Brandschutz: Aluminiumbauelemente im Gebäudebau

Im Gebäudebau stellt das Brandschutzrecht bestimmte Vorgaben an Bauherren, die sowohl die Feuer- als auch die Rauchentwicklung im Ernstfall reduzieren sollen. Trotz der strengen Auflagen des Gesetzgebers, verfügen Bauherren bei der konkreten Planung über einen gewissen Spielraum, der beispielsweise Raum für Kosteneinsparungen und Variationen bezüglich der Materialwahl zulässt. Hierbei haben sich in letzter Zeit insbesondere Bauelemente aus Aluminium als begehrte Alternative durchgesetzt.

Warum wird ein effektiver Brandschutz immer wichtiger und welche Voraussetzungen muss er erfüllen?

Die Anforderungen an den Brandschutz im Gebäudebau werden üblicherweise von den Bauordnungen der jeweiligen Bundesländer vorgegeben und sind dabei in der Regel von der entsprechenden Gebäudeklasse abhängig. Generell geht der Trend zu einer Verschärfung der Brandschutzbestimmungen, weshalb die Installation von feuerhemmenden Baustoffen in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen hat. Die Baumaterialien werden allgemein hinsichtlich ihrer Brenn- und Entflammbarkeit in verschiedene Baustoffklassen eingeteilt.

Grundsätzlich haben Brandschutzelemente die Aufgabe, die Feuerentwicklung zu hemmen, sodass im Ernstfall mehr Zeit für die Löschung bzw. Evakuierung des Gebäudes zur Verfügung steht. Weiterhin müssen die Elemente so gefertigt sein, dass sie einen schnellen Fluchtweg ermöglichen, dabei aber ebenfalls die Versorgung des Feuers mit Frischluft auf ein Minimum reduzieren, um die Brandausbreitung nicht zu beschleunigen. Ein weiterer wichtiger Aspekt von Brandschutzelementen ist, dass sie im Falle eines Feuers selber nur wenig Rauch entwickeln. Auch die Installation von Brandbekämpfungs-Elementen - wie beispielsweise Sprinkleranlagen - ist ein wichtiges Kriterium bei der Planung.

Welche Vorteile bieten Aluminium-Bauteile gegenüber anderen Stoffen und welche Elemente eignen sich besonders gut?

Aluminium ist das am meisten verwendete Nicht-Eisen-Metall (kurz: NE-Metall) im Gebäudebau und wird hauptsächlich im Innenausbau verarbeitet. Der größte Vorteil von Aluminium liegt darin begründet, dass das Material im Gegensatz zu anderen Baustoffen, wie beispielsweise Holz, keine organischen Bestandteile enthält und selbst nicht brennbar ist. Aus diesem Grund fällt der Werkstoff unter die Baustoffklasse A. Ein weiterer Pluspunkt von Aluminium-Elementen ist, dass sie ein verhältnismäßig geringes Eigengewicht - zum Beispiel im Vergleich zu Stahl - aufweisen, sodass Türen und Fenster mit wesentlich weniger Kraftaufwand geöffnet und geschlossen werden können.

Wie bereits erwähnt, kommt das Leichtmetall vorwiegend im Innenausbau zum Einsatz, wo es beispielsweise in Form von Türen, Fenstern, Rollläden oder Toren den allgemeinen Brandschutz verbessert. Zahlreiche Aluminium-Profile Hersteller bieten Bauherren dabei eine ganze Reihe von verschiedenen Bauelementen, die sich individuell dem eigenen Objekt anpassen lassen. So gibt es beispielsweise Tür- und Fenstersysteme mit oder ohne Wärmedämmung. Auch in Bezug auf die Einbruchssicherheit und die optische Ästhetik gibt es im Bereich der Aluminium-Bauelemente großen Spielraum für Bauherren.

Neben gewöhnlichen Öffnungssystemen, wie beispielsweise Dreh- und Kippöffnungen, können verschiedene Aluminiumtüren beziehungsweise Fenster auch mit brandsicheren Schiebemechaniken erworben werden. Rauchdichte Brandschutztüren können dabei entsprechend den Vorgaben hinsichtlich ihrer Feuerbeständigkeit ausgewählt werden. Hier bietet sich Bauherren eine Bandbreite an Objekten zwischen den Klassen El15 bis El120.

Das Fazit

In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass Elemente aus Aluminium eine hervorragende Wahl darstellen, um den modernen Anforderungen an den Brandschutz im Gebäudebau gerecht zu werden. Neben der Funktionalität, überzeugen Aluminium-Teile weiterhin durch ihre ästhetischen Eigenschaften, was sie zu einem guten Kompromiss hinsichtlich Optik und Sicherheit werden lässt.
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