Ein herbstlicher Bummel im halleschen Botanischen Garten

japanischer Schnurbäume
 
Teichanlage
Auch in dieser Jahreszeit ist der Botanische Garten eine Augenweide für Naturliebhaber und Gartenfreunde. In den schon sehr kühlen Nächte und Morgenstunden beginnen die Blüten abzusterben. Aber im warmen Sonnenlicht erscheint die Blüten- und Früchtepracht der Pflanzen besonders eindrucksvoll. Unmöglich an einem Tag alle 1200 Pflanzen zu betrachten. Der Grundriss des Botanischen Gartens, der in einem Fleyer erworben werden kann, ist die wichtigste Orientierungshilfe für den Besucher. Deshalb ist es eine tolle Idee, dass am Eingang eine Hinweistafel auf Pflanzen hinweist, die sich im September besonders hervorheben. Diese Informationen sind sehr hilfreich, die Route für einen Bummel festzulegen.

Ein zielgerichteter Spaziergang

Die Farbenpracht und der zahlreichen Arten der Studentenblumen- und Gladiolen kann im Eingangsbereich, in der System-Anlage und in der unmittelbaren Nähe des Wasserpflanzenbereiches betrachtet werden. Eine Überraschung ist Wiese der Herbstkrokusse. In der Nähe des Eingangsbereiches im linken Arboretum fallen die Herbstkrokusse den Besucher sofort ins Auge. Die Fuchsschwanzarten und die Herbstzeitlosen im System Garten sind in ihrer Farbenpracht sehr eindrucksvoll. Viele Pflanzen locken immer noch Insekten an. Auf den Weg zum Wasser – und Tropenhausbereich stehen stattliche Baumarten. Besonders auffällig sind zwei Bäume der Gattung Styphnolobium, den japanischen Schnurbaum. Sie stehen wie Vater und Sohn nebeneinander. Der vor 7 Jahren gepflanzte junge Baum wurde neben dem mehr als 100 jährigen Baum, der innen schon hohl ist, gepflanzt. Eindrucksvoll und vielfältig sind die sehr alten Baumarten, wie die Pinie, die Eibe und seltene einheimische Baumarten. Sie spenden Schatten und die Bänke laden zum verweilen ein. Die am Eingangsbereich und am Wasserpflanzenhaus stehenden Riesenblattpflanzen nehmen viel Raum in Anspruch und sind damit kaum zu übersehen. Ein besonderes herbstliches Farbenspiel strahlt die Rizinuspflanze aus. Leider wurden Teile der Pflanze durch Besucher rücksichtslos niedergetreten. Als Insektenfressende Pflanze ist die Schlauchpflanze eine Besonderheit in der Fauna und im Freien zu sehen. Der sonnige Standort des Beetes ist eine gute Voraussetzung dafür, dass die Pflanze in unseren Bereichen gedeiht. Sie breitet sich dort bodendeckend aus. Sehr beeindruckend!

Informationen nutzen

Die Hinweisschilder an jeder Pflanze geben dem kundigen Besucher Informationen. Dank der persönlichen digitalen Geräte ist es nun möglich, lateinischen Bezeichnungen und zusätzliche Informationen zu den Pflanzen einzuholen. Für die, die diese Technik nicht nutzen können, stehen Gärtner zur Verfügung die sachkundig und geduldig Fragen beantworten (soweit sie vor Ort sind). Bemerkenswert sind die Führungen, die im Vorfeld bestellt werden müssen.

Sternenwarte als Informationszentrum nutzen?!

Im Botanischen Garten, ist die Sternwarte eindrucksvoll zu sehen. Sie wurde 1787/88 von Carl Gotthard Langhans, dem Architekten des Brandenburger Tors in Berlin, errichtet. Der Turm mit seinen 4 Balkonen wird schon sehr lange nicht mehr als Sternenwarte genutzt. Die Erschließung der Räumlichkeiten für eine Ausstellung bietet sich hier an.
Das wurde schnell deutlich, als die Besucher von einem Platzregen überrascht wurden. So suchten sie in den Gewächshäusern Schutz. Positiv ist, dass die Besucher nun reichlich Zeit hatten, sich intensiver über die hier angelegte Tropischen Pflanzen vertraut zu machen und sich an der Blütenpracht zu erfreuen.
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1 Kommentar
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marlit rendelmann aus Halle (Saale) | 18.09.2017 | 22:07   Melden
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