Von Taschentüchern und Blütenpracht

Halle (Saale): Botanischer Garten |

Kein Tipp für Allergiker und auch kein nachwachsender Rohstoff für Papierschnupftücher, sondern ein besonderer Blickfang im Botanischen Garten Halle - der Taschentuchbaum.

Allerorts blühen die Bäume um die Wette und ein besonders schönes Exemplar zeigt derzeit im Botanischen Garten in Halle seine Pracht.
Davidia involucrata ist der botanisch korrekte Name des Taschentuchbaums. Ursprünglich in den chinesischen Provinzen Hubei und Sichuan beheimatet wurde der Baum 1868 vom Franzosen Lazarist Armand David entdeckt und später ihm zu Ehre benannt.
Aber erst drei Jahrzehnte später gelang es dem Engländer Ernest H. Wilson, Samenkerne nach Europa einzuführen und einige Exemplare heranzuziehen.
Seither ist der Taschentuchbaum aufgrund seines attraktiven Blütenstandes ein beliebter Zierbaum in Parks und botanischen Gärten.
Seinen Namen verdankt der Baum den auffälligen Blüten. Wie Taschentücher hängen die großen weißen Hochblätter der Davidia am Ast. Die beiden Blätter bilden ein schützendes Gebilde, unter dem die männlichen und weiblichen Blütenstände verborgen sind.
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätte Mutter Natur ihre Taschentücher frisch gewaschen und an den Ästen des Baumes zum Trocknen aufgehängt.
Wer sich von diesem herrlichen Anblick verzaubern lassen möchte, sollte es bald tun, denn spätestens im Juni ist es mit der Blütenpracht wieder vorbei.
0
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.