Mühlhausen

Scillas, Blauglöckchen
Mühlhausen/Thüringen: Altstadt | Das kleine Thüringer Städtchen mit zwei Stadtmauern, einem Wehrgraben und -gang, Einkaufsstrassen, viele interessante Museen und etliche Kirchen ist einen Besuch wert. An der "Via Regia" gelegen, war Mitglied der Hanse und Freie Reichsstadt. Die ehemalige Pfalz existiert nur noch als polierte Pflastersteine.
Die aufmüfigen Mühlhäuser stürmten und brannten diese Pfalz nieder, da sie die laufenden Ausgaben des Hofstaates nicht mehr zahlen wollten/ konnten, der konnte aus Fünfhundert bis zu Tausend Leute bestehen, vom Falkner bis zum Schneider, vom Schreiber bis zur Geliebten, alles zog mit und wie ein Heuschreckenschwarm fiel dieser Trup in Gebiete ein und konsumierte alles, blieb monatelang und zog dann weiter, zur nächsten Pfalz. Die Bewohner von Mühlhausen waren dies leid und brannten die Pfalz einfach nieder und auch den kriegerischen Quärelen aus dem Weg zu gehen die ein Interregnum mit sich bringt. Das war schon im 1256.
Das Museum am Lindenbühl zeigt u.a. Eisentruhen mit riesigen Schließmecha-nismus und etliches aus der Bronzezeit z. B. goldene Blättchen die an Haarsträhnen befestigen wurden. Danach gehts weiter den Kristianplatz entlang zur impossanten Davii Blasi. Diese Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jhd. erbaut und die Bogenfenster aus der Gotik soll den Architekten Poebling, der Brooklyn Brücke inspiriert haben, der stammte aus M. Das hören sie auch bei den Stadtrundgängen, die dort angeboten warden und sehr zu empfehlen sind. Das Maßwerk/Fenster wurden mit finanzieller Hilfe von den Bewohnern M. ersetzt, besonderst beeindruckt war ich von dem Rosetten Fenster, daß von einer Lehrerin gesponsert wurde.
In der Nähe steht auch ein Haus in dem Kinder von Ritter, oder wie ein Bekannter meinte - Blech Bubbbies - ihr Handwerk erlernten. So eine Rüstung war das Equivalent von den Jahreseinkommen von 24 Bauern. Nicht übel oder?
In dieser Kirche orgelte J.S. Bach ein Jahr von 1708-9, u.a. gibt es auch ein altes Tauchbecken.
Das Bauernkriegsmuseum in der Kornmarkt Kirche, mit Diarama, zeigt die letzte Schlacht den Aufständigen Bauern bei Bad Frankenhausen, die Erläuterungen ist sehr aufschlußreich. Die Sonnenuhr beachten.
Thomas Müntzer predigte in St. Marien und gründete dort den "ewigen Rat".
Badeanzug, - hose oder Bikini nicht vergessen und die Thüringer Therme besuchen.
Die Restaurant sind sehr gut so auch die Cafe's. Die Poppelroder Quelle ist ein populäres Ausflugsziel, nicht nur für Hochzeitspaare.
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3 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 27.04.2014 | 12:48   Melden
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Heiko Scharf aus Bernburg (Saale) | 27.04.2014 | 15:17   Melden
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Yvonne Rollert aus Halle (Saale) | 03.05.2014 | 11:49   Melden
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