Zwei verschiedene Lebensarten - Ein junger Mann - sein Name ist Tino

Als kleiner schüchterner Junge ist Tino, in einer Plattenbausiedlung, an der Küste groß geworden. Viele Freunde hatte er nicht, da er mit seiner sexuellen Neigung (in der Pubertät) sich selbst finden musste. Seine Eltern akzeptierten es am Anfang überhaupt nicht. Für Tino war es eine psychische Belastung, weil seine Eltern ihn nicht die gewünschte Zuwendung und Unterstützung gegeben hatten. Ein soziales und stabiles Umfeld für seine jugendliche Entwicklung war so wichtig.
Seine Heimat an der Küste war für ihn eine negative Erinnerung und brach aus dieser Welt aus. Er wollte auf eigenen Beinen stehen und sein Leben selbst gestalten.
der "Friseur" Tino
Tino verließ seine Heimat. Erst sehr enge Freunde halfen ihm den richtigen Weg zu finden. Sein Ehrgeiz und Willen und eine positive Einstellung zu seiner Persönlichkeit gab ihm die Kraft, seinen Beruf als Friseur mit Bravur zu bestehen. Tino ist jetzt 23 Jahre jung und leitet einen Friseursalon mit vier Mitarbeiterinnen. Hier arbeitet er sehr gern und führt diesen Beruf mit "Leib und Seele" aus. Nicht nur eine tolle Frisur, sondern auch einer Kundin ein tolles Make-up ins Gesicht zu zaubern, ist mit Aufgabe in diesem Arbeitsbereich als Friseur.
Tänzerin "Lili"
Durch Zufall lernte Tino gleichgesinnte kennen, welche im Travestie-Showgeschäft arbeiten. Der Schritt in die Öffentlichkeit war für ihn ein Ausbrechen in eine andere Welt. Seine Begabung als Tänzerin und Sängerin sind bis zum heutigen Tag sehr erfolgreich. Seine Gefühle, Gedanken in seinem Showtanz auszudrücken, ist eine
emotionale Wiedergabe des Künstlers. Für ihn bedeutet es sehr viel die Besucher damit glücklich zu machen.
Die Kombination aus Glanz und Glamour und seinem Friseuralltag bilden für ihm eine Harmonie. Er kann sehr kraftvoll, temperamentvoll sein, aber auch sehr sensibel.
Tino ist ein liebenswerter Mensch und überrascht mich persönlich immer wieder mit seinen neuen Ideen und seinem Ehrgeiz.
Anmerkung: Der Film "Nichts mehr wie früher" (Sat1 vom 15.11.16) hat mir den Anstoß gegeben über diesen Tino zu schreiben. Es ist eine wahre Geschichte in sehr gekürzter Form. Ein Dankeschön an Tino für sein Vertrauen und Offenheit mir gegenüber.
Man sollte nicht wegschauen und tatenlos zusehen, sondern Toleranz gegenüber "Homosexuelle" zeigen.
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3 Kommentare
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Ralf Springer aus Aschersleben | 19.11.2016 | 00:02   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 19.11.2016 | 09:08   Melden
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marlit rendelmann aus Halle (Saale) | 20.11.2016 | 15:26   Melden
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