☼ Johannistag am 24. Juni jeden Jahres, was bedeutet uns dieser Tag? ☼

... die Harlekinweide ein anziehender Lichtblick für Besucher - darunter die blühenden roten und gelben Lilien ...
 
... einer unserer Johannisbeersträucher- unser Hochstamm ...

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Nun heißt es Spargel, dem Deutschen liebstes Gemüse, adieu zu sagen, auch der Rhabarber mit seiner oft beliebten Säure sollte nach dem 24. Juni nicht mehr gestochen werden - Rhabarberkuchen adieu. Selbst Richard Wagner ließ in seinen "Meistersingern von Nürnberg" das Johannesfest feiern, auch J. S. Bach nannte eine seiner Passionen "Johannespassion".

Historische Betrachtungen zum 24. Juni eines Jahres.

Die Zeit um die Sommersonnenwende, die Tage werden nun wieder kürzer bis zur Wintersonnenwende in ca. 6 Monaten, war eines der wichtigsten heidnischen Feste und ist bis heute noch weit verbreitet.
Dabei denke ich an die Sonnenwendfeuer vor allem im süddeutschen Raum oder an die ausgiebigen Feiern des Sonnenwendfestes in Skandinavien und anderen Ländern, die oberhalb des nördlichen Wendekreises liegen. Die Sonne sinkt einige Tage nicht unter den Horizont und die Menschen feiern in dieser Zeit ausgiebig in verschiedenen Bräuchen.

Woher kommt der Name für den Tag - Johannis, bzw. Johannes?

Im 5. Jh gab das Christentum diesen antiken Tag, in der Nähe der Sonnenwende, als den Geburtstag des Johannes dem Täufers aus. 6 Monate danach wurde die Geburt des Christus festgelegt und im März 3 Monate vor dem Johannistag erfolgte durch das Christentum die Festlegung des Tages "Mariae Verkündigung". Nachzulesen auch im Lukasevangelium.
Ich beschränke mich auf

die Beeren, die um den Johannistag reifen - die roten, gelben und schwarzen Johannisbeeren.

Wir ernteten in unserem Garten fast 2 Eimer voll mit reifen Johannisbeeren. Die Frage stand nun: "Wie wollen wir sie verwerten"? Die Kerne sind für Zwischenräume in den natürlichen und künstlichen Zahnreihen sehr unbeliebt. Die Früchte wurden durch den Dampfentsafter in 6 Liter köstlichen Johannisbeersaft verwandelt. Die Weiterverarbeitung stand eigentlich schon fest: Es wurde das köstliche Johannisbeergelee gekocht.

Unser Rezept:

In einen großen Topf konnten wir 3 Liter Saft mit 3 kg Gelierzucker (Sorte 1:1, eigentlich sind für 1 kg dieses Zuckers nur 750 ml Fruchtsaft vorgesehen) geben. Das Rührgeschäft dauerte 1 Stunde bis aus dem Zucker-Saftgemisch unter ständigem Umrühren mit dem Holzquirl das Gelee entstand. Der Herd war auf die zweithöchste Kochstufe (Stufe 8 von 9) gestellt. Nach dem Aufkochen des Gemisches dauerte es noch 30 Minuten bis zur Geleeprobe auf eiskaltem Teller. Das Prozedere wurde 2x mal durchgeführt. Das Ergebnis waren schließlich 28 gefüllte Gläser mit köstlichem, naturreinem Johannisbeergelee aus "Eigener Produktion". Bon Appétit.
Noch ein wesentlicher Hinweis: Wir werden keinen Stand auf irgend einem Markt eröffnen.
Abschließen kein negativer Blick voraus, sondern nur eine Feststellung: In diesem Jahr am 21.06.2017 hatte die Sonne ihren höchsten Punkt zur Mittagszeit erreicht, sie stand im Zenit. Der Tag war am längsten und die Nacht am kürzesten. Nun werden bis zum 21. Dez. 2017 die Tage wieder kürzer.
Erfreuen wir uns zur Zeit an den blühenden Rosen im Garten, denn im Juni ist Rosenzeit ...-

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4 Kommentare
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Ralf Springer aus Aschersleben | 25.06.2017 | 23:32   Melden
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 26.06.2017 | 05:27   Melden
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 26.06.2017 | 08:35   Melden
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 26.06.2017 | 09:52   Melden
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