Kostenerhöhung um 98 Prozent, Kostensenkung um 20 Prozent.
In Zeiten leerer Stadtkassen sollten gerade die, die im Dienste des Volkes tätig sind, in puncto Zurückhaltung stets ein leuchtendes Beispiel geben. Auch an Kleinigkeiten entzündet sich manchmal der öffentliche Unmut. So muss es auf jeden Bürger dieser Stadt aufreizend wirken, wenn bei Abstimmungen für das eigene Portemonnaie die Einstimmigkeit der Volksvertreter stets gegeben ist, bei anderen Entscheidungen wiederum wochenlange Debatten geführt werden.
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3 Kommentare
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Alexander Lehmann aus Halle (Saale) | 31.10.2012 | 15:36   Melden
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Michael Graban aus Halle (Saale) | 31.10.2012 | 17:14   Melden
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Alexander Lehmann aus Halle (Saale) | 31.10.2012 | 18:51   Melden
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