Dinge, die die Welt nicht braucht

Kunigunde Stacheligel, Friedrich Marabu (v.r.n.l.)
Ringsum in den Läden ist bereits jetzt die volle Dröhnung an Weihnachtsleckereien im Angebot. Der Handel versucht es Jahr für Jahr, uns schon vorfristig zum Scheffeln von Hüftgold zu verleiten. Die Zeit steuert unweigerlich voran, denn der November ist die Brücke vom Herbstgold des Oktobers bis in den Advent.

Wer gescheit war, wird sich längst vorfristig umgehört und umgesehen haben, womit er seinen Lieben zum Weihnachtsfest Freude bereiten will - oder er kann das zumindest noch in den verbleibenden Novembertagen in Angriff nehmen.

Wenn erst der Dezember die Wühltische überquellen lässt, was die Massen bei Glöckchenklang in Bewegung setzt und wahre Menschentrauben durch die Kauftempel schiebt, dann kommt jene Hektik auf, die uns durch den schönen Advent treibt, ohne dass wir Zeit für Muße, Feierlichkeit und Besinnen haben.

Wie schnell wird dann der Otto Normalverbraucher kopflos und kauft sie, die Dinge, die die Welt nicht braucht...

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Das Schnäppchen

Frau Kunigunde Stacheligel
kaufte sich einen Kleiderbügel.,
Daheim erkannte sie - o Graus -
sie kommt aus ihrem Kleid nicht raus,
das ist verwachsen mit der Haut.
Nun steht sie da, schimpft mit sich laut:
*
"Was soll der Bügel in der Hand,
wenn ich fest stecke im Gewand,
nun muss ich in den nächsten Tagen
ihn hin zum An- und Verkauf tragen.
Warum erwarb ich ohne Not
das Ding im Sonderangebot...!"
*
Ihr Nachbar, Friedrich Marabu
hört ihr beim Monologe zu.
Er lächelt, denn er kennt genau,
den Fehler dieser Stachelfrau,
die sich an den gewissen Ständen
vom Angebot hat lassen blenden.
*
So sprach er leis zu ihr gewandt:
"Beim Kaufen braucht es viel Verstand,
wie schnell fällt man auf Werbung rein
und kauft den Mist noch freudig ein.
...bis man's nach Hause hat gebracht,
wo endlich der Verstand erwacht.
*
Den hattest du nicht mit im Laden,
der mahnte nicht noch vor dem Schaden,
die Stimme ward in dir nicht laut
und darum hast du Mist gebaut.
Bist im Besitze nun vom Schnäppchen
und musst dich kümmern noch ein Häppchen..."
;-)
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Also passt gut auf, auf die Mäuse im Portemonnaie und pampert keine Rehe...

"Gereimtes - Ungereimtes" ...
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In allem liegt ein tiefer Sinn,
auch wenn der Spaß euch lachen lässt;
passt immer auf, seht doppelt hin,
dann hält trotzdem Verstand euch fest.
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7 Kommentare
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Jacqueline Koch aus Eisleben | 14.11.2014 | 08:49   Melden
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Martina I. Müller aus Halle (Saale) | 14.11.2014 | 10:42   Melden
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Martina I. Müller aus Halle (Saale) | 14.11.2014 | 11:12   Melden
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Jacqueline Koch aus Eisleben | 14.11.2014 | 11:25   Melden
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Judith Ott aus Halle (Saale) | 14.11.2014 | 11:30   Melden
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Stefanie Lischke aus Querfurt | 14.11.2014 | 13:32   Melden
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Dieter Gantz aus Querfurt | 14.11.2014 | 15:36   Melden
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